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	<title>Heiniger-Net</title>
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	<description>Daniels Blog, Hertas homöopathische Praxis, Familien-Webmail...</description>
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		<title>Susan Cain: Die Macht der Introvertierten</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 05:15:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Susan Caine ist amerikanische Schriftstellerin und Autorin des Buches Quiet: The Power of Introverts in a World That Can’t Stop Talking. Sie hat eine Homepage, auf der unter anderem untenstehendes Manifest nachzulesen ist:  Es gibt ein Wort für “Menschen, die zu sehr im Kopf sind”: Denker. Unsere Kultur bewundert Menschen, die Risiken eingehen, zu recht, aber wir brauchen [...]]]></description>
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<p>Susan Caine ist amerikanische Schriftstellerin und Autorin des Buches <a href="http://www.thepowerofintroverts.com/about-the-book/"  target="_blank">Quiet: The Power of Introverts in a World That Can’t Stop Talking</a>. Sie hat eine <a href="http://www.thepowerofintroverts.com"  target="_blank">Homepage</a>, auf der unter anderem untenstehendes <strong>Manifest</strong> nachzulesen ist: <span id="more-2622"></span></p>
<p><img class="alignright" src="http://www.thepowerofintroverts.com/wp-content/uploads/2010/05/the_thinker_auguste_rodin-686x1024.jpg" alt="Der Denker von Auguste Rodin" width="148" height="221" /></p>
<ol>
<li>Es gibt ein Wort für “Menschen, die zu sehr im Kopf sind”: Denker.</li>
<li>Unsere Kultur bewundert Menschen, die Risiken eingehen, zu recht, aber wir brauchen auch unsere Acht-gebenden mehr als je zuvor.</li>
<li>Einsamkeit ist ein Katalysator für Innovation.</li>
<li>Simsen ist populär, weil in einer übermässig extrovertierten Gesellschaft jeder sich nach asynchroner, nicht-Angesicht-zu-Angesicht-Kommunikation sehnt.</li>
<li>Wir unterrichten Kinder in Gruppenklassenzimmern nicht, weil das die beste Art des Lernens wäre, sondern weil das konstengünstig ist, und was würden wir denn sonst mit den Kindern tun während alle Erwachsenen bei der Arbeit sind? Wenn Ihr Kind lieber autonom arbeitet und gerne eins-zu-eins sozialisiert, dann ist an ihr nichts falsch, sie passt dann einfach nicht ins Schema.</li>
<li>Die nächste Generation der ruhigen Kinder kann und soll so erzogen werden, dass sie ihre eigenen Stärken kennen.</li>
<li>Manchmal hilft es, vorgespielt-extrovertiert zu sein. Später ist immer noch Zeit, ruhig zu sein.</li>
<li>Aber langfristig ist seinem Temperament gegenüber wahrhaftig zu sein der Schlüssel dazu, Arbeit zu finden, die man liebt, und die wichtig ist.</li>
<li>Jeder leuchtet, wenn er im richtigen Licht steht. Für die einen ist das ein Theaterscheinwerfer, für andere ist es ein Tisch unter einer Leselampe.</li>
<li>Daumenregel für Netzwerkanlässe: Eine echte neue Beziehung ist mehr wert als eine Hand voll Visitenkarten.</li>
<li>Es ist in Ordnung, die Strassenseite zu wechseln, um Small Talk aus dem Weg zu gehen.</li>
<li>“Ruhige Führung” ist kein Widerspruch in sich.</li>
<li>Das universelle Sehnen nach dem Himmel ist nicht so sehr die Sehnsucht nach der Unsterblichkeit sondern vielmehr der Wunsch nach einer Welt, in der jedermann immerzu freundlich ist.</li>
<li>Wenn die Aufgabe der ersten Lebenshälfte ist, nach da draussen zu gehen, dann ist die Aufgabe der zweiten Lebenshälfte, zu verstehen, wo man gewesen ist.</li>
<li>Liebe ist essentiell, Geselligkeit ist optional.</li>
<li>“Auf sanfte Art kannst du die Welt erschüttern.” — Gandhi</li>
</ol>
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		<title>Schweiz — mehr als Berge</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/2646</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 08:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<item>
		<title>Wie macht man aus Schallplatten MP3s?</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/2587</link>
		<comments>http://heiniger-net.ch/archives/2587#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 11:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[analoge Aufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Kassetten digitalisieren]]></category>
		<category><![CDATA[MP3-codieren]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine eigenen analogen Tonträger, nämlich Schallplatten und Kassetten, habe ich schon vor zehn Jahren digitalisiert und ins MP3-Format überführt. Kürzlich habe ich für einen Freund weitere etwa zwei Dutzend Schallplatten digitalisiert. Die Frage ist also, wie man LPs digitalisiert und daraus MP3-Dateien macht. Dahinter steckt einiges an Arbeit und ich möchte hier gerne aufzeigen, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine eigenen analogen Tonträger, nämlich Schallplatten und Kassetten, habe ich schon vor zehn Jahren digitalisiert und ins MP3-Format überführt. Kürzlich habe ich für einen Freund weitere etwa zwei Dutzend Schallplatten digitalisiert. Die Frage ist also, wie man LPs digitalisiert und daraus MP3-Dateien macht. Dahinter steckt einiges an Arbeit und ich möchte hier gerne aufzeigen, was da so alles dazugehört.<br />
<span id="more-2587"></span></p>
<ol>
<li><strong>Analoge Tonquelle an den PC anschliessen</strong>: Jeder Computer besitzt heutzutage Anschlüsse für Lautsprecher und Mikrofon. Im besten Fall sogar einen Line-Eingang. Am besten schliesst man einen Ausgang seiner Stereoanlage mit einem passenden Adapterkabel an den Line-Eingang des Computers an. Falls kein Line-Eingang vorhanden ist, nimmt man den Mikrofon-Eingang, der in solchen Fällen meistens auch als Line-Eingang benutzt werden kann. Das Adapterkabel bekommt man in jedem gut sortierten Computerladen und hat an einem Ende zwei Cinch-Stecker (je einen für den rechten und den linken Kanal, an der Stereoanlage anzuschliessen, beispielsweise an TAPE-OUT oder PREAMP-OUT) und am anderen einen Stereo-Miniklinkenstecker (am Computer an Line-In oder Mic einstecken).<br />
Hinweis: Die standardmässige Sound-Hardware von Computern ist nicht unbedingt berauschend und entspricht nur selten dem HiFi-Standard. Es kann sich lohnen, eine qualitativ hochstehende Soundkarte anzuschaffen und für diese Aufnahmen zu verwenden.</li>
<li><strong>Stereoanlage einrichten</strong>: Jetzt stellt man seine Stereoanlage so ein, dass sie die Schallplatten abspielt und dass ihr Ton gut hörbar aus den Lautsprechern kommt. Danach kann die Lautstärke auf Minimum zurückgedreht werden.</li>
<li><strong>Benötigte Software auf dem Computer installieren:</strong>
<ul>
<li><strong>Aufnahmesoftware</strong>: Hier gibt es viele Hersteller, die in Frage kommen. Ich selber habe gute Erfahrungen gemacht mit der Open-Source– (und somit kostenlosen) Software <em>Audacity</em>.</li>
<li><strong>Schnittsoftware</strong>: Nach der Aufnahme einer LP hat man eine ca. 25-minütige Aufnahme, die man gerne noch in die einzelnen Tracks aufteilen möchte. Das kann man auch mit Audacity machen, aber einfacher geht es direkt im MP3-Format mit <em>MP3DirectCut</em> (ebenfalls kostenlos im Internet erhältlich).</li>
<li><strong>Tagging-Software</strong>: Wenn die fertig geschnittenen MP3-Dateien vorliegen, möchte man sie gerne noch mit allen Meta-Informationen versehen wie Interpret, Name des Tracks, Name des Albums, Publikationsjahr, Genre. Dazu kann man beispielsweise <em>WinAMP</em> heranziehen (ebenfalls kostenlos im Internet erhältlich).</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Verzeichnisstruktur anlegen</strong> mit jedem Künstler und seinen Plattennamen.</li>
<li><strong>Aufnahme ab</strong>: Jede Platte einmal auf jeder Seite durchlaufen lassen und mit <em>Audacity</em> aufnehmen. Dabei auf die optimalen <strong>Aufnahmepegel</strong> achten und möglicherweise nachregeln. Das kostet viel Zeit, weil die Platten in normaler Geschwindigkeit durchlaufen müssen (schlimmstenfalls zweimal, wenn im ersten Durchlauf zuerst die beste Pegeleinstellung gefunden werden muss), aber immerhin muss man nicht die ganze Zeit daneben sitzen.</li>
<li><strong>Rohaufnahme abspeichern</strong>: Jede Aufnahme in Rohform (unkomprimiert, damit nachbearbeitet werden kann, in <em>Audacity</em> heisst das “Speichern unter…”) in der Verzeichnisstruktur ablegen.</li>
<li><strong>Säubern</strong>: Die fertigen Aufnahmen wieder mit <em>Audacity</em> öffnen und entknacken. Hier halte ich mich aber nicht lange auf. Ich denke, dass es nicht so schlimm ist, wenn man der Aufnahme anhört, dass sie von einer Schallplatte stammt. Aber wenn man mag, kann man hier noch beliebig Aufwand hineinstecken, bis man eine CD-mässige Aufnahme hat.</li>
<li><strong>Export als MP3</strong>: Die entknackten Aufnahmen als MP3 exportieren. Das ist jetzt die MP3-Rohform, weil jede Plattenseite in einer MP3-Datei von ca. 25 Minuten enthalten ist.</li>
<li><strong>In Tracks aufteilen</strong>: Mit <em>MP3DirectCut</em> die MP3s einzeln öffnen und die Stücke auseinanderschneiden. Das ist der aufwendigste Teil der Arbeit, weil man sich ein Stück weit jede Aufnahme anhören muss, um die Wechsel zwischen den Stücken zu identifizieren und die Teile separat abzuspeichern, dabei guten Dateinamen eingeben. Jetzt hat man die einzelnen Stücke (Tracks) als MP3-Datei vorliegen.</li>
<li><strong>Tagging</strong>: Mit <em>WinAMP</em> die Tracks öffnen und die Meta-Informationen einpflegen (Interpret, Album, Publikationsjahr, Genre, Laufnummer innerhalb der Platte, Plattennummer innerhalb der Reihe). Das ist auch ziemlich arbeitsintensiv, weil jede MP3-Datei einzeln mit Handarbeit behandelt werden muss.</li>
</ol>
<p>Die Belohnung für all diese Plackerei sind gut strukturierte Ordner für alle Interpreten und Alben, die man aufgenommen hat, die die einzelnen Tracks in gut gepflegten MP3-Dateien enthalten. Gratuliere!</p>
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		<item>
		<title>Nicht schlecht, aber…</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/2633</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 22:14:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fun]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage 1: In welcher Schlacht starb Napoleon? Antwort: In seiner letzten. F2: Wo wurde die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben? A: unten auf der letzten Seite. F3: Welches ist die Hauptursache von Scheidungen? A: die Ehe. F4: Welches ist die Hauptursache eines Scheiterns? A: eine Prüfung. F5: Was können Sie nicht zum Frühstück essen? A: das Mittag– und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage 1: In welcher Schlacht starb Napoleon?<br />
Antwort: <em>In seiner letzten.</em></p>
<p>F2: Wo wurde die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben?<br />
A: <em>unten auf der letzten Seite.</em></p>
<p>F3: Welches ist die Hauptursache von Scheidungen?<br />
A: <em>die Ehe.</em></p>
<p>F4: Welches ist die Hauptursache eines Scheiterns?<br />
A: e<em>ine Prüfung.</em></p>
<p>F5: Was können Sie nicht zum Frühstück essen?<br />
A: <em>das Mittag– und das Abendessen.</em></p>
<p>F6: Was ähnelt einer Apfelhälfte?<br />
A: <em>die andere Apfelhälfte.</em></p>
<p>F7: Wenn man einen roten Stein in das blaue Meer eintaucht, was erhält man?<br />
A: <em>einen nassen Stein.</em></p>
<p>F8: Wie überlebt man 8 Tage ohne zu schlafen?<br />
A: <em>kein Problem, man muss nur nachts schlafen.</em></p>
<p>F9: Wie kann man einen Elefanten mit nur einer Hand heben?<br />
A: <em>einen Elefanten mit nur einer Hand gibt es nicht.</em></p>
<p>F10: Wenn man 3 Äpfel und 4 Orangen in einer Hand hält, und 4 Äpfel und 3 Orangen in der anderen, was hat man dann?<br />
A: <em>sehr grosse Hände.</em></p>
<p>F11: Wenn 8 Männer ein Gebäude in 10 Stunden errichten, wieviel Zeit benötigen dann 4 Männer, um dasselbe Gebäude zu errichten?<br />
A: <em>gar keine, das Gebäude steht bereits.</em></p>
<p>F12: Wie kann man ein rohes Ei auf eine Betonplatte ohne zu zerbrechen fallen lassen?<br />
A: <em>ganz egal, Betonplatten zerbrechen nur äusserst selten!</em></p>
<hr />
<p>Diese “Prüfung” macht gerade im <a href="/en/archives/2633" target="_blank">englischsprachigen</a> und <a href="/fr/archives/2633" target="_blank">französischsprachigen</a> Teil des Internets die Runde.</p>
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		<title>Ka­cem El Ghaz­zali: Liebe Schweiz, hier sind meine Ansichten über die Burka</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/2606</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 20:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen war ich eingeladen zu einer Versammlung der Freidenkervereinigung der Schweiz, und wurde von Daniel Stricker begleitet, einem Blogger und Youtuber, der auch noch Präsident der Freidenkervereinigung in St. Gallen ist. Während unserer Zugreise diskutierten wir ein Dokument, das von seiner Vereinigung vorbereitet wurde, betreffend einer Initiative der SVP, die ein gesetzliches [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://atheistica.com/2011/07/23/switzerland-here-are-my-views-on-burqa/" ><img class="alignright" src="http://atheistica.files.wordpress.com/2011/07/burka004.jpg?w=302&amp;h=171" alt="Person mit Burka und Pistole" width="302" height="171" /></a>Vor ein paar Wochen war ich eingeladen zu einer Versammlung der Freidenkervereinigung der Schweiz, und wurde von Daniel Stricker begleitet, einem <a href="http://www.danielstricker.com/"  target="_blank">Blogger</a> und <a rel="nofollow" href="http://www.youtube.com/user/timturpis"  target="_blank">Youtuber</a>, der auch noch Präsident der Freidenkervereinigung in St. Gallen ist.</p>
<p>Während unserer Zugreise diskutierten wir ein Dokument, das von seiner Vereinigung vorbereitet wurde, betreffend einer Initiative der SVP, die ein gesetzliches Verbot der Burka in der Schweiz fordert. Mein Freund Daniel hatte Bedenken, besonders weil das Thema eng verbunden ist mit Fragen der Menschenrechte, wie persönliche Freiheit, und dem Recht der Frauen, sich anziehen zu dürfen, wie sie möchten, war aber auch völlig einverstanden mit dem Standpunkt der lokalen Freidenker: “Ich bin gegen die Burka, aber auch gegen das Verbot der Burka, weil das in der Schweiz schlicht noch kein Problem ist. Und die Parteien des rechten Flügels (deren Mitglieder auch Christen sind) wollen ein Thema daraus machen, um Stimmen zu gewinnen. Und das kann ich nicht unterstützen.”</p>
<p>Als Mensch mit islamischem Hintergrund, der die implizite Bedeutung der Burka versteht, antwortete ich ihm:<br />
<span id="more-2606"></span><br />
“Für mich erzwingt die Burka die Ungleichheit der Geschlechter und die Verachtung der Frau. Ich würde sogar sagen, dass sie ihre Existenzverleugnung ist, und eine Verleugnung ihres Rechtes, Raum in der Öffentlichkeit einzunehmen. Es ist, als ob der Islam, mit seiner Hijab und Burka, uns sagen wollte, dass der normale Platz der Frau zwischen den Mauern ihres Zuhauses ist, weg von den neugierigen Augen der Gesellschaft, in einem Versuch, sie zu isolieren und sie ihres Rechts zu berauben, Erfahrungen und Erlebnisse mit der Gesellschaft auszutauschen, zu kommunizieren und Freundschaften zu schliessen.</p>
<p>“Wie also können wir eine solch schwere Beeinträchtigung der Rechte der Frau in westlichen Gesellschaften zulassen, ohne jeden Versuch, eine solch rückwärtsgerichtete und kranke Kultur zu bekämpfen, die Frauen auf ein Loch für Sex reduziert, und eine Maschine, die zur Fortpflanzung und zum Kochen dient, wo doch ihre Geschlechtsgenossinnen im Westen mit Männern auf allen intellektuellen und künstlerischen Feldern im Wettbewerb stehen? Vielleicht akzeptieren wir, mit viel Schmerz und Trauer, wie Frauen Burka tragen im TV oder im Internet, in Saudi Arabien, Afghanistan oder Iran… jedoch solche Sklaverei sich in westliche Länder wie die Schweiz einschleichen zu lassen unter der Maske dessen, dass man alternative Kulturen respektieren wolle, wäre nicht akzeptabel. Wie kann ich eine Kultur respektieren, die den Wert der Frauen degradieren und sie ihrer Grundrechte beraubt? Es ist, als würde man Respekt vor dem Nationalsozialismus verlangen oder vor der Steinigung im Iran! Offen gesagt ist es ein Versuch, den guten europäischen Geschmack zu verderben, indem die Kultur des Hijab und der Burka in den Westen exportiert wird, wo in dieser Sache seit der Renaissance Fortschritte erzielt wurden, dank der grossen Opfer der feministischen Bewegung.</p>
<p>“Die Burka, als eine Form der Verschleierung, ist ein grosses Sicherheitsrisiko im sozialen Milieu, weil das Gesicht der beste Weg ist, einen Menschen zu erkennen, und die Art, wie wir mit Menschen, mit denen wir den öffentlichen Raum teilen, kommunizieren können und so implizit Emotionen teilen, wie etwa Gefühle von Sicherheit, Ruhe — oder Unruhe und Furcht. Wie kann ich mich etwa in einem Bus sicher fühlen, wenn die Person neben mir ihr Gesicht versteckt, und ich nicht einmal sicher sein kann, ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt, einen Freund oder einen Feind?</p>
<p>“Hijab und Burka tragen auch gefährliche religiöse und rassistische Botschaften: Ein derart gekleidetes Mädchen vermittelt die Idee, dass sie nur einen Muslim heiraten würde oder jemand, der zum Islam konvertiert (nachdem sie eine Beschneidung durchgemacht haben), was wiederum ernsthaft ihre Integrationsfähigkeit in die westliche Kultur behindert. Jeder Muslim erwartet, dass seine Schwester (sowohl im religiösen als auch im wörtlichen Sinne) nur einen Muslim gebärt, und das ist auch der Grund, weshalb diese Kleidermode, eben Burka und ähnliches, in Schulen und Ausbildungsstätten, sowie an anderen sozialen und öffentlichen Orten, verboten werden sollte. Die Hijab, obwohl mit einer ähnlichen Konnotation versehen, bleibt eine moderate Form islamischer Bekleidung, und obwohl ich auch diese Praktik nicht sonderlich mag (warum, um der Gleichheit willen, bedecken denn nicht auch muslimische Männer ihre Haare?), so denke ich nicht, dass eine gesetzliche Regelung zum heutigen Zeitpunkt erstrebenswert ist. I muss dazu sagen, dass ein gesetzliches Verbot nicht genügen würde, das Problem zu lösen: Der Islam muss reformiert werden, so dass muslimische Frauen dieselben Rechte wie nicht-Muslime haben können… und so dass die alten Lehren erneuert werden, weil sie in die Vergangenheit gehören, wogegen die Zukunft der Freiheit gehört, der Gleichheit und den Menschenrechten. Aber, weil es scheint, als gäbe es keine Renovation und Intellektualisierung innerhalb des islamischen Körpers, ist die gesetzliche Lösung die einzig mögliche.</p>
<p>“Während meines Besuches in Zürich war ich überrascht, Frauen zu sehen, die am Fluss sitzen, der durch die Stadt fliesst, mit ihren Kindern, die eine Burka trugen. Die Szene erschien mir so exotisch, obwohl ich doch an den Anblick von Frauen in Hijab und Burka in meinem Heimatland Marokko gewöhnt war, weil ich nicht erwartete, dass eine so kranke Mentalität über seine Grenzen hinausgeht und alles wie ein Krebs infiziert.</p>
<p>“Es ist nicht eine notwendige Praktik der Religion, wie es viele extremistische Lehrmeister darstellen, sondern in ihrer jetzigen Form vielmehr eine jüngere Erfindung der salafistischen Glaubensrichtung. Ähnliche Kleidungsformen existierten lange vor dem Islam und auch in verwandten Zivilisationen, aber als sie damit begannen, sie in der muslimischen Bevölkerung zu verbreiten, hat sie niemand aufgehalten. Stattdessen wurden die neuen Bekleidungsformen von vielen begrüsst als eine Möglichkeit, Frauen zu versklaven und ihre Bewegungen einzuschränken.</p>
<p>“Einige Leute sagen, dass die Burka in der Schweiz nicht als Phänomen bezeichnet werden kann, die ein gesetzliches Verbot rechtfertigt, aber warum denn nicht? Warum müssen wir warten, bis das Problem tatsächlich ein verbreitetes Phänomen wird, mit einer breiten Basis an Unterstützern, und dann wäre die Herausforderung noch viel grösser, und es wäre noch viel schwieriger die Burka gesetzlich zu verbieten? Es wäre weiser, die Burka und ähnliche kulturelle Praktiken, die den Wert der Frauen degradieren und ihre Freiheit einschränken, von Anfang an zu verbieten.</p>
<p>“Ich flehe die Menschenrechtsaktivisten an, diese Phänomene sozial und historisch zu diskutieren, bevor sie ein positives oder negatives Urteil fällen, statt die Methoden der sportlichen Kritik zu benutzen, die schwach sind und nicht akzeptabel. Das Tragen der Burka erscheint vielleicht wie ein Recht, das geschützt werden muss, aber Tatsache ist, dass es nichts mehr ist als eine Manifestation negativer und inhumaner Kultur.</p>
<hr />
<p>Dieser Artikel wurde auf Englisch verfasst von <em>Kacem El Ghazzali.</em> Der Originaltext kann auf <a href="http://atheistica.com/2011/07/23/switzerland-here-are-my-views-on-burqa/"  target="_blank">seinem eigenen Blog</a> nachgelesen werden. Diese Übersetzung erfolgte auf seinen Wunsch.</p>
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		<title>Unterstützen wir Khacem El Ghazaali</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 20:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich lerne grade Khacem El Ghazaali kennen, ein junger Mann aus Marokko, der dort flüchten musste, in der Schweiz vorläufig aufgenommen wurde und heute irgendwo in der Deutschschweiz lebt. Gerade habe ich ihn auf seinem Facebook-Profil wahrgenommen, und dann diese deutsche Übersetzung seines Berichtes über seinen Aufenthalt im schweizerischen Asylwesen gelesen. Das Original ist in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://www.facebook.com/Kaceeem" ><img class="alignright" title="Kacem El Ghazzali" src="https://fbcdn-profile-a.akamaihd.net/hprofile-ak-snc4/50246_168639329838985_1404061444_n.jpg" alt="" width="180" height="134" /></a>Ich lerne grade Khacem El Ghazaali kennen, ein junger Mann aus Marokko, der dort flüchten musste, in der Schweiz vorläufig aufgenommen wurde und heute irgendwo in der Deutschschweiz lebt. Gerade habe ich ihn auf seinem Facebook-Profil wahrgenommen, und dann diese deutsche Übersetzung seines <strong><a rel="nofollow" href="http://freidenkertv.blogspot.com/2011/06/schweiz-wach-auf.html?spref=fb"  target="_blank">Berichtes über seinen Aufenthalt im schweizerischen Asylwesen</a></strong> gelesen. Das Original ist in Englisch und trägt den Titel “<a href="http://atheistica.com/2011/06/02/switzerland-wake-up/"  target="_blank">Switzerland WAKE UP!</a>”</p>
<p>Ein weiterer sehr lesenswerter Artikel referiert seinen Standpunkt zur Burka, leider ist er nur auf Englisch verfügbar: “<a href="http://atheistica.com/2011/07/23/switzerland-here-are-my-views-on-burqa/"  target="_blank">Switzerland: here are my views on Burqa</a>”. Ich übersetze diesen Artikel grade auf Deutsch und werde ihn in ein paar Tagen hier publizieren.</p>
<ul>
<li><a rel="nofollow" href="https://www.facebook.com/Kaceeem"  target="_blank">“offizielles” Facebook-Profil</a> mit seinen öffentlichen Auftritten</li>
<li><a rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/kaceme"  target="_blank">persönliches Facebook-Profil</a></li>
<li><a rel="nofollow" href="http://bahmut.blogspot.com/"  target="_blank">arabischer Blog</a></li>
<li><a href="http://atheistica.com/"  target="_blank">englischsprachiger Blog</a></li>
</ul>
<p>Der Mann braucht alle unsere Unterstützung. Reden wir über ihn! Diskutieren wir über seine Thesen!</p>
<p>Weitere Artikel über ihn:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Allah-und-der-Standhafte-/story/26857688"  target="_blank">Allah und der Standhafte</a> (Tages-Anzeiger)</li>
<li><a href="http://epaper2.tagblattzuerich.ch/ee/tazh/_main_/2012/02/15/007/"  target="_blank">Kacem, Allah und die Menschenwürde</a> (Tagblatt der Stadt Zürich)</li>
<li><a href="http://www.kath.ch/index.php?na=11%2C10%2C0%2C0%2Cd%2C76445"  target="_blank">Massive Drohungen gegen Blogger</a> (Portal Kath. Kirche Schweiz)</li>
</ul>
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		<title>Wie kann ich einen Film abspeichern und abspielen?</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/2572</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 10:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>

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		<description><![CDATA[Frage einer Bekannten: “Ich möchte zwei Filme aus einer Webseite, von der ich weiss, dass sie demnächst geändert wird, herunterladen und bei mir abspeichern, weil ich nicht sicher bin, ob die Filme nachher noch da sein werden. Leider kann ich sie nicht öffnen. Ich habe zwar versucht den FLV runterzuladen, aber da kommt die Message, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage einer Bekannten: “Ich möchte zwei Filme aus einer Webseite, von der ich weiss, dass sie demnächst geändert wird, herunterladen und bei mir abspeichern, weil ich nicht sicher bin, ob die Filme nachher noch da sein werden. Leider kann ich sie nicht öffnen. Ich habe zwar versucht den FLV runterzuladen, aber da kommt die Message, dass dies äusserst gefährlich wäre. Und zwar von einem Norton Programm, welches ich geladen habe.<br />
Im Moment kommt ein Fenster, das sagt, das ich Firefox zu meinem Standardprogramm machen soll. Ich meinte, dass wenn ich mit Norton arbeite, dann sollte man nicht Firefox aufschalten? Falsch – richtig? Dann habe ich noch versucht den  final media Player LLC zu laden – habe aber wieder aufgehört.</p>
<p>Och – es ist alles so kompliziert und und und.….….….”</p>
<p>Meine Antwort:</p>
<p><span id="more-2572"></span></p>
<hr />
<p>Du sprichst hier mit wenigen Sätzen viele verschiedene Punkte an, die einzeln adressiert werden müssen, weil sie auf verschiedenste Weise mit dem Thema in Zusammenhang stehen.</p>
<p><strong>Erster Punkt, Herunterladen:</strong> Filme, die auf Webseiten in einem Videoplayer angezeigt werden, können meistens nicht einfach so heruntergeladen und abgespeichert werden, weil der Name der eigentlichen Videodatei gar nicht erst angezeigt wird und weil das Video-Player-Plugin die Datei “streamt”, d.h. Stück für Stück aus dem Internet lädt und gleich anzeigt. Man kann also meistens nicht einfach einen Link anklicken und die Filmdatei “Speichern”. In deinem Fall wird aber auf der besagten Webseite unter dem Video-Player-Plugin der tatsächliche Pfad der Videodatei auf dem Server angezeigt. Auch wenn sich dieser nicht direkt kopieren lässt, so tippt man ihn doch am einfachsten in ein neues Firefox-Fenster ein, worauf dieser das Herunterladen und Abspeichern anbietet.</p>
<p><strong>Zweiter Punkt, Bedrohungswarnung:</strong> Der Hinweis von “deinem Norton” (wobei es sich um dein Antivirenprogramm handeln dürfte, das vom Hersteller Norton zu stammen scheint), dass die .flv-Dateien gefährlich seien, ist insofern korrekt, als Flash-Dateien nebst dem Nutzinhalt (dem Film) immer auch aktiven Inhalt enthalten können, also ein Stück Programmcode, das üblicherweise dazu dient, im Flash-Player Links oder Untertitel anzuzeigen oder den Film sonstwie aufzuhübschen. Dieser Programmcode kann theoretisch aber auch von böswilligen Zeitgenossen dazu benutzt werden, um den Computer eines nichtsahnenden Flash-Film-Betrachters mit einem Virus zu infizieren. Deshalb warnt das Antivirusprogramm. In unserem Fall gehe ich aber davon aus, dass der Flash-Film von der dir bekannten Webseite keinen Schadcode enthält und deshalb würde ich meinen, dass du diese Warnung ruhig in den Wind schlagen darfst. Wenn ich richtig verstehe besagt die Meldung ja nicht, dass eine konkrete Gefährdung vorliegt (also wurde kein bestimmter Virus entdeckt) sondern redet nur von einer abstrakten möglichen Gefährdung. Also ignorieren und weitermachen.</p>
<p><strong>Dritter Punkt, Standardbrowser:</strong> Offenbar benutzt du nicht immer den Firefox zum Surfen im Internet, sondern einen anderen Browser (Gattungsbegriff für die Art Software, die man benutzt, um Webseiten im Internet zu besuchen, also “im Internet zu surfen”). Falls dieser andere Browser der “Internet Explorer” ist (das ist der mit dem “e” als Logo), dann rate ich dir sehr davon ab, ihn weiterhin zu nutzen, sondern empfehle, lieber dauerhaft zu Firefox zu wechseln. Sprich: Ja, du sollst Firefox zu deinem Standardbrowser machen. Lies dazu auch diese Artikel auf meiner Homepage: <a href="http://heiniger-net.ch/archives/789" >Weg mit dem Internet Explorer</a> sowie <a href="http://heiniger-net.ch/archives/1295" >Browse Happy!</a></p>
<p><strong>Vierter Punkt, Kooperation Antivirus/Browser:</strong> Welchen Browser du mit welchem Antivirusprogramm zusammen nutzt, spielt absolut keine Rolle, weil die beiden Dinge nicht den geringsten Zusammenhang haben. Ich wüsste keinen Grund, der dagegen spricht, Norton und Firefox zusammen zu benutzen, aber viele Gründe KEINEN Internet Explorer zu benutzen.</p>
<p><strong>Fünfter Punkt, Abspielen:</strong> Das Abspielen von digitalen Filmen ist nicht ganz so einfach, wie man naiverweise vielleicht denkt. Es gibt dutzende von verschiedenen Speicherformaten für Videos. Und für jedes braucht es einen besonderen so genannten CODEC (Coder-Decoder), was ein Stück Software ist, das das betreffende Speicherformat aufbereiten und auf den Bildschirm bringen kann.</p>
<p>Bei deinen Filmen handelt es sich um Dateien vom Typ “FLV”, was für “Flash Video” steht. Dafür gibt es den Flash Player, der aber nicht als eigenständige Software auf dem Computer benutzt werden kann, um beliebige FLV-Dateien anzuzeigen, sondern er wird, wie oben erwähnt, in Webseiten integriert und lädt sich das anzuzeigende Video jeweils direkt vom Webserver. Das ist gewollt, weil man damit das beliebige Kopieren solcher Filme verhindern will, oder zumindest will man dem Steine in den Weg legen (weil, wie wir gesehen haben, lassen sich die Dateien trotzdem herunterladen und somit kopieren).</p>
<p>Um solche Filme nach dem Herunterladen auf dem eigenen PC abzuspielen muss man eine Media-Player-Software mit passendem CODEC haben, und diese bekommt man, eben, leider, nicht direkt vom Erfinder (der Erfinder des Flash-Formates sowie des Flash-Players ist Adobe). Es gibt aber eine Film-Abspiel-Software, die fast alle Speicherformate, die im Umlauf sind, kennt und verarbeiten kann. Sie heisst “<strong>VLC media player</strong>” und ist kostenlos, weil Open Source, und ich kann sie uneingeschränkt empfehlen. Sie lässt sich beispielsweise von hier downloaden: <a href="http://www.vlc.de/"  target="_blank">http://www.vlc.de/</a>. Möglicherweise hast du sogar diese Software gemeint, als du vom “final media Player LLC” geredet hast.</p>
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		<title>Neue Dekoration der Wohnung fällig?</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/2560</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 12:25:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Home stories]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich glaube, ich muss mal wieder was für die Verschönerung meiner Wohnung tun. Schon länger ist in diesem Bereich nichts wesentliches mehr passiert. Besonders mein altes Sofa ist so abgeschossen, das Bettgestell knarrt. Das Wohnzimmer ist eintönig. Was soll man tun? Naja, klar, als alter Computerfreak geht man zuerst mal ins Internet und schaut sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, ich muss mal wieder was für die Verschönerung meiner Wohnung tun. Schon länger ist in diesem Bereich nichts wesentliches mehr passiert. Besonders mein altes Sofa ist so abgeschossen, das Bettgestell knarrt. Das Wohnzimmer ist eintönig. Was soll man tun? Naja, klar, als alter Computerfreak geht man zuerst mal ins Internet und schaut sich um.</p>
<p>Ich habe <a href="http://www.heine.ch/content/wohnen/wohnen_wohnaccessoires.html"  target="_blank">diverse Wohnaccessoires</a> bei heine gefunden. Ich bin mir zwar noch nicht ganz schlüssig, wie gut diese Dinge zu meiner Wohnung passen. Nun, meine Wohnung ist einigermassen nüchtern eingerichtet, von daher passt es. Einen Schirmständer habe ich noch keinen. Da ich Katzen liebe, könnten mich auch die Zugluftstopper mit Katzensujet interessieren. Die sind nützlich, wenn ich die Balkontüre zum Lüften eine Weile öffnen will. Auch die Windlichter würden sich hübsch machen auf dem Fenstersims, wenn ich mal einen Sommerabend auf dem Balkon geniessen will.</p>
<p>Den Raumteiler finde ich jetzt weniger nützlich, meine Räume sind bereits klein genug, sodass ich sie nicht weiter verkleinern möchte. Auch bei den Stövchen bin ich mir nicht schlüssig. Einerseits sind sie zwar durchaus hübsch anzuschauen, aber andererseits sind sie mir schon zu verzwirbelt. Der Rollcontainer wäre vielleicht fürs Büro interessant, aber die bestehende Büroeinrichtigung mit Naturzholzmaserung passt da nicht so richtig dazu.</p>
<p>Naja, ich lass mich mal noch <a href="http://www.stylinrooms.de/"  target="_blank">ein wenig inspirieren</a>, in wel­che Rich­tung ich ge­hen will.</p>
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		<title>Verstehen Sie mich nicht miss!</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Mar 2012 06:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fun]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt ja so viele Möglichkeiten, wie sich Deutsche und Schweizer missverstehen, weil sie vermeintlich dieselbe Sprache sprechen, aber eben doch nicht: Dr. Ulf Knorke: “Tach, Herr Nachbar!“ Hanspeter Rüdisühli: “Ja guten Tag, Herr, äh, Kork…, äh, wie gehts? Haben Sie sich gut eingelebt?“ Knorke: “Danke der Nachfrage! Kann nicht klagen, ich bin ja nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ja so viele Möglichkeiten, wie sich Deutsche und Schweizer missverstehen, weil sie vermeintlich dieselbe Sprache sprechen, aber eben doch nicht:</p>
<p><strong>Dr. Ulf Knorke:</strong> “Tach, Herr Nachbar!“<br />
<strong>Hanspeter Rüdisühli:</strong> “Ja guten Tag, Herr, äh, Kork…, äh, wie gehts? Haben Sie sich gut eingelebt?“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Danke der Nachfrage! Kann nicht klagen, ich bin ja nun doch schon ein Wiilchen in der Schwiiz, höhö. Und die Nachbarschaft ist ja wirklich ganz nett hier.“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Ja Sie, aber die junge Frau von oben links. Wie die hundert Mal pro Tag mit ihren Stöcklischuhen rauf– und runterklappert, Sie, das hält ja kein Mensch aus. Vor allem, wo das Haus so ringhörig ist.“<br />
<span id="more-2545"></span><strong>Knorke:</strong>“Ringhörig? Sie meinen, so wie die Typen in ‘Der Herr der Ringe’?“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Äh, also mich macht die einfach verrückt. Ich bin total verrückt auf die.“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Nanana, Herr Nachbar! Ich dachte ja, Sie seien verheiratet. Aber ein Mann ist halt ein Mann, was? Wenn Sie wissen, was ich meine. Na, na? Höhö! So unter uns Männern kann man sich solche Dinge ja auch erzählen, nich?“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Äh, ja, äh. Aber auch dass sie manchmal den ganzen Tag mit dem Trainer unterwegs ist, das geht doch nicht. Ich bin sicher, die geht sogar mit dem Trainer ins Bett.“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Aber das ist doch ein freies Land hier! Die darf doch mit dem Fitnesscoach schlafen. Und die Sexualität… Die jungen Leute heutzutage, die sind da halt ein bisschen offener, ne?“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Was? Äh… Ja, Sie, aber das macht einfach keine Falle, wenn man so mit dem Trainer nach draussen auf die Strasse…“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Was für eine Falle denn?“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Ich meine, das macht keine Gattung. Das schleckt keine Geiss weg.“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Wie bitte? Was für eine Gattung denn? Ziege?“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Ich meine, das geht einfach nicht. Ich gehe ja auch nicht mit den Finken auf die Strasse.“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Oh, Sie halten Finken! Ich hatte mal einen Nachbarn, der hatte Tauben. Ich hab ja vor, mir einen Papageien zuzulegen. Aber zuerst brauch ich einen Vogelbauer — wüssten Sie vielleicht, so ich den herkrieg?<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Ja, wollen Sie sich denn den Vogel bauen lassen?“<br />
Knorke: “Ach köstlich, Sie haben ja vielleicht Humor! Nein, ich meine natürlich einen Käfig. Es kann auch ein gebrauchter sein.“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Ich würds mal im Brockenhaus versuchen.“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Brockenhaus? Was denn für Brocken? Ich brauch keine Brocken, ich brauch einen Käfig…“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Ja, eben, im Brockenhaus, da finden Sie vielleicht einen Käfig, einen gebrauchten halt.“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Wie komm ich denn da hin?“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Also da gehen Sie hier erst mal rechts und dann geradeaus, bis Sie zum Rotlicht kommen…“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Rotlicht?“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Ja, die bauen da, die ganze Strasse ist aufgerissen, da ist ein Puff.“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Ein Puff? Und das geben Sie mir zur Orientierung mit auf den Weg? Also bitte! Ich geh doch nicht hier rum und merk mir, wo die Puffs sind!“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Ja wenn Sie den Weg nicht finden, geben Sie mir einfach ein Telefon.“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Warum sollte ich Ihnen denn ein Telefon geben? Sie haben doch bestimmt schon eins.“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “Äh… Dann also auf Wiedersehen!“<br />
<strong>Knorke:</strong> “Na denn tschüss!“<br />
<strong>Rüdisühli:</strong> “He, seit wann sind wir Duzis?”</p>
<hr />
<p>Aus dem <a href="http://www.beobachter.ch"  target="_blank">Beobachter</a> 21|2011, Kolumne “Schlusspunkt”, von Mario Güdel. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.</p>
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		<title>Die Stoppuhr — oder wie mein Glaube an die Gerechtigkeit zerbrach</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 14:52:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheitserinnerungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Geschichte erzählt ein Erlebnis aus meiner Kindheit. Daran, wann sich das Ganze zugetragen hat, erinnere ich mich nicht mehr genau, aber es muss zu der Zeit gewesen sein, als ich in die 4. oder 5. Klasse ging, weil mein damaliger Lehrer, Herr Aeschbach*, darin eine wichtige Rolle spielt. Also muss ich 9 oder 10 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte erzählt ein Erlebnis aus meiner Kindheit. Daran, wann sich das Ganze zugetragen hat, erinnere ich mich nicht mehr genau, aber es muss zu der Zeit gewesen sein, als ich in die 4. oder 5. Klasse ging, weil mein damaliger Lehrer, Herr Aeschbach*, darin eine wichtige Rolle spielt. Also muss ich 9 oder 10 Jahre alt gewesen sein. Meine Eltern machten in jenen Jahren gerne Wanderferien im Herbst, und genauso war es in diesem Jahr gewesen. Das Binntal im Wallis war eine wunderbar wilde Gegend, in der ich unter anderem grossartig geformte Steine fand, nebst einfachem Quarz etwa faustgrosse Stücke des weissen, mit goldfarbenem Pyrit überzogenen Zuckerdolomit, oder die schwarzen, etwa fussgrossen Stücke, die auf der Oberseite über und über mit kleinen, ebenfalls schwarzen, glänzenden, länglichen Kristallzylindern übersäht waren, vermutlich Jordaniten. Das waren alles zwar nicht besonders wertvolle, aber doch ansehnliche Stücke, die ich mir als Andenken mit nach Hause genommen hatte.</p>
<p><span id="more-2529"></span>Im nächsten Frühling baute ich mir eine kleine Holzhütte hinten im Garten, direkt neben dem Sandhaufen, und spielte darin “Verkäuferlis”. Die Auslage bestand aus den oben beschriebenen Andenken an die Binntal-Ferien. Irgendwann im Laufe des Nachmittags kam Kevin* vorbei, der ein paar Häuser weiter wohnte. Ich hatte mit Kevin keinen besonders engen Kontakt, dafür wohnte er schon zu weit weg. Es waren vor allem die Kinder aus den an meinem Elternhaus vorbeiführenden beiden Strassen, mit denen ich regelmässig spielte, Kevin aus der Parallelstrasse war ein nur sporadischer Spielkamerad. Ausserdem hatte er einen Makel: Wie es immer wieder mit grossem Bedauern hiess, waren seine Eltern geschieden und er lebte bei Mutter und Stiefvater. Es gingen sogar Gerüchte, dass Kevin manchmal vom Stiefvater geschlagen wurde.</p>
<p>Aber wie auch immer, ich freute mich jedenfalls sehr, dass mich Kevin in meinem “Verkläuferliladen” besuchte und die Auslagen bewunderte. Er fragte mich dies und jenes über die schönen Steine und zeigte reges Interesse. Bald schlug er vor, mir einen solchen Stein abzukaufen. Über eigenes Geld verfügten weder Kevin noch ich, das war klar, und daher konnte er mir nur ein Tauschgeschäft anbieten. Als ich ihn fragte, was er mir denn im Tausch gegen einen solch hübschen Stein anbieten würde, zog er eine Stoppuhr aus der Tasche. Ein ebenfalls hübsches mechanisches Modell mit einem Klappdeckel und zwei Knöpfen oben und auf der Seite, bei deren Betätigung der Zeiger loslief oder stoppte, oder wieder auf Null zurückgestellt wurde. Dieses mechanische Ding faszinierte mich sehr, und bald schon waren wir uns handelseinig: Zwei meiner schönsten Steine gegen seine Stoppuhr. Den Rest des Nachmittags vergass ich meinen Laden und spielte nur noch mit der Stoppuhr und mass verschiedenste Zeiten für mehr oder weniger sportliche Aktivitäten, die mir grade in den Sinn kamen.</p>
<p>Nach etwa einer Stunde kam die Mutter auf die Terrasse, um mir einen z’Vieri anzubieten. So ganz nebenbei fragte sie mich, womit ich denn da spielen täte und woher ich die Stoppuhr habe. Ich erzählte ihr wahrheitsgemäss, dass ich sie in einem fairen Tauschhandel gegen zwei Binntalsteine von Kevin bekommen habe. Sie stutzte einen Moment und meinte, das könne nicht sein. Sie nahm mir die Uhr weg und ging damit ins Haus hinein. Ich zuckte mit den Schultern und begann, jetzt wo ich die Stoppuhr nicht mehr hatte, mich wieder um meinen Laden zu kümmern.</p>
<p>Beim Abendessen verkündete Mutter vor Vater und mir, dass sie ein bisschen rumtelefoniert habe und dass ich offenbar zwei Stoppuhren mit Kevin zusammen aus der nahegelegenen Turnhalle Bärenmatte gestohlen habe. Die andere Stoppuhr habe Kevins Mutter in seinem Zimmer gefunden. Mein Lehrer Aeschbach habe bestätigt, dass die beiden Stoppuhren aus der Bärenmatte stammten und dass sie dort fehlten. Meinen Einwand, dass ich von dem Diebstahl nichts gewusst habe und dass ich nur einen legitimen Tauschhandel gemacht hätte, wischte sie mit einem verkniffenen Lächeln beiseite und meinte nur, behaupten könne ich ja vieles. Sie werde die beiden Stoppuhren noch am selben Abend Lehrer Aeschbach übergeben, über eine gerechte Strafe für Kevin und mich müssten sie noch nachdenken.</p>
<p>Am nächsten Tag in der Schule wollte auch Lehrer Aeschbach nichts von meiner Version der Geschichte wissen. Kevin war zwar nicht sein Schüler, aber er hatte trotzdem eine gute Idee für eine Bestrafung für uns. Dank der Aufmerksamkeit meiner Mutter sei der Schaden ja gering, weshalb man es beim “Tannli setzen” während der nächsten Ferien bewenden lassen könne. Das würde uns beiden gut tun. Meine Eltern fanden das eine grossartige Idee, Einspruch oder Widerstand war zwecklos.</p>
<p>Nun, mit dem “Tannli setzen” hatte es folgendes auf sich: Der Gemeindeförster hatte diverse Waldstücke zu pflegen, und an einer Ecke der Gemeinde befand sich eine Baumschule, in der er junge Bäume pflegte und, wenn sie gross und stark genug waren, wiederum an einem geeigneten Ort in die Wälder setzte. Das gab jeweils viel zu tun, besonders im Frühling, und das war eine Gelegenheit für Maturanden und Studenten, während der Semesterferien ein kleines Zubrot zu verdienen. Nun, in diesem besonderen Fall musste ich also während der Frühlingsferien zwei Wochen lang in die Baumschule, junge Tannen setzen und pflegen gehen. Das war für mich eine ziemliche Herausforderung, weil der Weg dorthin für meine Begriffe lang war, und, während der Ferien besonders ungeliebt, der Arbeitsbeginn früh war. Als ich also am ersten Ferientag um 7 Uhr dort aufkreuzte staunte der Förster über so einen jungen Arbeiter, aber er war informiert worden über diese Strafmassnahme und beschäftigte mich mit leichten Arbeiten. Ich staunte selber aber noch vielmehr darüber, dass Kevin nicht aufkreuzte. Ich sah ihn die ganzen zwei Wochen kein einziges Mal. Selber schuftete ich von 7 Uhr bis 17 Uhr auf den Feldern, zwar schon mit einer grosszügigen Mittagspause, aber solch körperliche Arbeit war ich mir nicht gewohnt und kam dementsprechende erschöpft jeweils Abends nach Hause. Am letzten Arbeitstag verabschiedete mich der Förster herzlich und sagte, einen solch fleissigen jungen Mann habe er schon lange nicht mehr bei sich gehabt. Er wisse schon, dass es sich um eine Strafmassnahme gehandelt habe, aber insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass ich ohne zu murren so schwer gearbeitet habe, werde er mir den üblichen Lohn für diese Arbeit auszahlen. Allerdings könne er ihn mir nicht einfach so mitgeben, da ich ja minderjährig sei, sondern werde ihn mit einem Brief an meine Eltern auszahlen lassen. Mein Herz machte einen Sprung vor Freude, denn da hatte sich doch die meiner Meinung nach unverdiente Plackerei am Ende doch noch gelohnt. Ich hatte also doch noch etwas davon, dass ich so ehrlich gewesen war in der Stoppuhrsache, und deswegen unverdient so hart bestraft wurde.</p>
<p>Nun, am Montag begann die Schule wieder und ich vergass meinen Lohn vorerst, bis nach ein paar Tagen, als ich von der Schule kam und Vater und Mutter am Esstisch sassen und mich aufforderten, mich zu setzen. Mutter hatte einen Briefumschlag in der Hand. Sie erklärte, dass der Brief vom Förster sei. Dass er meine Arbeit lobe und dass er mir dafür einen Lohn ausbezahle. Jetzt hätten sie aber ein Problem. Es könne nicht angehen, dass ich aus einer Strafe noch Profit beziehe. Deshalb könne ich das Geld nicht haben. Ich hätte ja auch gar keine Verwendung für so viel Geld, da ich ja noch gar nie so viel Geld auf einmal in der Hand gehabt hätte. Ich erinnere mich nur vage, aber es ging, glaube ich, um ungefähr 170 Franken. Vater und sie hätten beschlossen, das Geld einem guten Zweck zu spenden.</p>
<p>Ich schluckte schwer und ging in mein Zimmer. Das fühlte sich grade verdammt Scheisse an. Nicht nur dass mir meine Mutter die Wahrheit über den Tauschhandel nicht glauben wollte, ich war auch noch der einzige, der bestraft wurde. Über die Gründe von Kevins Abwesenheit beim Förster hatte ich nie etwas erfahren. Als ich diese Ungerechtigkeit gegenüber meinen Eltern beklagte, sagten sie nur, dafür seien sie nicht zuständig, sie ginge nur meine Erziehung etwas an. Und zu guter letzt durfte ich nicht einmal den sauer erarbeiteten Lohn behalten.</p>
<p>Diese Ungerechtigkeit und dieser Frust hat mich noch viele Jahre in meinem Leben verfolgt. Es ist ein Beispiel gutgemeinter Arroganz und fehlgeleiteter erzieherischer Absichten von Eltern.</p>
<p>*Alle Namen sind geändert, um die Schuldigen zu schützen.</p>
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