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der beste freund mei­nes bruders!…

 

Anyname14 hat am 16/10/2003 gefragt:
  Ich liebe den Besten-freund mei­nes bru­ders, seit­dem ich 7 Jahre bin. Da­mals hab ich mir nicht viel bei ge­dacht , dachte es geht vor­bei, aber ich liebe ihn im­mer noch und bin nun 14 Jahre alt. Ich sehe ihn nicht mehr ganz so oft wie frü­her , da er weg ge­zo­gen ist. Aber er kommt uns be­su­chen und wir be­su­chen ihn! Er ist 16 , ge­nauso wie mein bru­der. Mein bru­der weiss , dass ich ihn liebe und ihm ist es egal. Ich weiss lei­der nicht , was “er” von mir hält, aber wir ver­ste­hen uns gut. Es nervt mei­nen bru­der , wenn ich im­mer über “ihn” re­den will. Aber ich liebe “ihn” so sehr , ich be­komme manch­mal heul­krämpfe, weil ich Nur noch an ihn denke,vermisse und ihn liebe. Es ist so schreck­lich! Ich habe zwar die Handy-nummer von ihm , aber ich kann ihn ja nicht zut­ex­ten .-oder ??? Ich habe im Mo­ment ei­nen freund(18) aber wirk­lich lie­ben tu ich ihn nicht, zu­erst dachte ich es , aber der beste freund von mei­nem bru­der schlägt sich im mei­nem kopf durch. Ich habe nun auch nie lust was mit mei­nem jetz­ti­gen freund zu un­ter­neh­men, weil ich lie­ber zu Hause bleibe und we­gen “ihm” mir die Au­gen aus­heule. Meine Mum weiss dass ich ihn sehr gern mag, und seine Mum weiss es auch, sie ist mir wie eine echte Mut­ter. “Er” hat zur­zeit auch keine freun­din , dass weiss ich 100%-ig. Aber er steht glaub ich auf eine, oder er meinte : “hof­fent­lich habe ich bald eine freun­din” ich weiss nicht, wie es ge­meint war. Was soll ich nur tun ??? bitte hilf mir!

Daniel_heiniger hat am 16/10/2003 geantwortet
  Liebe Anyname14

Manch­mal ist es schwie­rig, die Phan­ta­sie, die sich nur im ei­ge­nen Kopf ab­spielt, auf den Bo­den der Rea­li­tät zu brin­gen. Ich würde Dir aber ge­nau das emp­feh­len. Du brauchst ihn dazu nicht “zu­zut­ex­ten”. Ich würde ihn viel­mehr um ein Tref­fen bit­ten, viel­leicht zu­sam­men in den Aus­gang ge­hen oder ei­nen Sonn­tag Nach­mit­tag zu­sam­men ver­brin­gen. Bei die­ser Ge­le­gen­heit soll­test Du al­len Mut zu­sam­men­neh­men und ihm er­zäh­len, wie es Dir geht, wie Du Dich fühlst, was Du für ihn fühlst, dass Du ihn zum Freund ha­ben möch­test. Mir scheint, bis­her wis­sen alle Leute um Dich herum, um was es geht, bloss er selbst nicht, der er doch di­rekt be­trof­fen wäre.

Nach­dem nun die Katze aus dem Sack ist, kann er dazu Stel­lung neh­men. Er wird Dir dann schon sa­gen, wie er dazu steht, was er von Dir hält, und wel­che Art von Be­zie­hung er sich mit Dir vor­stellt.
 


Das be­inhal­tet na­tür­lich ein ge­wis­ses Ri­siko. Näm­lich das, dass er Dir sagt, dass Du ihm egal seist, dass er nicht mit Dir ge­hen wolle. Und es ist mir klar, dass Du da­vor grosse Angst hast. Aber ist es nicht bes­ser, den Tat­sa­chen ins Auge zu bli­cken (falls es denn so ist), als wei­ter­hin das Kopf­kis­sen voll­zu­heu­len, weil Dir der Mut fehlt, ihn an­zu­spre­chen? Zu­min­dest hät­test Du dann ei­nen Grund zum heu­len — und ir­gend­wann würde das dann auch wie­der vor­bei­ge­hen. Im bes­ten Fall ist er aber eben­falls Feuer und Flamme für Dich, und dann wird es ja nur noch schö­ner, oder nicht?


Und dem an­de­ren Freund, den 18-jährigen, würde ich rei­nen Wein ein­schen­ken und die Be­zie­hung mit ihm be­en­den. Was machst Du denn mit ihm? Du willst ihn ja nicht wirk­lich. Es wäre auch ihm ge­gen­über nur ehr­lich, zu sa­gen, dass er ei­gent­lich nicht Dein Typ ist. Des­we­gen bist Du nicht ge­mein, son­dern nur ehr­lich. Ich hoffe, er weiss das zu schät­zen. Und wenn nicht, spielt es auch keine Rolle: Du musst zu Dir sel­ber ste­hen.


Herz­li­che Grüsse

 – Da­niel

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Erstellt am Samstag, der 16. Oktober 2004
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Fa­mi­lie oder neue Be­zie­hung mit dem Ex?


Char­leen hat am 25÷8÷2004 gefragt:
Hallo Da­niel. Ich habe ein ech­tes Pro­blem. Ich fang mal von vorne an. vor ei­nem Jahr war ich mit mei­nem Ex zu­sam­men. Er heisst an­dreas und war da­mals 41 und ich 18.(ich konnte noch nie was mit gleich­alt­ri­gen an­fan­gen). Er hat mich über al­les ge­liebt, hätte al­les für mich ge­macht, war aber auch sehr eifersüchtig,was mich aber nicht störte, weil ich denke wenn man nichts zu ver­ber­gen hat sollte es ei­nen auch nicht stö­ren wenn der part­ner mal ins handy schaut oder die ja­cke kon­trol­liert. lei­der fan­den ihn auch viele an­dere frauen sehr gut. Er sieht nun mal at­trak­tiv aus. Hatte ihn mal im Flirt­chat er­wischt. Je­den­falls hat er mich so ex­trem ge­liebt das ich das ge­fühl hatte über ihm zu ste­hen. ich hätte al­les mit ihm ma­chen kön­nen. ich hatte auch oft das ge­fühl das er mich als vor­zei­ge­püpp­chen sieht weil ich eben noch so jung bin. eine wo­che vor sei­ner be­triebs­feier meinte er zieh dich mal rich­tig sexy an da­mit meine kol­le­gen stau­nen was ich für ne hüb­sche freun­din habe. ich hatte dar­auf kei­nen bock mehr weil ich als die frau an sei­ner seite ge­se­hen wer­den wollte nicht als vor­zei­ge­püpp­chen oder jun­ges ding. Da ich mich zu sei­nem nach­barn und ar­beitz­skol­le­gen hin­ge­zo­gen fühlte be­en­dete ich die sa­che mit an­dreas. Zwei Tage spä­ter war ich mit sei­nem nach­barn olli zu­sam­men. Er ist 40. Un­sere be­zie­hung lief an­fangs. das er kon­takt zu sei­ner ex hatte wusste ich, hatte auch kein pro­blem da­mit bis die bei­den al­lein 400 km weit weg für drei tage zu ei­ner be­kann­ten ge­flo­gen sind, die bei­den al­lein es­sen wa­ren, sie oft te­le­fo­nier­ten wenn ich nicht da war. Je­den­falls sagte ich zu ihm das mich diese sa­chen sehr ver­let­zen mit sei­ner ex und das man das nicht macht wenn man eine neue freun­din hat. Er stellte mich im­mer als ei­fer­süch­tige kuh hin und sie meinte nur es liegt an mei­nem al­ter so ein schwach­sinn. Ich fing dann an in sei­nen sa­chen zu kra­men und schmiss na­tür­lich vie­les weg von ihr. Er war zehn jahre mit ihr zu­sam­men und als er mich ken­nen­lernte wa­ren sie ge­ra­de­mal zwei jahre ge­trennt. Es hiess im­mer nur es ist eine pla­to­ni­sche freund­schaft. 18 sind frag­wür­dige Dinge mit der ex pas­siert die mich ver­letz­ten. Er meinte nur ich habe doch nichts ge­macht, ich bin treu also was willst du. Ich wurde un­ge­wollt schwan­ger. Zog zu ihm, weil mein va­ter mich raus­schmiss, musste meine lehre(lackiererin) auf­ge­ben. je­den­falls hat­ten wir viele pro­bleme. konn­ten uns nicht mehr über pro­bleme un­ter­hal­ten, se­xu­ell leif es auch nicht mehr und ich fühlte mich von sei­ner fa­mi­lie nicht ak­zep­tiert, weil von der ex noch bil­der an der wand hin­gen, ob­wohl ich ja schon die zweite nach die­ser ex bin. ir­gend­wann fehl­ten mir sa­chen wie zu­nei­gung und all diese sa­chen die ich bei mei­nem ex hatte. ich habe ihn zwei­mal kurz in ei­nem jahr ge­se­hen, weil er mir aus dem weg ging. ich wollte mich bei olli rä­chen. als ich und olli in der kneipe wa­ren, kam zu­fäl­lig mein ex her­ein und ich glaube ich hatte mich ein zwei­tes mal in ihn ver­liebt, er schaute mir auch tief in die au­gen. je­den­falls kam ich nicht mehr da­mit klar, das olli mich mit sei­ner ex so oft ver­letzt hatte und stellte ihn vor die wahl. Ent­we­der seine fa­mi­lie oder seine ex. er meinte aus prin­zip würde er für keine frau eine freund­schaft ab­bre­chen. für mich ist es aber nicht nur ein kum­pel, er har mit der frau im­mer­hin zehn jahre ver­bracht. Je­den­falls packte ich meine sa­chen. Ich war so ent­täuscht das er mich und sein baby, un­ser baby, das er uns für seine ex ge­hen lässt. Ich heulte und wollte ihn ver­ges­sen, traf mich an dem­sel­ben tag mit an­dreas wollte mich in was neues hin­ein­stür­zen. olli wusste es nach ei­nem tag. Drei tage spä­ter kam er heu­lend an und meinte ich sollte doch zu ihm zu­rück­kom­men, er wollte nur das ich nach­denke, er hat das mit der ex ab­ge­bro­chen. Ich über­legte weil ich ebend auch ein kind mit ihm habe. Ich über­legte drei wo­chen, wusste nicht wen ich mehr liebe, mit wem ich glück­li­cher sein würde, hatte ein schlech­tes ge­wis­sen ge­ge­über mei­nem kind wenn ich ei­nen neuen hätte und so­mit ihr ein fa­mi­li­en­le­ben nicht er­mög­li­chen könnte. Ehr­lich ich wusste ga­nichts, hätte noch nicht mal auf die frage ant­wor­ten kön­nen bei wem ich ei­fer­süch­ti­ger sein würde wenn ich ei­nen von bei­den mit ner neuen ge­se­hen hätte. hab mich dann für olli ent­schie­den, gröss­ten­teils we­gen kind. Mir tat es weh wenn ich von an­dreas ne­benan love­songs hörte. Ja ich fühlte mich im­mer noch zu ihm hin­ge­zo­gen. Mit olli hatte ich nur streit, auch das was ich olli bei ei­nem neu­an­fang ver­sprach hielt ich nihct ein. er konnte mir we­nig recht­ma­chen. Ich musste an­dreas noch mal se­hen und wir lan­de­ten im bett. Ich musste es olli sa­gen. Ich sagte zu an­dreas das ich das mit olli wahr­schein­lich be­ende weil auch ein zwei­ter ver­such nichts bringt. an­dreas machte sich hoff­nung auf eine zu­kunft mit mir. er hatte da­mals wo ich es ei­gent­lich noch mal mit ihm ver­su­chen wollte ein bett für mein kind ge­kauft und eine ba­by­schale. je­den­falls be­müht er sich sehr um die kleine. ich sagte olii das ich mit ihm ge­schla­fen habe, er ras­tete rich­tig aus, ver­ständ­lich, be­schä­digte aber nur sach­ge­gen­stände. nächs­ten tag meinte olli zu mir er würde mir noch ne chance ge­ben. jetzt über­lege ich wie­der und weiss wie­der mal gar­nichts was rich­tig ist. Viel­leicht würde ich es be­reuen wenn ich mit an­dreas zu­sam­men komme falls es nicht so läuft, viel­leicht würde ich es auch mit olli be­reuen. weil wenn ich mich jetzt ent­scheide für eine per­son gibt es bei der an­de­r­ewn kein zu­rück mehr, das würde ich auch nicht wol­len. ich habe die bei­den eh schon sehr ver­letzt. mit an­dreas habe ich noch nicht die schat­ten­sei­ten ei­ner be­zie­hung ken­nen­ge­lernt, die aber auch kom­men wür­den. bei olli wüsste ich jetzt wie ich da­mit um­ge­hen müsste. Ich weiss nicht wie ich mich ent­schei­den soll. Olli liebt die kleine auch sehr. er hat oft ge­weint, wenn wir ex­tre­men streit hat­ten und er hielt sie im arm. er hat na­tür­lich auch angst sie zu ver­lie­ren. ich würde sie ihm je­der­zeit ge­ben, das weiss er auch so oft wie er möchte. das be­schis­senste ist das egal mit wem ich zu­sam­men komme, der ex ne­nean wohnt. Was wür­dest du mir ra­ten, da­niel? ich weiss echt nicht mehr weiter

Daniel_heiniger hat am 26÷8÷2004 geantwortet
hmmm. Das klingt et­was ver­wir­rend. Ich kann dir schlecht sa­gen, was du tun sollst, das kannst du letzt­lich nur sel­ber am bes­ten wis­sen.

Mir scheint im Mo­ment, es ist fast ge­hupft wie ge­sprun­gen. Oder mit ei­ner noch schlim­me­ren Re­dens­art: Du kommst da vom Re­gen in die Traufe. Bei­des scheint ir­gend­wie nicht rich­tig, keins von bei­den scheint ein wirk­lich gang­ba­rer Weg zu sein. Was also tun?

Wa­rum bist du so hin– und her­ge­ris­sen?


Beide Män­ner habe ihre Vor­züge. Beide Män­ner ha­ben ihre Schat­ten­sei­ten. An­ge­sichts des­sen musst du dich viel­leicht gar nicht fra­gen, wel­cher von bei­den der bes­sere ist, son­dern ent­we­der: Wo zieht es dein Herz hin (diese Frage kannst du de­fi­ni­tiv nur selbst be­ant­wor­ten), oder: was ist ver­nünf­tig oder rich­tig für dich und/oder das Kind (hier hast du mit dem Hin­weis, dass der eine ja der Va­ter dei­nes Kin­des sei, eine Spur vor­ge­ge­ben).


Wo­bei das mit dem Herz ein biss­chen ge­fähr­lich ist, weil es dich of­fen­bar heute hier­hin, mor­gen dort­hin zieht. Viel­leicht musst du wirk­lich die­ses Herz mal kurz aus­sen vor las­sen und dir schlicht­weg über­le­gen, was dir und dem Kind gut tut. Und auch, wo du mit dei­nem Le­ben über­haupt hin willst. Und dann die­sen Ent­scheid mit­tei­len und ihn durch­zie­hen — und dich nicht mehr ver­füh­ren las­sen von an­de­ren Männern/Gelegenheiten/Gefühlen.


Das ist der Rat, den ich dir ge­ben möchte. Und ich wün­sche dir, dass du dei­nen Weg fin­dest.


Mit herz­li­chen Grüs­sen

 – Da­niel

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Erstellt am Mittwoch, der 25. August 2004
Unter: Beziehungsratschläge, Wetellyou | Keine Kommentare »

Kün­di­gung we­gen Affäre


Melissa3107 hat am 19÷8÷2004 gefragt:
Ich bin ver­hei­ra­tet, habe mit ei­nem eben­falls ver­hei­ra­te­ten Kol­le­gen ein Ver­hält­nis. Wir ha­ben be­ruf­lich nichts mit­ein­an­der zu tun und uns im­mer in un­se­rer Pri­vat­zeit ge­trof­fen, da­her auch keine Ein­schrän­kung der be­ruf­li­chen Leistung/Arbeit. Pro­blem — der Chef mei­nes Kol­le­gen hat sich in der Ur­laubs­zeit ohne des­sen Zu­stim­mung Zu­griff zum PC ver­schafft und ein­deu­tige Mails, die wir uns ge­schrie­ben ha­ben (nicht über In­ter­net, son­dern Fir­me­nout­look) ge­fun­den. Die­ser Chef hat ihm am 1. Ar­beits­tag mit­ge­teilt, dass er we­gen Ver­trau­ens­bruch kün­di­gen müsse oder ihm frist­ge­recht ge­kün­digt wird. Er würde ihm auch hel­fen bei der Su­che nach ei­nem neuen Job. Die­ser Vor­ge­setzte ist mit sei­nen In­for­ma­tio­nen zum Per­so­nal­chef mar­schiert und eben­falls zur Ge­schäfts­lei­tung. Die Ge­schäfts­lei­tung will mei­nen Kol­le­gen be­hal­ten und der Per­so­nal­chef hat ein­ge­wen­det, dass man eine Masse Mit­ar­bei­ter kün­di­gen müsse, wäre der Kün­di­gungs­grund Miss­brauch des Mails mit pri­va­ten Nach­rich­ten. Mein Kol­lege ist der Mei­nung, dass man uns nichts kann, da sich der Chef straf­bar ge­macht habe, weil er ohne Ein­wil­li­gung Zu­gang zu pri­va­ten Da­ten sei­nes Mit­ar­bei­ters er­langt habe. Darf die­ser Chef die Da­ten wei­ter­ge­ben? Muss ich da­mit rech­nen, dass ich jetzt ge­kün­digt werde, wenn z.B. mein Chef in­for­miert wird? Un­ter­liegt der Chef der Schwei­ge­pflicht bzw. sind pri­vate Da­ten ge­schützt oder kann er mit der Ge­schichte hau­sie­ren ge­hen? Sie müs­sen wis­sen, ich liebe mei­nen Job, ma­che ihn gut und gerne und kann si­cher­stel­len, dass die Be­zie­hung kei­ner­lei ne­ga­tive Aus­wir­kung auf meine Ar­beits­leis­tung hatte. Kann ich we­gen des Schrei­ben von Mails wäh­rend der Ar­beits­zeit ge­kün­digt wer­den oder eine Ab­mah­nung be­kom­men? Wer­den meine Kol­le­gen oder mein Mann dar­über in­for­miert, was der Chef mei­nes Kol­le­gen her­aus ge­fun­den hat oder darf die­ser über die er­wor­be­nen, ver­trau­li­chen pri­va­ten Mails nichts sagen?
Wo­mit ge­nau muss ich jetzt rech­nen ? Wie sieht die Rechts­lage aus? Was kann ich tun und was sollte ich las­sen? Soll ich ein­fach ängst­lich ab­war­ten, was in den nächs­ten Ta­gen ge­schieht oder ein Ge­spräch su­chen und wenn ja, mit wem? Ich habe schreck­li­che Angst, dass die Af­färe be­kannt wird und mir be­ruf­lich wie pri­vat schadet.
DAnn noch als letzte Frage — die Un­ter­la­gen, die sein Chef hat (den Mail­ver­kehr zwi­schen uns) — kann man ihn zur Her­aus­gabe der Da­ten zwin­gen oder kann die­ser die be­hal­ten und mich oder mei­nen Kol­le­gen da­mit ir­gend­wann er­pres­sen? Ich finde es schreck­lich, dass je­mand et­was ge­gen mich in der Hand hat und z.B. mei­nem Chef, mei­nem Mann oder an­de­ren Mit­ar­bei­tern aus der Firma zei­gen könnte.
Bitte um schnelle Be­ant­wor­tung mei­ner Fra­gen, da ich sehr ver­zwei­felt bin und das Spiess­rou­ten­lau­fen und nicht wis­sen wie ich mich ver­hal­ten soll mich kör­per­lich fer­tig macht. Mein Kol­lege ist nach der Mit­tei­lung durch den Chef zu­sam­men ge­bro­chen und ins Kran­ken­haus ge­bracht wor­den. Ich be­fürchte, dass mir das Glei­che bevorsteht.
Danke vorab für Ihr Verständnis.

Daniel_heiniger hat am 19÷8÷2004 geantwortet
Liebe Me­lissa

Also, mit der ge­nauen Rechts­lage kenne ich mich auch nicht prä­zise aus. Da müss­test du schon ei­nen An­walt fra­gen. Aber ich würde mir da keine gros­sen Sor­gen ma­chen.

So­weit ich weiss ist das Post­ge­heim­nis hei­lig und gilt auch für elek­tro­ni­sche Post. Nor­ma­ler Usus in Fir­men ist, dass in mo­de­ra­tem Mass der Ge­brauch der Ar­beits­mit­tel auch für pri­vate Zwe­cke to­le­riert wird. Es sagt ja auch kaum je­mand was, wenn du mal je­mand pri­vat an­rufst und ein paar Mi­nu­ten te­le­fo­nierst. Und sol­che Ge­sprä­che dür­fen auch nicht ab­ge­hört wer­den.

Al­len­falls kann die Firma eine be­son­dere Po­li­tik fest­le­gen, wie ge­nau mit Ar­beits­mit­teln wie PC und In­ter­net und E-Mail usw. ver­fah­ren wer­den darf/kann/soll/muss. Eine all­fäl­lige Über­wa­chung hat sich auf die Auf­zeich­nung von Ver­kehrs­da­ten zu be­schrän­ken (an­ge­ru­fene Ruf­num­mer, Uhr­zeit, Dauer, E-Mail-Adresse) und darf nicht den In­halt um­fas­sen. Bei Te­le­fon­ge­sprä­chen ist eine Auf­zeich­nung er­laubt, wenn sie de­kla­riert wird und wenn sie dazu dient, die Leis­tung zu ver­bes­sern (wenn du z.B. te­le­fo­ni­sche Kun­den­be­ra­tun­gen machst und das Ge­spräch zu Schu­lungs­zwe­cken ver­wen­det wird).

Es scheint mir völ­lig klar, dass sich der Chef wi­der­recht­lich Zu­tritt zu ver­trau­li­chen Da­ten des Mit­ar­bei­ters ver­schafft hat und die­ses Wis­sen auf kei­nen Fall wei­ter­ver­wen­den darf. Die Ge­schäfts­lei­tung und die Per­so­nal­ab­tei­lung ha­ben in die­sem Sinne ja wun­der­bar und kor­rekt rea­giert. Viel­mehr müsste der Chef ab­ge­mahnt wer­den, aber das wird wohl auch nicht pas­sie­ren.

Falls diese In­for­ma­tion zu Dei­nem Chef ge­lan­gen sollte, kannst du so­gar so­weit ge­hen, den Chef dei­nes Freun­des zu ver­kla­gen des­we­gen. Falls er so­weit ge­hen sollte, dass er dich und ihn zu er­pres­sen ver­sucht, dann ist der Schritt zur Po­li­zei der rich­tige. Bzw. Dein Freund sollte in ei­nem sol­chen Fall di­rekt an den Vor­ge­setz­ten sei­nes Chefs ge­hen (oder auch an die Ge­schäfts­lei­tung und das Per­so­nal­we­sen, was sein Chef ja auch ge­macht hat). Meine per­sön­li­che Mei­nung ist, dass er diese in­kri­mi­nie­ren­den Un­ter­la­gen her­aus­ge­ben oder ver­nich­ten muss. Auch das sollte über sei­nen Chef bzw. die Per­so­nal­ab­tei­lung ge­re­gelt wer­den.

Hmmm. Beim er­neu­ten Durch­le­sen fällt mir grad die Sa­che mit dem Kran­ken­haus auf. Ei­gent­lich wäre die Auf­gabe dei­nes Freun­des, sich hier zu weh­ren. Wie ge­sagt, durch Per­so­nal­ab­tei­lung und Vor­ge­setz­ten des Chefs. Da er hier aber be­dau­er­li­cher­weise aus­fällt, kannst du wohl nichts an­de­res tun, als ab­zu­war­ten und zu hof­fen, dass die­ser üble Chef nicht noch wei­ter geht, als er es schon tut.


Falls doch et­was zu dei­nem Chef ge­lan­gen sollte, dann denke ich, dass du die Sa­che ihm ge­gen­über leicht aus­bü­geln kannst, vor­aus­ge­setzt, dass da ein ge­wis­ses Ver­trau­ens­ver­hält­nis da ist. Sag ihm ein­fach, was du mir ge­sagt hast, dass näm­lich diese Ge­schichte deine Ar­beits­leis­tung nicht be­ein­träch­tigt habe und dass du denkst, dass die­ses sehr pri­vate An­ge­le­gen­hei­ten sind, die du selbst re­geln wol­lest.


Ich glaube nicht, dass du im Mo­ment et­was tun kannst. Du kannst nur hof­fen, dass die­ser Chef wie­der zu Ver­stand kommt. Wenn du das Ge­spräch suchst mit ihm, kann das die Sa­che evtl. noch ver­schlim­mern. Je nach­dem, wie gut dein Ver­hält­nis zu dei­nem ei­ge­nen Chef ist, kannst du ihm ge­gen­über ja et­was er­zäh­len. Wenn er Ver­ständ­nis hat, ist al­les in But­ter.


Tschul­di­gung, ich hoffe, dass mein fre­cher Ge­brauch des Du nicht stört.

Und hoffe, dass ich hel­fen konnte

 – Da­niel

Melissa3107 hat am 20÷8÷2004 gefragt:
Hallo Da­niel,
die Be­wer­tungs­funk­tion funk­tio­niert nicht, da­her schi­cke ich dir mei­nen Kom­men­tar als Anschlussfrage:
Das “du” stört mich nicht im ge­rings­ten, es wirkt ver­trau­lich und die­ses Ge­fühl fehlt mir der­zeit in mei­nem Le­ben lei­der. Ich danke dir für die mich doch ziem­lich be­ru­hi­gende Ant­wort. Mein Freund ist seit ges­tern wie­der im Un­ter­neh­men, er hatte al­ler­dings kaum Ge­le­gen­heit mir viel zu er­zäh­len, da er zur Zeit die Füsse ganz still hal­ten müsse. Na­tür­lich kann es nicht so wei­ter­ge­hen wie vor­her. Seit­dem ich ein we­nig be­ru­higt bin, was die be­ruf­li­che Lage an­geht, emp­finde ich nur tiefe Trau­rig­keit, dass et­was so wun­der­ba­res, so viel Glück auf bei­den Sei­ten zu Ende sein muss, ob­wohl es kei­ner von uns will. Wir hat­ten aus Ver­nunft­grün­den ver­ein­bart, dass wir bei un­se­ren Fa­mi­lien blei­ben, schliess­lich konn­ten wir uns das vom Le­ben ge­ben, was je­der zu Hause ver­misst hat. Wir sind ein­fach für­ein­an­der ge­schaf­fen und müs­sen uns jetzt wie­der tren­nen. Es tut schreck­lich weh, aber ich muss es ak­zep­tie­ren. Ich em­finde eine Rie­sen­wut auf sei­nen Chef, der un­ser bei­der Glück so dreist zer­stört hat. Zur Zeit hat mein Freund ei­ni­ges be­ruf­lich am Hals und wie er mir kurz mit­teilte, bro­delt be­reits die Ge­rüch­te­kü­che. Nicht nur mei­net­we­gen, wohl­ge­sagt. Da sind auf sei­ner Seite wohl ei­nige Dinge nicht ganz sau­ber ge­lau­fen oder wer­den vom Chef als Ver­trau­ens­bruch dar­ge­stellt. Man hat mei­nem Freund ges­tern ver­si­chert, dass we­der er noch ich um den Job ban­gen müss­ten. Mit sei­nem Chef habe er sich kurz aus­ge­spro­chen und “ver­tra­gen”. Aber ob eine wei­tere Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen den bei­den un­ter die­sen Um­stän­den mög­lich ist, soll noch ge­klärt wer­den. Heute konnte ich nur we­nige Sätze mit ihm re­den. Er er­klärte mir, dass er sich ein­fach still ver­hal­ten müsse und wir dem­nächst re­den wür­den — pri­vat natürlich.
Noch­mal tau­send Dank für die Ant­wort. Ich weiss nicht, wel­ches Ge­fühl schlim­mer ist und wel­ches leich­ter zu be­wäl­ti­gen ist. Die Tage vol­ler Angst sind zwar vor­bei, da­für bin ich psy­chisch am Bo­den, weil ich das Wun­der­barste auf der Welt ver­lo­ren habe, was ich je — wenn auch nur kurz — be­sass und was ei­gent­lich meine schlimme Ehe auf­recht­er­hielt. Wie ich zu­künf­tig ohne die­sen Trost wei­ter­le­ben kann, das weiss ich heute noch nicht. Ich habe eine ziem­lich harte Zeit vor mir, bete aber, dass ich nie wie­der be­fürch­ten muss, dass et­was be­ruf­li­ches hinterherkommt.
Vie­len Dank, du hast mir wahn­sin­nig ge­hol­fen in mei­ner Verzweiflung.
Me­lissa.

Daniel_heiniger hat am 23÷8÷2004 geantwortet
Gut. Freut mich, dass ich Dir hel­fen konnte

 – Da­niel

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Erstellt am Donnerstag, der 19. August 2004
Unter: Beziehungsratschläge, Wetellyou | 1 Kommentar »

Ex-Freund


Ann_2001 hat am 13÷8÷2004 gefragt:
Ich bin et­was län­ger als ein Jahr mit mei­nem Ex-Freund zu­sam­men ge­we­sen. Er hat An­fang Juli mit mir schluss ge­macht mit der Be­grün­dung, dass er mich nicht mehr liebt.
Er sagt, dass sei eine wun­der­schöne Be­zie­hung zwi­schen uns ge­we­sen und er wünscht sich seine Ge­fühle und die Be­zie­hung zu­rück. Wir ha­ben die letz­ten zwei Wo­chen sehr viel mit­ein­an­der ge­macht, weil er Ur­laub hatte. Wir wa­ren schwim­men, im Kino, shop­pen, abends mal was trin­ken etc. Es war sehr schön. Wir ver­ste­hen uns su­per, aber ich möchte halt mehr.
Er nimmt mich stän­dig in den Arm etc. Am Mon­tag musste er wie­der ar­bei­ten und ich habe mich nicht bei ihm ge­mel­det und am Diens­tag ha­ben wir te­le­fo­niert. Er sagte mir, dass er halt jetzt et­was Ab­stand möchte. Also, er möchte zwar Kon­takt, aber nicht so viel um zu se­hen ob da noch Ge­fühle sind, wel­che über Freund­schaft hin­aus ge­hen. Ich finde das ja auch gut, weil er uns dann noch nicht auf­ge­ge­ben hat. Ich habe mich ges­tern und heute nicht bei ihm gemeldet.
Er ist mir als Mensch sehr, sehr wich­tig und ich ihm auch. Er sagte, dass es ihn ver­let­zen würde, wenn ich gar nicht mehr da wäre, weil er mir sehr ver­traut. Er ist ein sehr ver­schlos­se­ner Mensch, der al­les mit sich selbst aus macht. Ab­ge­se­hen da­von, fällt es ihm auch schwer Ge­fühle zu zei­gen und wenn er sich nicht mel­den will, dann macht er das auch nicht.
Selbst wenn wir nicht mehr zu­sam­men kom­men, würde ich den Kon­takt nie ab­bre­chen, weil er mir sehr wich­tig ist und weil ich ihm auch sehr ver­traue. Ich kann ihm al­les sagen.
Vor ein paar Wo­chen hat er mir in ei­ner Mail ge­schrie­ben, dass er im­mer noch Hoff­nung hat und diese Hoff­nung nicht auf­ge­ben wird in Be­zug auf Ge­fühle und eine Beziehung.
Die Be­zie­hung war mit ihm sehr schön. Na­tür­lich ha­ben wir uns auch mal ge­strit­ten, was ja auch nor­mal ist, aber ich habe ei­nen gros­sen Feh­ler ge­macht. Ich habe ihn ein­ge­engt. Ich habe ihn je­den Tag di­rekt nach der Ar­beit an­ge­ru­fen, so dass er keine Mög­lich­keit hatte, sich auf den An­ruf ein­zu­stel­len oder sich über­haupt aus­ru­hen zu kön­nen. Des­wei­te­ren ha­ben wir meh­rere Sms am Tag ge­schrie­ben, wir ha­ben uns ein­mal die Wo­che ge­se­hen und dann noch von Sams­tag­nach­mit­tag bis Sonn­tag­abend die Zeit mit­ein­an­der ver­bracht. Wir ha­ben am Wo­chen­ende sel­ten et­was ge­trennt gemacht.
Er hat auch schon mal zu mir ge­sagt, dass wir nicht je­den Tag mit­ein­an­der te­le­fo­nie­ren müss­ten oder das wir je­des Wo­chen­ende mit­ein­an­der ver­brin­gen müss­ten, aber ich habe das nicht re­gis­triert. Ich habe nicht über die Kon­se­quen­zen nach­ge­dacht. Für mich war das al­les selbst­ver­ständ­lich und ok.
Ich habe ihm ge­sagt, dass ich ei­ni­ges an­ders ma­chen würde, wenn wir noch ein­mal eine Chance hät­ten. ich habe ihm ge­sagt, dass ich den Kon­takt et­was ver­rin­gern würde, also, dass ich ihm mehr Frei­raum las­sen würde und das wir auch mal et­was al­leine un­ter­neh­men wür­den etc.
Im Mo­ment ver­su­che ich ihm das aus­ser­halb der Be­zie­hung zu zei­gen, dass ich das kann. Ich habe zwar erst spät ge­merkt, dass ich ihn ein­ge­engt habe, aber ich hoffe nicht, dass es schon zu spät ist.
Ist es aus­sichts­los oder gibt es noch ir­gend­eine Möglichkeit?

Daniel_heiniger hat am 15÷8÷2004 geantwortet
Liebe Ann_2001

Hoff­nung gibt es im­mer. Ins­be­son­dere so­lange beide Sei­ten be­reit sind, et­was zu tun für die Be­zie­hung (wie das bei euch ja der Fall zu sein scheint) und sie nicht ein­fach sau­sen zu las­sen.


Du (ge­nauso wie er, aber dar­auf hast du we­nig bis kei­nen Ein­fluss) soll­test die Ge­le­gen­heit nut­zen, und über dich selbst nach­den­ken und daran rei­fen. Wenn ich Dir die­sen Rat ge­ben darf: Ich würde dar­über nach­den­ken, was ge­nau dich zu dem Ver­hal­ten bringt, was ihn of­fen­sicht­lich ver­treibt, bzw. was dazu führt, dass er Ab­stand hal­ten will, Dis­tanz sucht. Du schreibst von zu en­gem Kon­takt, von zu­we­nig Frei­räu­men, da­von, dass du ihm mehr­mals am Tag SM­Sen schreibst und ei­gent­lich auch Ant­wort er­war­test. Aus wel­chen Grün­den tust du das? Kann es sein, dass es eine un­be­stimmte Angst ist? Viel­leicht die Angst vor dem Al­lein sein? Die Angst, nicht ge­liebt zu wer­den? Die Angst, ver­las­sen zu wer­den? Angst vor Lan­ge­weile? Fühlst du dich wohl, auch ganz mit dir al­leine? Hast du Freun­din­nen, mit de­nen du Kon­takt pflegst und mit de­nen du dich aus­spre­chen kannst?


Meine per­sön­li­che Mei­nung ist, dass man erst rich­tig auf an­dere Men­schen zu­ge­hen und enge Be­zie­hun­gen pfle­gen kann, wenn man sich in sei­ner ei­ge­nen Haut wohl fühlt. An­sons­ten pro­ji­ziert man seine Wün­sche, Sehn­süchte und Be­dürf­nisse auf den oder die an­de­ren Men­schen, und diese füh­len sich meist recht schnell be­drängt da­durch. Wie man das al­ler­dings er­reicht, ist sehr un­ter­schied­lich und in­di­vi­du­ell. Die ei­nen pfle­gen ihre liebs­ten Hob­bies und ge­hen ganz darin auf. An­dere trei­ben viel Sport und lie­ben es, auf diese Weise ih­ren Kör­per zu spü­ren. Wie­der an­dere ge­hen zu ei­nem The­ra­peu­ten, der mit ih­nen auf psy­cho­lo­gi­scher Ebene ar­bei­tet. Was ge­nau für dich das rich­tige ist, kann ich na­tür­lich nicht be­ur­tei­len, aber ich möchte dich er­mu­ti­gen, dir dar­über Ge­dan­ken zu ma­chen. Ins­be­son­dere ist es keine Schande, zu ei­nem Psy­cho­lo­gen zu ge­hen und sich dort ein­ge­hend be­ra­ten zu las­sen. Ich selbst bin jah­re­lang bei Psy­cho­lo­gen in Be­hand­lung ge­we­sen und es hat mir sehr gut ge­tan.


Ich hoffe, dass ich hel­fen konnte.


Herz­li­che Grüsse

 – Da­niel

Ann_2001 hat am 15÷8÷2004 gefragt:
Es geht hier aber nicht um mich son­dern viel mehr darum, was ich jetzt tun kann.
Dein Rat­schlag hat mir nicht weitergeholfen.
Er sagt zu mir, dass er mich nicht mehr liebt, aber auf der an­de­ren Seite sagt er, dass er sich die Ge­fühle und die Be­zie­hung zu­rück wünscht. Kann man da­von aus­ge­hen, dass dies ein Wi­der­spruch ist? Für mich hört es sich so an.
Es geht auch nicht darum, dass wir an der Be­zie­hung ar­bei­ten müs­sen. An wel­cher Be­zie­hung? Im Mo­ment ha­ben wir keine Be­zie­hung und die wird es so lange auch nicht ge­ben bis seine Ge­fühle wie­der da sind oder bis er viel­leicht merkt, dass da noch Liebe ist. Erst dann kön­nen wir daran ar­bei­ten, aber vor­erst geht das nun mal nicht.
Ich glaube, Du hast Dir mei­nen Bei­trag nicht wirk­lich durch­ge­le­sen. Ich habe um ei­nen Rat­schlag ge­be­ten, aber al­les was Du tust, sind mir Fra­gen zu stel­len bzw. ir­gend­was über mich zu schrei­ben. Es geht aber um ihn und mich und ich möchte wis­sen, was ich von sei­nen Aus­sa­gen hal­ten soll, ob es sich lohnt über­haupt noch zu kämp­fen und was ich jetzt tun soll? Freunde sa­gen, nimm Ab­stand. Melde Dich nicht bei ihm. Mir wird ge­sagt, wenn Du Dich nicht mel­dest, kann er mer­ken, was er ver­lo­ren hat, aber mit Kon­takt nicht.
Es ist aber so schwer sich nicht bei dem Men­schen zu mel­den, den man liebt. Wie gerne würde ich mit ihm ein­schla­fen oder ein­fach nur auf dem Sofa lie­gen und mit ihm ei­nen Film gu­cken ohne grosse Worte. Ich liebe ihn und es tut weh, wenn man nicht weiss ob diese Liebe von dem Men­schen er­wi­dert wird.

Daniel_heiniger hat am 16÷8÷2004 geantwortet
Ja, da­von kannst du aus­ge­hen, dass das ein Wi­der­spruch ist, was er sagt.

Ein kon­kre­ter Rat­schlag fällt mir schwer zu ge­ben. Auch wenn du es nicht gerne hörst: Wahr­schein­lich ha­ben deine Freunde recht. Für dich ist es im Au­gen­blick wohl das Beste, wenn du Ab­stand hältst. Dar­auf, ob seine Ge­fühle zu dir zu­rück­keh­ren, hast du we­nig Ein­fluss. Da kannst du höchs­tens de­zent in der Nähe blei­ben, ohne auf­dring­lich zu sein, und dich da­durch im­mer wie­der bei ihm in Er­in­ne­rung ru­fen.


Es ist mir aber klar, dass das teuf­lisch weh tut. Be­son­ders wenn du dich so nach ihm sehnst, wie du schreibst, von we­gen gerne mit ihm ein­schla­fen wol­len und mit ihm auf dem Sofa lie­gen und ei­nen Film schauen und so. Ich kann das sehr gut nach­füh­len. Aber gleich­zei­tig kann ich dir nicht hel­fen da­bei. Im Mo­ment musst du wohl oder übel da­von aus­ge­hen, dass er deine Liebe nicht er­wi­dert. So sehr dich das auch schmerzt. Erst wenn er von sich aus wie­der auf dich zu kommt, könnt ihr zu­sam­men ei­nen neuen An­fang ma­chen. Ge­duld und die Be­reit­schaft, dei­nen Schmerz zu er­tra­gen ist das ein­zige, was dir im Au­gen­blick wei­ter hilft.


Tut mir leid, dass ich dir nicht bes­ser hel­fen konnte

 – Da­niel

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Erstellt am Freitag, der 13. August 2004
Unter: Beziehungsratschläge, Wetellyou | Keine Kommentare »

Un­fai­rer Freund

 

Be­nisa hat am 4÷2÷2004 gefragt:
  Mein bes­ter Freund spielt ein to­tal ko­mi­sches Spiel mit mir. Er ver­setzt mich stän­dig und ist im­mer nach­tra­gend! Es tut ver­dammt weh! Ich weiss mit­ler­weile nicht mehr was ich tun soll. Er geht mir aus dem weg so­bald ich mit ihm ein klä­ren­des Ge­spräch füh­ren will. Ich weiss ein­fach nicht mehr wei­ter! Bitte hilf mir!

Daniel_heiniger hat am 4÷2÷2004 geantwortet
  Liebe Be­nisa

Wenn er nicht be­reit ist, ein klä­ren­des Ge­spräch zu füh­ren, dann führt wohl nur das wei­ter, dass Du ihn im Re­gen ste­hen lässt. Lass ihn all­fäl­lig noch wis­sen, dass Du nicht so mit Dir um­sprin­gen lässt, wie er das tut. Und da­nach: Ver­giss ihn ein­fach. Auch wenn Dir das nicht leicht fällt, und es Dir am An­fang mehr Schmer­zen be­rei­tet als jetzt.

Viel­leicht ändert sich dann ja et­was bei ihm. Das wäre umso er­freu­li­cher. Viel­leicht aber auch nicht. Dann war es wohl Zeit, diese Freund­schaft ab­zu­schlies­sen und sich an­de­ren Men­schen zu­zu­wen­den.

Herz­li­che Grüsse

 – Da­niel

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Erstellt am Mittwoch, der 4. Februar 2004
Unter: Freundschaften, Wetellyou | Keine Kommentare »

lie­bes­kum­mer

 

Annika_2001 hat am 8÷11÷2003 gefragt:
mein freund und ich ha­ben uns vor 6 mo­na­ten nach 6 jah­ren be­zie­hung ge­trennt. haupt­grund für mich war, dass ich mich zu je­man­den an­de­ren hin­ge­zo­gen fühlte. doch der­je­nige weiss nichts da­von. nun musste ich be­grei­fen, dass was ich mir an ei­nem part­ner wün­sche mein ex­freund ver­kör­pert. manch­mal kommt diese ein­sicht zu spät. mein ex­freund und ich ha­ben im­mer noch ein sehr gu­tes ver­hält­nis, weil wir beide merk­ten wie wich­tig wir uns sind. wir schla­fen auch noch mit­ein­an­der, was na­tür­lich nicht so gut ist. er meint für ihn ist schluss, an­de­rer­seits sagt er mir, das er je­den tag an mich denkt und mich sehr lieb hat. er ist zu mir und zu sich selbst sehr wi­der­sprü­chig. ei­ner­seits will er mich se­hen, ob­wohl ich zu ihm meinte, dass ein ab­stand für mich bes­ser wäre. aber an­de­rer­seits sagt er mir es ist schluss und er ver­steht es nicht wa­rum ich auf ein­mal diese star­ken ge­fühle für ihn hege. ich weiss auch nicht wa­rum sie wie­der da sind. aber es hat mir ein­fach ge­zeigt, dass egal was war oder ist, er im­mer für mich da ist. er nimmt mich so wie ich bin, hat sehr viel ge­duld ge­habt, mich im­mer zum la­chen ge­bracht, egal wie es mir ging etc. ich war im­mer dar­auf be­dacht ei­gen­stän­dig und un­ab­hän­gig zu sein, weil ich glaubte kein mann könnte mei­nen an­sprü­chen ge­recht wer­den. ich muss zu­ge­ben ich bin ein sehr schwie­ri­ger und stu­rer mensch, aber er hat es im­mer ak­zep­tiert und hat sich im­mer um mich be­müht. z.b. be­män­gelte ich, dass er mir sel­ten blu­men ge­schenkt hat, heute weiss ich ein auf­mun­tern­des la­chen von ihm, war viel mehr wert. ich hatte viele schwere kri­sen zu be­wäl­ti­gen, aber er hat mich im­mer un­ter­stützt und zu mir ge­hal­ten. ich be­reue wirk­lich den tag an den wir uns ge­trennt ha­ben. für ihn war der tren­nungs­grund mein dis­tan­zier­tes und un­mög­li­ches ver­hal­ten. weil ich dachte, das der an­dere mich mehr in­ter­es­siert. aber ich will den gar­nicht mehr. auch wenn ich weiss,dass er was von mir möchte. nur wird kei­ner das ver­kör­pern, was mein ex­freund für mich ist. es ist schwer mit die­ser spä­ten ein­sicht le­ben zu müs­sen. sie se­hen es ist mir sehr wich­tig, rat ein zu­ho­len. nun meine frage, wie be­komme ich ihn zu­rück? na­tür­lich lasse ich ihn wei­tes­ge­hend in ruhe und kon­fron­tiere ihn nicht stän­dig mit mei­nen ge­dan­ken und ge­füh­len. aber ich be­reue so sehr die­sen schritt ge­macht zu haben

Daniel_heiniger hat am 9÷11÷2003 geantwortet
Liebe An­nika

Es gibt nichts an­de­res als Of­fen­heit und Ehr­lich­keit. Dir selbst als auch Dei­nen Mit­men­schen ge­gen­über.

Ihm machst Du die Sa­che ge­rade nicht ein­fach. Ich stelle mir vor, dass er ziem­lich ver­wirrt sein muss. Ei­ner­seits machst Du Schluss, weil Dich ein an­de­rer mehr in­ter­es­siert, aber gleich­zei­tig schläfst Du im­mer noch mit ihm. Das muss ihn doch ver­wir­ren und muss ihm weh tun. Mit die­sem Schmerz muss er selbst fer­tig wer­den.
 


Von Dei­ner Seite her sehe ich nichts an­de­res, als dass Du ihm rei­nen Wein ein­schen­ken musst. Über die Gründe des Schluss ma­chens vor 6 Mo­na­ten, als auch über die Er­kennt­nisse, die Du seit­her ge­won­nen hast. Viel­leicht, aber nicht mit Si­cher­heit, ist es mög­lich, die Be­zie­hung zum Ex wie­der neu auf­zu­bauen. Nor­ma­ler­weise würde ich sa­gen, dass man das Ver­gan­gene ver­gan­gen las­sen soll. Was vor­bei ist, ist vor­bei, und in die Zu­kunft schauen bringt mehr als an Ver­gan­ge­nem fest­hal­ten. Ich habe aber selbst die Er­fah­rung ge­macht, dass es mög­lich ist, schwie­rige Si­tua­tio­nen zu über­win­den und wie­der ei­nen Weg zu­ein­an­der fin­den zu kön­nen.


Ich habe mich vor zwei Jah­ren selbst von mei­ner Frau ge­trennt, weil ich dachte, sie nicht mehr aus­hal­ten zu kön­nen. Nach ei­ner mehr­mo­na­ti­gen an­de­ren Liebe kam ich zur Er­kennt­nis — und da­bei hat mir diese Frau auch ge­hol­fen — dass ich die Be­zie­hung zu mei­ner Frau gar nicht wirk­lich be­en­den will. Wir be­we­gen uns jetzt wie­der auf­ein­an­der zu, be­su­chen uns meist am Wo­chen­ende, und über­le­gen so­gar, wie­der eine ge­mein­same Woh­nung zu neh­men. Dass das mög­lich wurde, er­for­derte, dass ich mich in­ten­siv mit mir selbst und mei­nen Wün­schen aus­ein­an­der­setzte, un­ter an­de­rem auch in ei­ner The­ra­pie. Eben­falls war der Wille not­wen­dig, dass beide Sei­ten über ih­ren Schmerz und ihre Wün­sche re­den konn­ten.


Des­halb mein Hin­weis an Dich: Ja! Gib nicht auf! Ihn “wei­test­ge­hend in Ruhe” zu las­sen und nicht “stän­dig mit mei­nen Ge­dan­ken und Ge­füh­len” zu kon­fron­tie­ren ist ei­ner­seits löb­lich, weil Du ihn of­fen­bar nicht über­for­dern willst, an­de­rer­seits ist wohl ge­nau das not­wen­dig: Dass Du Deine Ge­dan­ken und Ge­fühle so of­fen und ehr­lich wie mög­lich aus­sprichst / auf­schreibst und ihm mit­teilst. Da­bei sollte ein Dia­log ent­ste­hen, in­dem beide Sei­ten gleich­viel An­recht ha­ben dar­auf, eben­diese Ge­dan­ken und Ge­fühle aus­spre­chen zu dür­fen. Na­tür­lich wirst Du es Dir ge­fal­len las­sen müs­sen, dass er Dir Vor­würfe macht, dass er Dir sei­nen Schmerz vor­hält. Da Du das ver­ur­sacht hast, ist das nichts als Ge­recht. Da­mit musst Du um­ge­hen kön­nen.


Wenn das mög­lich ist, und beide wirk­lich be­reit sind, auf­ein­an­der ein– und zu­zu­ge­hen, dann ist eine neue An­nä­he­rung mög­lich.


Herz­li­che Grüsse

 – Da­niel

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Erstellt am Samstag, der 8. November 2003
Unter: Beziehungsratschläge, Wetellyou | Keine Kommentare »

ex


Aka­sha hat am 8÷11÷2003 gefragt:
Ich habe ein Pro­blem das mich nicht los­lässt; Mein Ex hat im Juni mit mir schluss ge­macht weil er mich nicht mehr liebte. Da­mals war ich am Bo­den zer­stört, da ich ihn noch liebte u weil ich sonst schon keine ein­fa­che zeit vor mir hatte. er hat mir da­mals ver­spro­chen trotz­dem im­mer für mich da zu sein. doch das war er na­tür­lich dann nicht, ich hätte ihn ein­fach sehr ge­braucht, nicht un­be­dingt als freund, son­dern ein­fach als gu­ten kol­le­gen der für mich da ist. ich fing ihn dan an zu has­sen, weil es schien als hätte er die 10 mo­nate ein­fach ver­ges­sen, er hatte auch 2monate spä­ter wie­der eine freun­din. jetzt weiss ich ei­gentli das es das beste war das er schluss ge­macht hat, weil wir nie zu­ein­an­der ge­passt ha­ben und ich mich ihm sehr an­ge­passt habe, mit an­de­ren wor­ten ich habe zt mich selbst auf­ge­ge­ben und war nicht mehr das freche,coole girl das ich vor ihm war. ich liebe ihn auch nicht mehr und würde nie mehr mit ihm et­was an­fan­gen, aber trotz­dem muss ich oft an ihn den­ken (es er­in­nern mich sehr viele dinge an ihn) und über­lege wie er es wohl mit sei­ner Neuen hat (ob er wohl man­che dinge mit ihr auch macht, die er mit mir ge­macht hat, etc.) und wieso er so mies zu mir ge­we­sen ist.. ich möchte aber diese ge­dan­ken gar nicht ha­ben, ich möchte ihn ein­fach ver­ges­sen, ihn aus mei­nem kopf ver­ban­nen! aber wie ich das tun soll weiss ich nicht und ich weiss nicht ob ich ihm schrei­ben sollte um ihm zu sa­gen was für ei­ner er ist..

Daniel_heiniger hat am 9÷11÷2003 geantwortet
Liebe Aka­sha

So sehr wir uns auch wün­schen, die Ver­gan­gen­heit un­ge­sche­hen und ver­ges­sen zu ma­chen — es geht nicht. Schliess­lich sind wir zu dem ge­wor­den, was wir heute sind, in­dem wir un­sere ei­gene Ver­gan­gen­heit durch­lebt ha­ben und nicht an­ders. Wäre sie nicht ge­we­sen, wä­ren wir ein an­de­rer Mensch.

So, und nach die­sen eher phi­lo­so­phi­schen Über­le­gun­gen zu eher prak­ti­schen Din­gen: Wie kann ich Dir hel­fen, ihn zu ver­ges­sen? Ich fürchte, das kann ich nicht. Darum geht es auch nicht. Er wird im­mer ein Teil Dei­ner Ver­gan­gen­heit sein. Ich denke, das ein­zige, was Du tun kannst, ist, Dir selbst und an­de­ren ge­gen­über ehr­lich sein, und Deine Ge­dan­ken und Ge­fühle wahr­zu­neh­men und aus­zu­spre­chen. Viel­leicht nie­der­zu­schrei­ben. Führst Du Ta­ge­buch? Ein Brief an ihn kann eben­falls hilf­reich sein. Al­ler­dings sollte er im Be­wusst­sein ver­fasst wer­den, dass er nicht ant­wor­ten muss und wird. Du willst ihm ein­fach mit­tei­len, was Du ihm zu sa­gen hast. Ein Mo­no­log also. Und mög­li­cher­weise ver­fasst Du den Brief und schickst ihn am Ende gar nicht ab. Weil es ge­nügt, dass Du Dir klar­ge­wor­den ist, was Deine Bot­schaft an ihn ist. Und dann kannst Du Dich neuen Din­gen in Dei­nem Le­ben zu­wen­den. Im Be­wusst­sein, dass Du die­sel­ben Feh­ler nicht noch ein­mal be­ge­hen willst (und viel­leicht trotz­dem tust, aber das kannst Du dann mit Hu­mor neh­men).


Ge­dan­ken nicht ha­ben zu wol­len funk­tio­niert nicht. Wenn man sie hat, dann hat man sie. Punkt.


Herz­li­che Grüsse

 – Da­niel

Link zum Ori­gi­nal­post bei wetellyou.ch

Erstellt am
Unter: Beziehungsratschläge, Wetellyou | Keine Kommentare »