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Als Gott die Frau erschuf

Als Gott die Frau erschuf, arbeit­ete er spät am 6. Tag.

Ein Engel kam vor­bei und fragte: “Warum so viel Zeit mit ihr verbringen?”

Der Herr antwortete. “Hast du alle Spez­i­fika­tio­nen gese­hen, die ich umset­zen muss, um sie zu formen?”

 

Der Engel war beein­druckt “Mit nur zwei Hän­den … unmöglich! Und das ist das Standardmodell?”

Der Engel kam näher und berührte die Frau.
“Aber du hast sie so weich gemacht, Herr.”
“Sie ist weich”, sagte der Herr, “aber ich habe sie stark gemacht. Du kannst dir nicht vorstellen, was sie ertra­gen und über­winden kann.”

Kann sie denken?” fragte der Engel.
Der Herr antwortete: “Sie kann nicht nur denken, sie kann reflek­tieren und verhandeln”.

Der Engel berührte ihre Wangen.
“Herr, es scheint, dass diese Schöp­fung leckt! Du hast ihr zu viele Bür­den auferlegt”.
“Sie ist nicht undicht … Das sind Trä­nen”, kor­rigiert der Herr den Engel.

Wofür ist das?” fragte der Engel.
Der Herr sagte: “Trä­nen sind ihre Art, ihre Trauer, ihre Zweifel, ihre Liebe, ihre Ein­samkeit, ihr Leid und ihren Stolz auszudrücken.”

Das machte einen großen Ein­druck auf den Engel, “Herr, du bist ein Genie. Du hast an alles gedacht. Eine Frau ist wirk­lich wunderbar.”

Der Herr sagte: “In der Tat, das ist sie.

Der Engel fragte: „Also ist sie ein per­fek­tes Wesen?“
Der Herr antwortete: „Lei­der nein. Sie hat einen Nachteil. Sie ver­gisst oft, was sie wert ist”.

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