An­lei­tung für das “Häxehüsli”

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Seit ein paar Jah­ren ver­füge ich, zu­sam­men mit mei­nen Freun­den Kurt und Giu­seppe, über freien Zu­gang zu ei­nem klei­nen Häus­chen in den Bünd­ner Ber­gen. Ge­nauer ge­sagt liegt das Haus in der Sur­selva, näm­lich et­was ober­halb der Ge­meinde Sur­cuolm auf ziem­lich ge­nau 1500 M.ü.M. Sur­cuolm liegt un­ter dem Piz Mundaun, auf sei­ner Nord­seite. Die­ser ist an das Ski­ge­biet von Ober­sa­xen an­ge­schlos­sen. Da es sich um ei­nen Nord­hang han­delt, ist das Ge­biet lei­der et­was schat­tig. Auf der Karte hier ist es mit ei­nem ro­ten Kreis markiert.

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Die­ses Haus ist sehr be­schei­den. Es ver­fügt über keine An­schlüsse an die öffent­li­che In­fra­struk­tur wie Was­ser und Strom. Statt­des­sen hat es für diese Zwe­cke ei­gene Kon­struk­tio­nen. Diese sind zwar durch­aus nütz­lich und zweck­mäs­sig, al­ler­dings be­nö­ti­gen sie ein paar Er­klä­run­gen. Be­son­ders erst­ma­lige Be­nüt­zer soll­ten die fol­gen­den An­lei­tun­gen stu­die­ren und be­fol­gen, um ih­ren Auf­ent­halt dort so an­ge­nehm wie mög­lich zu gestalten.

Freunde und Be­kannte von Kurt, Giu­seppe und mir kön­nen sich mel­den, falls sie In­ter­esse an ei­nem Auf­ent­halt in die­sem net­ten klei­nen Fe­ri­en­häus­chen ha­ben. Der Ter­min muss mit ei­nem von uns ab­ge­spro­chen wer­den und dort kann man auch den Schlüs­sel be­zie­hen. Nach den Fe­rien müs­sen die Schlüs­sel na­tür­lich wie­der an die­selbe Per­son zu­rück­ge­ge­ben werden.

Hier noch pas­sende Links auf die in­ter­ak­ti­ven Kar­ten von map.search.ch und Google Maps.

An­kunft im Haus

Ge­päck­be­för­de­rung

Im Som­mer an­zu­rei­sen ist na­tür­lich be­quem, weil man mit dem Auto bis vors Haus fah­ren kann. Im Win­ter al­ler­dings funk­tio­niert das nicht, weil der Schnee auf der Zu­fahrts­strasse nicht weg­ge­räumt, son­dern im Ge­gen­teil als Ski­piste ge­nutzt wird. Meis­tens kann man im­mer­hin bis ans obere Ende des Dor­fes fah­ren und dort das Auto ab­stel­len. Von dort aus muss man dann sein Ge­päck sel­ber über die Piste un­ge­fähr ei­nen Ki­lo­me­ter weit nach oben schlep­pen, oder man lässt es sich trans­por­tie­ren. Es gibt ein oder zwei Leute im Dorf, die ei­nen Schnee­t­öff ha­ben und die­sen kann man her­vor­ra­gend dazu be­nut­zen, Ge­päck vom Dorf in die Hütte zu fah­ren und auch wie­der zu­rück. Wir ha­ben Be­kannt­schaft ge­macht mit Frau Roth. Ihre Handy-Nummer ist 079 579 77 43. Wenn man Sie kurz vor­her an­ruft, dann tut sie für ein klei­nes Ent­gelt ihr möglichstes. Sie hat ei­nen Bau­ern­hof und sie ver­kau­fen aus­ge­zeich­ne­tes Fleisch, das kann man te­le­fo­nisch be­stel­len und ab­ho­len oder sie bringt es mit ih­rem Schlit­ten gleich mit.

In­be­trieb­nahme der Wasserversorgung

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Das Haus ver­fügt über ei­nen Was­ser­an­schluss, der sich an der Aus­sen­wand, bei der Toi­lette, be­fin­det. Dort ist ein Schlauch dau­er­haft an­ge­schlos­sen, weil das Ge­winde an­ge­ros­tet ist und zum Lö­sen und An­schlies­sen Werk­zeug be­nö­tigt wird (falls not­wen­dig: eine ein­fa­che Was­ser­pum­pen­zange ge­nügt. Diese be­fin­det sich nor­ma­ler­weise im Kü­chen­schaft in ei­ner der klei­nen Schub­la­den). An die­sem nur we­nige Me­ter lan­gen Schlauch wird der ei­gent­li­che Was­ser­trans­port­schlauch an­ge­schlos­sen, der von der Sam­mel­stelle ober­halb der Strasse, gleich links vom Bach, her­kommt. Aus die­sem Schlauch sollte Was­ser flies­sen. Falls nicht, muss die Was­ser­fas­sung un­ter dem De­ckel gleich ober­halb der Strasse links vom Bach über­prüft werden.

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  • Die bei­den Schläu­che müs­sen in­ein­an­der­ge­schraubt werden.

Mit die­sem Was­ser wird, wenn der Was­ser­druck hoch ge­nug ist, der Toi­let­ten­kas­ten ge­füllt, aber auch der Was­ser­hahn in der Toi­lette und un­ten in der Kü­che gespeist.

Es kann gut sein, dass Ver­schmut­zun­gen im Röh­ren­sys­tem ei­nen gu­ten Was­ser­fluss ver­hin­dern. Nor­ma­ler­weise ge­nügt es, die Hah­nen ab­zu­schrau­ben, zu rei­ni­gen, und wie­der ein­zu­set­zen, um das Was­ser wie­der zum flies­sen zu brin­gen. Manch­mal will das Was­ser nicht zum flies­sen kom­men, weil noch Luft in der Zu­lei­tung ist und der Was­ser­druck nicht reicht, um die Lei­tun­gen zu ent­lüf­ten. Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Die bei­den Schläu­che noch­mals aus­ein­an­der­schrau­ben, war­ten bis keine Luft mehr aus dem Zu­füh­rungs­schlauch aus­tritt, wie­der zusammenschrauben.
  • Wenn das nicht reicht, muss ver­mut­lich die Was­ser­zu­fuhr in den Schacht ober­halb der Strasse er­höht wer­den. Dazu am bes­ten ei­nen Schlauch etwa 20 Me­ter wei­ter oben in ei­nes der klei­nen Be­cken im Bach­bett le­gen, für Was­ser­fluss im Schlauch sor­gen (etwa durch an­sau­gen am un­te­ren Ende mit dem Mund) und dann das un­tere Ende des Schlau­ches in eine der Sam­mel­fas­sun­gen le­gen, die in Ab­stän­den von etwa 5 Me­tern links am Bach­ufer ober­halb der Strasse an­ge­ord­net sind, und mit ei­nem Stein be­schwe­ren. Im Stras­sen­schacht kann dann kon­trol­liert wer­den, ob der Zu­fluss von oben er­folgt, und dann wahr­schein­lich ne­ben dem Haus die bei­den Schläu­che noch­mals aus­ein­an­der­schrau­ben, wie oben er­wähnt, um die Luft aus den Schläu­chen ent­wei­chen zu lassen.

In­be­trieb­nahme der Holzheizung

Brenn­holz für den Ka­chel­ofen in der Stube be­fin­det sich ent­we­der un­ter der Treppe, oder dann drü­ben im Stall.

Ach­tung: Kei­nes­falls ver­ges­sen, den Schie­ber im Ka­min­rohr zu öff­nen. An­de­ren­falls wird der ganze Raum beim An­zün­den des Ofens kom­plett verraucht.

In­be­trieb­nahme der Gasheizung

Eine Gas­fla­sche kann in den Gas­ofen ge­stellt und an­ge­schlos­sen wer­den. Zur In­be­trieb­nahme des Gas­ofens wie folgt vorgehen:

  1. Ven­til der Gas­fla­sche öffnen
  2. Stell­he­bel des Gas­ofens in Stel­lung “1” dre­hen und ge­drückt halten
  3. Mit ei­nem Feu­er­zeug die An­zünd­flamme vorne un­ten im Gas­ofen entzünden
  4. Es wer­den Flam­men­zun­gen über die ge­samte vor­dere Flä­che des Ofens (der Ka­ta­ly­sa­to­rober­flä­che) lau­fen. Da­von bitte nicht er­schre­cken, das ist nor­mal und muss so sein.
  5. Nach­dem mehr­mals die Flam­men­zun­gen über die Ka­ta­ly­sa­tor­flä­che ge­lau­fen sind, kann der Stell­he­bel los­ge­las­sen werden.
  6. Nach Wunsch, den Stell­he­bel des Gas­ofens in Stel­lung 2 oder 3 be­we­gen, wo­bei 3 die stärkste Heiz­kraft bedeutet.

In­be­trieb­nahme des Gas-Kochherds

Eine Gas­fla­sche muss an den An­schluss­schlauch der Herd­plat­ten in der Kü­che an­ge­schlos­sen wer­den. Das Ven­til der Gas­fla­sche öff­nen, da­nach kön­nen die Koch­plat­ten wie bei Gas­her­den üblich an­ge­dreht und an­ge­zün­det werden.

In­be­trieb­nahme der elek­tri­schen Anlage

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Die elek­tri­sche An­lage des Hau­ses ist für Bast­ler hoch­in­ter­es­sant. Es be­steht aus ei­nem 12V-Kreis, der von ei­ner Au­to­bat­te­rie ge­speist wird, und an den di­verse Au­to­lam­pen mit Schal­tern an­ge­schlos­sen sind. Diese die­nen gut als Not­be­leuch­tung für nächt­li­che Gänge, aber durch­aus auch zum Le­sen am Abend.

Wenn mehr Licht be­nö­tigt wird, dann gibt es noch den 230V-Kreis, der [simage=106,144,y,right]mit Hilfe des zur Ver­fü­gung ste­hen­den Not­strom­ag­gre­ga­tes (im fol­gen­den Ge­ne­ra­tor ge­nannt) be­trie­ben wird. An die­sen Kreis sind übli­che 230V-Leuchten an­ge­schlos­sen, aber auch ein La­de­ge­rät für die Batterie.

[simage=112,72,y,right]Wichtig ist bei An­kunft im Haus erst mal, dass der Haupt­schal­ter im Tech­nik­raum ein­ge­schal­tet wird, so­wie even­tu­ell der Schal­ter im Kor­ri­dor im obe­ren Stock. Aus­ser­dem sollte der Zu­stand der im Tech­nik­raum in­stal­lier­ten Au­to­bat­te­rie kon­trol­liert und even­tu­ell Bat­te­rie­flüs­sig­keit nach­ge­füllt wer­den (aus­schliess­lich de­stil­lier­tes Was­ser ver­wen­den!)

Auf­ent­halt im Haus

Gar­ten­grill

Im Gar­ten ist ein Grill aus al­ten Scha­mott­stei­nen auf­ge­baut. Die­sen darf man gerne je­der­zeit be­nut­zen zum Gril­lie­ren von Fleisch al­ler Art. Holz­kohle und Zünd­wür­fel be­fin­den sich ent­we­der im Tech­nik­raum (hin­ter der Treppe, un­ter dem WC) oder im Vor­rats­raum (hin­ter der Küche).

Ver­brauchte Kohle vom Grill kann hin­ter dem Haus in die Bü­sche ver­teilt wer­den. Ach­tung: Die Kohle muss un­be­dingt kalt sein und darf kei­nes­falls mehr Glut aufweisen.

Gas­ver­brauch

Wir emp­feh­len, bei lee­ren Gas­fla­schen die über den Fla­schen­hals ge­stülpte Plas­tik­fo­lie mit Pro­duktein­for­ma­tio­nen zu ent­fer­nen. Auf diese Weise lässt sich je­der­zeit mit ei­nem Blick fest­stel­len, wel­che Gas­fla­schen voll und wel­che ver­braucht sind. So weiss man am Ende des Auf­ent­hal­tes, wel­che Gas­fla­schen aus­ge­tauscht wer­den müssen.

Be­nut­zung der elek­tri­schen Anlage

So­lange die Bat­te­rie nicht ent­la­den ist, kön­nen je­der­zeit die 12V-Lämpchen  für klei­nere Be­leuch­tungs­auf­ga­ben be­nützt wer­den, aber auch das Ra­dio in der Stube funk­tio­niert dann bestens.

Aus­ser­dem ste­hen an vie­len Or­ten im Haus be­weg­li­che Ta­schen­lam­pen und fest mon­tierte Not­lam­pen zur Ver­fü­gung. Ver­brauchte Bat­te­rien bitte austauschen!

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Der Ge­ne­ra­tor lie­fert eine Leis­tung von 2500 Watt und taugt da­her bes­tens für den Be­trieb ei­nes Staub­sau­gers so­wie di­ver­ser elek­tri­scher Ge­räte wie etwa ei­ner Mo­tor­säge oder ei­nes Ra­sen­trim­mers. Bei vol­lem Tank (un­ge­fähr ein Li­ter Blei­frei­ben­zin 95) läuft die­ser Ge­ne­ra­tor etwa drei Stun­den lang. Die­ser Ge­ne­ra­tor bie­tet sich an für “schwe­rere Ar­bei­ten” (wie Staub­sau­gen) und für an­ge­nehm star­kes Licht am Abend.

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Der Ge­ne­ra­tor sollte aus­schliess­lich auf dem Po­dest vor dem “Tech­nik­raum” (hin­ter der Treppe bzw. un­ter der Toi­lette ge­le­gen) be­trie­ben wer­den und zwar so, dass der Aus­puff vom Haus weg zeigt. So ist si­cher­ge­stellt, dass sich das Ab­gas gut ver­teilt. Das pas­sende Strom­an­schluss­ka­bel muss durch das kleine Fens­ter in den Tech­nik­raum ge­führt und dort in die ent­spre­chende Steck­dose auf der Schalt­ta­fel ge­steckt wer­den. Ach­tung: Ge­fahr ei­nes Strom­schlags! Nicht einstecken/umstecken wäh­rend der Ge­ne­ra­tor läuft, son­dern nur wenn er stillsteht.

Licht­an­lage in der Küche

In der Kü­che gibt es eine 230V-Lampe, die vom Licht­schal­ter aus­ser­halb der Kü­che ein­ge­schal­tet wer­den kann, wenn der Ge­ne­ra­tor läuft. Zu­sätz­lich gibt es zwei Grup­pen zu je vier LED-Lampen, die so­wohl mit dem Ge­ne­ra­tor, als auch nur mit Bat­te­rie leuch­ten kön­nen. Die eine Vie­rer­gruppe ist über der Spüle an­ge­bracht, die bei­den Schal­ter dazu (Wir­kungs­weise wei­ter un­ten) links vom Spie­gel an der Wand des Putz­schranks. Von der zwei­ten Vie­rer­gruppe hän­gen zwei über dem Ess­tisch, und zwei über der Koch­e­cke. Ihre Schal­ter sind aus­sen an der Sei­ten­wand des Buf­fetts zu finden.

Jede die­ser Vie­rer­grup­pen ver­fügt über zwei Schal­ter. Da­von ist der vor­dere der übli­che Licht­schal­ter, der die Lam­pen ein– und aus­schal­tet. Der je­weils hin­tere Schal­ter dient dazu, bei zu schwa­chem Bat­te­riel­ade­zu­stand und wenn der Ge­ne­ra­tor nicht läuft, je­weils eine der vier Lam­pen aus­zu­schal­ten, da­mit die En­er­gie wen­gis­tens für die übri­gen drei Lam­pen reicht und we­nigs­tens diese hell leuch­ten kön­nen. Wenn der Ge­ne­ra­tor wie­der ein­ge­schal­tet wird und so­mit wie­der mehr En­er­gie zur Ver­fü­gung steht, muss der hin­tere Schal­ter, wenn be­tä­tigt, un­be­dingt wie­der zu­rück­ge­schal­tet wer­den, weil sonst die drei Lam­pen viel zu hell leuch­ten und so in kur­zer Zeit durch­bren­nen und ka­putt gehen.

Toi­lette

Das Haus hat kei­nen An­schluss an das öffent­li­che Lei­tungs­sys­tem, we­der was Trink­was­ser, noch was Ab­was­ser be­trifft. Das Ab­was­ser von der Toi­lette fliesst durch eine Röhre hin­ter das Haus in ei­nen nicht sehr gros­sen Auf­fang­s­chacht, der von uns re­gel­mäs­sig ge­leert wer­den muss. Um uns diese Ar­beit zu er­leich­tern, bit­ten wir darum, kein Toi­let­ten­pa­pier ins WC zu wer­fen, son­dern die­ses im­mer in den be­reit­ste­hen­den Ei­mer zu ent­sor­gen. Die pas­sen­den 17-Liter-Abfallsäcke lie­gen in der Kü­che be­reit, oder kön­nen, bei Be­darf, in Ilanz ge­kauft werden.

Ver­las­sen des Hauses

Beim Ver­las­sen des Hau­ses müs­sen ein paar Dinge be­ach­tet wer­den. Diese sind be­son­ders dann wich­tig, wenn an­schlies­send das Haus für län­gere Zeit nicht mehr be­sucht wird. Ganz be­son­ders wich­tig ist es, wenn vor dem Win­ter nie­mand mehr kommt. Und da wir sel­ten zum vor­aus wis­sen, wann ge­nau wir wie­der­kom­men, wird das Haus am Bes­ten bei je­dem Ab­schied win­ter­taug­lich gemacht.

Auf­fül­len von Vorräten

Für die Win­ter­taug­lich­keit, aber auch ganz ge­ne­rell dem nächs­ten Gast zu­liebe, soll­ten bitte fol­gende Vor­räte je­weils auf­ge­füllt wer­den, be­vor das Haus ver­las­sen wird:

  1. Alle lee­ren Gas­fla­schen aus­tau­schen (am bes­ten un­ten in Ilanz beim Ei­sen­wa­ren­händ­ler Zinsli, gleich vor dem Rat­haus rechts)
  2. Ben­zin­ka­nis­ter auf­fül­len (mit “Ben­zin 95″ oder “Generator-Benzin” be­schrif­tete Kunst­stoff­ka­nis­ter. Am bes­ten un­ten in Ilanz an der dor­ti­gen Tank­stelle. Es wird han­dels­üb­li­ches blei­freies Nor­mal­ben­zin mit 95 Ok­tan benötigt)
  3. Meh­rere Six­packs (z.b. 18 Fla­schen) 1.5-Liter-Wasserflaschen (ohne Koh­len­säure!) in den Vor­rats­raum hin­ter der Kü­che stel­len, vor­zugs­weise frost­si­cher ge­la­gert (etwa in ei­ner Styropor-Kiste). Im Win­ter ist al­les flies­sende Was­ser ge­fro­ren, da ist man auf al­les frost­si­cher vor­han­dene Was­ser an­ge­wie­sen, wenn man nicht müh­sam Schnee schmel­zen will.
  4. Vor­rat an Grill-Briketts und An­zünd­hil­fen auf­fül­len.
  5. Ver­brauchte Bat­te­rien in Not­leuch­ten und Ta­schen­lam­pen ersetzen.
  6. Brenn­holz auf die rich­tige Grösse ha­cken/zuschneiden und un­ter der Treppe stapeln.
  7. Klei­nen Vor­rat an un­ver­derb­li­chen Ess­wa­ren für min­des­tens eine Mahl­zeit für 4 Per­so­nen si­cher­stel­len, etwa so:
    • min. 1 Kg Spa­ghetti oder sons­tige Teigwaren
    • min. 1 Büchse Pe­lati 400g
    • min. 500g Kaf­fee­pul­ver (ge­eig­net für Schraub-Espressomaschine)
    • Salz (ge­schützt vor Feuch­tig­keit verpackt)
    • Zu­cker (ge­schützt vor Feuch­tig­keit verpackt)

Aus­ser­be­trieb­nahme der elek­tri­schen Anlage

Die Bat­te­rie sollte auf­ge­la­den sein wenn man das Haus ver­lässt. Aus­ser­dem müs­sen die Tanks der Not­strom­ag­gre­gate leer sein, weil sich Ben­zin bei län­ge­rer La­ge­rung et­was ent­mischt und so­mit schlech­ter als Treib­stoff taugt. Deshalb:

  1. Not­strom­ag­gre­gat an­wer­fen und leer­lau­fen lassen.
  2. Den da­bei er­zeug­ten Strom zum Auf­la­den der Bat­te­rie be­nut­zen (also das Ver­bin­dungs­ka­bel zwi­schen Schalt­ta­fel im Haus und Not­strom­ag­gre­gat einstecken).
  3. Da­nach: Haupt­schal­ter im Tech­nik­raum un­ter der Schalt­ta­fel aus­schal­ten  (siehe In­be­trieb­nahme der elek­tri­schen An­lage), da­mit kein un­be­ab­sich­tig­ter Ver­brau­cher, etwa die Sen­der­spei­cher­funk­tion des Ra­dios in der Stube, wäh­rend wo­chen– bis mo­na­te­lan­ger Ab­we­sen­heit die Bat­te­rie kom­plett entlädt.

Aus­ser­be­trieb­nahme der Heizung

Nie­mals bren­nende Öfen zurücklassen!

Holz­ofen: Si­cher­stel­len, dass keine Glut mehr im Ka­chel­ofen in der Stube glimmt. Aschen­fach lee­ren, Asche entsorgen.

Gas: Gas­ofen ab­stel­len, Herd­plat­ten ab­stel­len, alle Ven­tile von al­len be­nütz­ten Gas­fla­schen gut schlies­sen (aber nicht mit Ge­walt zu­wür­gen, sonst ge­hen die Ge­winde ka­putt! Nur flüs­sig mit der Hand zu­dre­hen, bis der Hahn spür­bar zu ist. Das genügt).

Aus­ser­be­trieb­nahme der Wasserversorgung

Der Ver­sor­gungs­schlauch muss vom Haus­an­schluss­schlauch ge­trennt wer­den. Diese Trenn­stelle be­fin­det sich hin­ter dem Haus, etwa zwei Me­ter aus­ser­halb der Toi­lette. Foto siehe oben un­ter An­schlies­sen der Was­ser­ver­sor­gung. Das aus dem Vor­sor­gungs­schlauch flies­sende Was­ser darf ein­fach in den Bo­den flies­sen. Das stört nicht weiter.

An­schlies­send sollte das Was­ser­röh­ren­sys­tem im Haus ge­leert wer­den, da­mit bei Frost nichts ka­putt geht. Das heisst: In der Toi­lette die Spü­lung be­tä­ti­gen, un­ten in der Kü­che den Hah­nen öff­nen und das Was­ser aus den Röh­ren flies­sen lassen.

Falls der zu­sätz­li­che Ver­sor­gungs­schlauch in den Bach ge­legt wurde, dann die­sen Schlauch bitte wie­der aus dem Bach ent­fer­nen, auf­rol­len, und dort­hin zu­rück­le­gen, wo er war. Das ist wich­tig, weil bei Ge­wit­ter und Stür­men der Bach enorm an­schwel­len kann und Ge­fahr be­steht, dass al­les, was im Bach­bett zu­rück­ge­las­sen wird, mit­ge­ris­sen wird und ir­gendwo tal­wärts verschwindet.

Ent­sor­gung und Recycling

Bitte nehmt eu­ren Ab­fall wie­der mit, be­zie­hungs­weise ent­sorgt ihn wie folgt:

  • Den 17-Liter-Abfallsack aus dem Ei­mer im WC ent­fer­nen, zu­schnü­ren und mit dem nor­ma­len Haus­ab­fall zu­sam­men ent­sor­gen (siehe un­ten). Bitte gleich wie­der ei­nen neuen 17-Liter-Sack aus dem Buf­fett in der Kü­che ho­len und ein­set­zen, da­mit die nächs­ten Gäste so­fort un­be­sorgt das Ört­chen be­nut­zen können.
  • Ver­brauchte Kohle vom Grill kann hin­ter dem Haus in die Bü­sche ver­teilt wer­den. Ach­tung: Die Kohle muss un­be­dingt kalt sein und darf kei­nes­falls Glut aufweisen.
  • Glas, Me­tall und PET kann auf dem ge­mein­de­ei­ge­nen Sam­mel­platz beim Ge­mein­de­haus in die an­ge­schrie­be­nen Be­hält­nisse ge­wor­fen werden.
  • Für Haus­halts­ab­fall wer­den ge­büh­ren­pflich­tige Ab­fall­sä­cke der Re­gion Sur­selva be­nö­tigt. Diese be­kommt man auf der Ge­mein­de­ver­wal­tung oder in Lä­den in Ilanz, etwa im Mi­gros. Meis­tens hin­ter­las­sen wir eine an­ge­fan­gene Rolle Ab­fall­sä­cke in ei­ner der Schub­la­den im Kü­chen­buf­fett. Die vol­len Ab­fall­sä­cke kön­nen beim Ge­mein­de­haus im Ab­fall­häus­chen de­po­niert werden.
  • Ver­brauchte Bat­te­rien, sons­ti­gen Son­der­müll oder wei­tere oben nicht auf­ge­führte Ab­fälle bitte nach Hause neh­men und dort vor­schrifts­ge­mäss ent­sor­gen. Even­tu­ell Rück­spra­che neh­men mit Kurt, Giu­seppe oder mir.

[Ände­rung 10. Okt. 2010: Zu­sätz­li­che Hin­weise auf: a) kein WC-Papier ins WC, b) zu­sätz­li­che Mass­nah­men zur Si­cher­stel­lung der Was­ser­ver­sor­gung, so­wie c) Wir­kungs­weise der Licht­schal­ter in der Küche]

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