Dieser Artikel entstand aufgrund einer von Pierre Foglia am 16. Mai 2009 in der kanadischen Zeitung “La Presse” erzählten Geschichte.
Das überraschende Ergebnis erlaubt es, die Logik der Ökonomie besser zu verstehen. Vielen Dank an den Autor.
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Erstellt am Mittwoch, der 16. November 2011
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Eine alte Frau nahm sich einen Plastiksack für ihre Einkäufe, und die Kassierin warf ihr vor, nicht ökologisch zu handeln. Die Kassierin sagte zu der Frau, dass die Generation der alten Dame den Umweltschutz überhaupt nicht verstünde; dass es ausschliesslich die Jungen seien, die für die alte Generation bezahlen müssten, welche die ganzen natürlichen Ressourcen verschwendet habe! Die alte Frau entschuldigte sich und erklärte: «Es tut mir leid, wir hatten damals, zu meiner Zeit, keine ökologische Bewegung.» Als sie den Laden verliess, mit unbehaglicher Mine, setzte die Kassierin, eisig, hinzu: “Es sind Leute wie Sie, die auf unsere Kosten die ganzen Ressourcen ruiniert haben. Ist doch wahr, ihr habt damals überhaupt keine Rücksicht genommen auf die Umwelt!”
Die alte Dame wandte ein, dass man damals die Milchflaschen und auch die Colaflaschen in den Laden zurückbrachte. Der Laden hat sie in die Fabrik zurückgeschickt, wo sie gewaschen, sterilisiert, und erneut abgefüllt wurden; man benutzte dieselbe Flasche mehrere Male. Und sie fügte hinzu: Damals, zu meiner Zeit, hat man die Flaschen ganz reell rezykliert, aber man kannte keinen Umweltschutz.
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Erstellt am Dienstag, der 23. August 2011
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Frage eines Kunden von mir:
Guten Tag Herr Heiniger
Ich möchte ein Bild aus meiner Webseite löschen. Dieses Bild ist gelöscht auf der Homepage und in der Mediathek meines CMS. Es taucht aber immer noch auf, wenn ich in der Google Bildersuche danach suche. Können Sie mir helfen, wie ich dieses Bild für immer und ewig los werde?
Herzlichen Dank im Voraus und sonnige Grüsse
Meine Antwort darauf:
Wie ich auf Nachfrage von Ihrem Chef hörte, bekamen Sie Post von einem Anwalt, der als Vertreter des Urhebers des betreffenden Bildes Unterlassung und Schadenersatz fordert. Sie hatten das besagte Bild von einer anderen Webseite heruntergeladen und auf der Webseite Ihres Arbeitgebers verwendet.
Ich weiss nicht, ob Ihnen das bekannt ist: Das Urheberrecht gibt dem Urheber künstlerischer Werke weitgehende Freiheit in die Hand, über die Verwendung seiner Werke frei zu verfügen. Er darf für jeden Einsatz Lizenzgebühren verlangen. Weiterlesen »
Erstellt am Montag, der 11. Juli 2011
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Manchmal frage ich mich schon, wie weit Politiker und Wirtschaftsführer von der Realität der Bevölkerung entfernt sind. Da wundert man sich doch landauf, landab darüber, wie die Schweizer Bevölkerung mit einer Dreiviertelmehrheit die Logik über Bord werfen konnte und verantwortungslos zukünfitgen Pensionierten Geld zuspricht, das diese gar nicht selber erspart haben.
Nun ja, wie soll ich sagen: Die Bevölkerung hat in den letzten Jahren anschaulich gelernt:
- Dass Reiche hemmungslos den Steuerwettbewerb ausnutzen und dorthin ziehen, wo sie keine oder nur wenig Steuern zahlen müssen
- Oder aber sie hinterziehen gleich ihre Steuern und verschieben ihr Geld heimlich in ein Land mit Bankgeheimnis.
- Investmentbanker verzocken nicht nur ihr eigenes Geld, sondern auch dasjenige ihrer Kunden hemmungslos an der Börse.
- Dabei scheuen sie nicht davor zurück, die Kunden mit falschen oder unklaren Versprechungen in Investitionen zu locken, die diese eigentlich gar nicht wollen und auch nicht verstehen, solange nur der eigene Umsatz und somit der Bonus stimmt.
- In guten Zeiten kassieren sie schwindelerregende Boni und in schlechten Zeiten ist keiner verantwortlich, und der Steuerzahler trägt die Verluste.
- Das vom Steuerzahler zur Rettung eingeschossene Geld wird so rasch wie möglich absorbiert und zur Fortführung der Bonus-Party eingesetzt. An eine Rückzahlung der Rettungsgelder nach erfolgreicher Rettung denkt natürlich keiner. Wozu auch.
- Nachdem der Staat das Führen von Pensionskassenguthaben für alle Arbeitgeber obligatorisch macht, ergattern sichVersicherungen so rasch wie möglich ein schönes Teil dieses lukrativen Kuchens. So viel Sparzins wie möglich für die Versicherten zu erwirtschaften liegt nicht in ihrem Interesse, stattdessen wird zusätzliche Rendite lieber als Gewinn abgeschöpft.
- Das Führen von eigenständigen Pensionskassen wird durch staatliche Vorschriften so kompliziert gemacht, dass ein Heer vonFinanzberatern und Anwälten nötig wird, die sich hier eine goldene Nase verdienen können. Die Verwaltungskosten gering zu halten liegt nicht in ihrem Interesse, im Gegenteil.
- Politiker lassen sich von der Wirtschaft für irgendwelche Mandate offen oder verdeckt bezahlen und verwandeln sich so vom Volks– zum Interessenvertreter.
So ist heutzutage klar: Ich (und viele andere Leute auch) fühlen sich von der Politik nicht vertreten. Ebenfalls ist Ethik und Moral offensichtlich ein Fremdwort geworden für alle diejenigen, die sie sich eigentlich leisten könnten. Warum wird von mir Vernunft, Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit erwartet, wo mir doch von dutzenden von Vorbildern in Politik und Wirtschaft die Hemmungslosigkeit vorgemacht wird? Warum wird von mir (und anderen kleinen Bürgern) Solidarität erwartet, wo es doch immer offensichtlicher ist, dass nur der Eigennutz zählt? Dass alle anderen nur verarscht werden, wo es nur geht?
Na bitte!
Erstellt am Donnerstag, der 11. März 2010
Unter: Politik, Wirtschaft | Keine Kommentare »
Immer mehr fällt auf, dass unsere Strassen, aber auch das SBB-Netz, überlastet sind. Die Rezepte, die die Politiker, insbesondere die Linken, anbieten, wollen alle nicht so richtig gefallen:
- Road pricing: Alle die Idioten, die auf der Strasse unterwegs sind, wenn sowieso alles verstopft ist, sollen dafür auch noch zahlen. Mir ist schon klar, dass die Idee ist, den Verkehr von den Stosszeiten weg zu verschieben und besser über den Tag zu verteilen. Nur wird das nicht funktionieren, solange die Arbeitszeiten einigermassen klar geregelt sind und die Leute nicht lieber von Mittag bis Mitternacht arbeiten.
- Strassen verschmälern oder aufheben, weil wo keine Strasse, da auch kein Verkehr: Auch das ist sicherlich nett gemeint, aber die Leute fahren ja mit dem Auto da hin, wo sie hin müssen. Es werden somit unterwegs einfach andere Strassen noch stärker belastet, und ans Ziel müssen die Leute ja trotzdem. Beispielsweise in die Stadt Zürich, weil da der Arbeitsplatz ist.
- Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr: Nett gemeint, aber auch dort steht man sich ja inzwischen auf den Füssen herum. Da warte ich lieber sitzend im Stau als dass ich eine halbe Stunde lang stehen muss.
- Teurere Billettpreise während den Stosszeiten: Auch das wird so wenig funktionieren wie das Road pricing, ausser dass die arbeitende Bevölkerung für etwas bestraft wird, für das sie nichts kann.
Der Punkt ist doch der: Jahrzehntelang wurde uns von den Wirtschaftsführern und den Politikern eingehämmert, dass wir flexibler sein müssen und auch Arbeitsstellen annehmen sollen, die etwas weiter weg sind. Wir sollen bereit sein zu pendeln. Ein Arbeitsweg von bis zu zwei Stunden hin und zwei Stunden zurück soll ja gemäss Arbeitsamt akzeptabel sein. Aber genau das ist doch die Ursache des drohenden Verkehrskollapses. Liebe Politiker, liebe Wirtschaftsführer: Die Situation auf unseren Strassen und in unseren Zügen ist das Resultat dieser jahrzehntelangen Politik. Jetzt habt ihr den Salat! Die Bevölkerung hat es inzwischen begriffen. Und pendelt immer weiter an den Arbeitsplatz. Und jetzt wird sie dafür bestraft, indem sie auf der Fahrt im Zug stehen, oder im Auto zusätzliche Steuern bezahlen oder im Stau warten soll.
Die Lösung des Verkehrsproblems könnte doch auch ganz einfach sein:
- Förderung der Integration von Wohnzonen und Arbeitsplätzen, damit die Leute gar nicht mehr so weit pendeln müssen. Das entlastet die Strassen und Züge ungemein.
- Und: Wieder weg kommen von der Idee, dass wir immer und jederzeit Mobil sein müssen um jeden Preis.
Erstellt am Dienstag, der 9. März 2010
Unter: Autos, Politik | Keine Kommentare »
- weil eine zentrale Speicherung der Fingerabdrücke gefährlich und nicht nötig ist,
- weil der integrierte Funkchip zu Sicherheits– und Datenschutzproblemen führt,
- weil Fingerabdrücke leicht kopiert und nachgemacht werden können,
- weil Zollbeamte nicht durch Maschinen ersetzt werden sollen,
- weil die neuen Ausweise teuer und mühsamer erhältlich,
- weil sie nur noch an wenigen Orten ausgestellt werden,
- und weil die Wahlfreiheit wegfällt.
Deshalb habe ich das von Kire entwickelte Eselsohr zur Abstimmung in meinen Blog eingebaut. Seine Argumentation ist fundiert. Weiterlesen »
Erstellt am Donnerstag, der 16. April 2009
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Ich bin ja sonst nicht so der politische Typ. Aber kürzlich hat mich jemand auf eine Kampagne aufmerksam gemacht: Bei gemeinsamgegenarmut.ch handelt es sich um den schweizer Ableger einer internationalen Kampagne, die von der UNO unter dem Namen “Milleniumskampagne” gefördert wird. Die passende deutsche Homepage ist hier. Eine weitere Homepage über die Milleniumskampagne ist hier. Diese acht Ziele halte ich für sinnvoll und wichtig, selbst wenn man über einzelne Dinge diskutieren kann. Beispielsweise werde ich das Gefühl nicht los, dass Entwicklungshilfe in vielen Ländern wenig bringt, ausser dass sie die Taschen der korrupten Regierungsbeamten oder von mafiösen Organisationen füllt. Nichtsdestotrotz soll man es wohl immer wieder versuchen, weil die Ungerechtigkeit und Chancenungleichheit auf dieser Erde halt nach wie vor frappant ist.

Immerhin ist ein kleiner Lichtblick, dass durch die gerade eben abgeschlossenen Wahlen in den USA die schlimmsten Republikaner an Macht verloren haben und die Demokraten wieder eine Gelegenheit erhalten, zu Beweisen, dass es auch anders geht.
Ich empfehle, mitzumachen bei gemeinsamgegenarmut.ch und die Ziele zu unterstützen.
Erstellt am Mittwoch, der 5. November 2008
Unter: Politik, Wirtschaft | 1 Kommentar »