Weiterbloggen?

Wie man sieht, hat es seit zwei Jahren keine Postings mehr gegeben auf diesem Blog. Es ist nicht so, dass ich nichts mehr publiziere. Aber meine Aktivitäten haben sich woandershin verlagert.

  • Politisches – wann immer ich interessante und wichtige englischsprachige politische Traktate finde – und gerade auf Facebook finde ich sehr viele – dann übersetze ich sie auf Deutsch und veröffentliche sie auf diesem Blog. Meine Themenbereiche sind der Islam und der Israel/Palästina-Konflikt.
  • Facebook – hier findet sich lustiges und bemerkenswertes
  • Islamkritik / Antisemitisches unter die Lupe genommen – auf dieser Facebookseite poste ich links auf meine politischen Übersetzungen, aber auch weitere Dinge zum Thema, die mir über den Weg laufen.

Öl auf der Europabrücke

1404416817046Kürzlich wurde ich zum Verursacher einer Ölspur auf der Europabrücke in Zürich. Das ist die grosse Brücke über das Limmattal zwischen Altstetten und Höngg, die westlichste der drei grossen, eisenbahnüberquerenden Brücken im Limmattal. Lies hier die Geschichte dazu.

Unsere Chefassistentin fragte im Sommer mal in der Belegschaft rum, ob jemand Interesse hätte an erstklassigem Olivenöl. Ein ehemaliger Mitarbeiter sei jetzt Olivenbauer in Griechenland und liefere gerne von seinem besten Öl an die früheren Kollegen. Die Idee gefiel mir, und ich bestellt fünf Liter davon. Dieses wurde ein paar Wochen später in einem Karton, der einen Plastiksack gefüllt mit dem Öl enthielt, geliefert. Das Geld hatte ich grade nicht dabei, die 80 Franken wollte ich in der darauffolgenden Woche bezahlen.

In diesem Sommer bin ich fast immer mit dem Velo zur Arbeit gefahren. Bei schlechtem Wetter auch mal mit dem Bus. An diesem Tag war aber schönes Wetter, und so schnallte ich nach getaner Arbeit den Olivenölkarton auf dem Gepäckträger meines Velos fest. Das ging ganz gut, der Karton hatte eine gute Grösse und die Gepäckträgerklappe drückte ziemlich gut gegen den Karton und hielt ihn gut fest, so dass ich mir keine Sorgen machte, dass das Ding herunterfallen könnte. Also machte ich mich guter Dinge auf den Weg.

Mein Heimweg führt mich von Altstetten über die Europabrücke hinüber nach Höngg. Die Europabrücke ist gut für Autos, Velos und Fussgänger vorbereitet, sie verfügt nämlich jeweils aussen über eine gute Rad-und-Fussgängerspur, die breit genug ist, sodass es keine Probleme gibt. Kurz vor der Mitte der Brücke gibt es zwei Ab- und Auffahrten. Da geht der Radweg kurz die paar Zentimeter runter auf Fahrbahnhöhe und dahinter wieder hoch auf Trottoirhöhe. Bei der zweiten Auffahrt passierte es.

Weiterlesen →

Marokko: Das Forum Freies Denken verurteilt die königliche Begnadigung des spanischen Pädophilen.

Im Kontext der öffentlichen Ankündigung der königlichen Begnadigung des spanischen Kriminellen, der für die Vergewaltigung von 11 marokkanischen Kindern verurteilt wurde, und nach Prüfung der Angelegenheit aus globaler Perspektive durch das Forum Freies Denken, hat letzteres dem marokkanischen Volk und allen Menschen folgende Erklärung abzugeben:

Es unterstützt alle Familien der Opfer und aller Marokkaner, und vereinigt sich mit allen freien Stimmen, die dieses Begnadigung verurteilt haben, und betrachtet diese als Beleidigung für die Würde der marokkanischen Bürger.

Das Forum Freies Denken ruft ausserdem alle dazu auf, ihre moralische und politische Verantwortung wahrzunehmen, und verurteilt die Erklärungen der “islamistischen” Regierung, die eine falsche Entscheidung zu rechtfertigen sucht, indem sie mit schwachen Ausreden die Beleidigung der Gefühle der Marokkaner noch vertieft, etwa “nationale Interessen” und “diplomatische Notwendigkeiten”.

Das Forum verurteilt entschieden die rigorose Unterdrückung der Demonstranten, die ihre Ablehnung der erwähnten Begnadigung auf die Strasse trugen, welche gegen alle nationalen und internationalen Verträge und Gesetze verstösst, die die Meinungsäusserungsfreiheit und die freie Meinungsbildung garantieren.

N.B. Es ist beachtenswert, dass das Forum Freies Denken eine zivile Organisation ist, die von marokkanischen Akademikern, Intellektuellen, Künstlern, Schriftstellern, Professoren, Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Anwälten gegründet wurde, um Bevormundung und Autoritarismus in jeder Form entgegenzutreten.

Quelle: Kacem El Ghazzali

Frieden bedingt Liebe

Wer mit sich selbst nicht im Frieden lebt, kann nicht lieben – wer liebt, kann nicht streiten.
Für die Liebe und um die Liebe muss man kämpfen. Wer Kampf mit Streit verwechselt, findet keine Liebe, keinen Frieden.

So lange, wie auf dieser Welt um Liebe gestritten wird, kann es keinen Frieden geben.
Ohne Liebe ist der Mensch leer. Leere Menschen streiten. Füllt die Menschen mit Liebe, dann müsst ihr um den Frieden nicht mehr bangen!

— Fredy Kradolfer; www.friedensjournalismus.ch

Wer wagt den Selbstcheck?

Meine (bzw. Thomas Binders) Definition des ideologischen / religiösen Fundamentalisten
(1 von 5 Kriterien erfüllt genügen):

  1. Wer seine “Wahrheit” als die absolute, deshalb einzig mögliche und richtige sieht.
  2. Wer Angehörige seiner “Gruppe” als die à priori besseren Menschen ansieht als diejenigen anderer “Gruppen”.
  3. Wer für seine Freiheit die (relevante) Einschränkung der Freiheit anderer in Kauf nimmt.
  4. Wer durch einen Führer / Propheten / “Gott” gegebene Gesetze über die (menschen) rechtlichen stellen will.
  5. Wer nicht (auch) über sich selber und über seinen Führer / Propheten / “Gott” lachen kann.

Quelle: Thomas Binder auf Facebook

Kindische Linke und Islamophobie

Der rechte Flügel will die Prävalenz der dunklen Seite der Religion (eine bedauerliche Tatsache) nutzen, um seine Ziele zu erreichen: Die Vertreibung aller Immigranten und die “Reinigung” des Landes.

Der linke Flügel, angeblich Beschützer der Menschenrechte und der universellen Werte, nehmen den gegenteiligen Standpunkt ein und ignorieren den Elefanten im Raum, und wiederholen lieber immer und immer wieder dieselbe Leier über den “Islam, die friedliche Religion”, und dass diejenigen, die gegen Islamisten sind, nur islamophob, fremdenfeindlich und so weiter seien, sie ignorieren das eigentliche Problem und vergraben lieber den Kopf im Sand in ihrer Vogel-Strauss-Politik, als der Sache ins Gesicht zu sehen.
Ihre Position stammt wahrscheinlich aus der naiven Vorstellung, dass, wenn der rechte Flügel etwas sagt, dann das Gegenteil davon wahr sein muss.

Und der rechte Flügel, leider, entsprechend ihrer Grundsätze und Ziele, wäre der erste, der erwartungsgemäss eine Bedrohung für die Integrität ihrer “geliebten Nation” bemerken müsste, und so würden wir erwarten, dass der rechte Flügel seine Position als erstes einnimmt, und dass die Linke einfach darauf reagiert. Was sie sich nicht bewusst sind, ist, dass sie in einem gewissen Sinne durch die Rechte manipuliert werden und in die Falle tappen (ob das nun von Anfang an so gemeint ist oder nicht), weil, je mehr die von Islamisten verursachten Probleme wachsen, desto mehr Menschen werden immer weniger immun gegen den Diskurs des rechten Flügels.

Also sollte sich die Linke für einen Moment hinsetzen und eigene, unabhängige Ansichten definieren aufgrund von einem rationalen Verständnis der Situation, und nicht nur emotional und kindisch als Reaktion auf den Diskurs des rechten Flügels. Als ich zum ersten Mal in die Schweiz kam, habe ich versucht, mit dem linken Flügel zu arbeiten, aber in ihren Augen war ich ein junger Islamophobe, als ob mich zu verteidigen gegen diejenigen, die uns tot sehen wollen, Islamophobie ist?


Dies ist eine Übersetzung des Artikels “Childish Left and Islamophobia” von Kacem El Ghazzali auf atheistica.com.