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	<title>Heiniger-Net &#187; Spiritualität</title>
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	<description>Daniels Blog, Hertas homöopathische Praxis, Familien-Webmail...</description>
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		<title>Susan Cain: Die Macht der Introvertierten</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 05:15:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Susan Caine ist amerikanische Schriftstellerin und Autorin des Buches Quiet: The Power of Introverts in a World That Can’t Stop Talking. Sie hat eine Homepage, auf der unter anderem untenstehendes Manifest nachzulesen ist:  Es gibt ein Wort für “Menschen, die zu sehr im Kopf sind”: Denker. Unsere Kultur bewundert Menschen, die Risiken eingehen, zu recht, aber wir brauchen [...]]]></description>
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<p>Susan Caine ist amerikanische Schriftstellerin und Autorin des Buches <a href="http://www.thepowerofintroverts.com/about-the-book/"  target="_blank">Quiet: The Power of Introverts in a World That Can’t Stop Talking</a>. Sie hat eine <a href="http://www.thepowerofintroverts.com"  target="_blank">Homepage</a>, auf der unter anderem untenstehendes <strong>Manifest</strong> nachzulesen ist: <span id="more-2622"></span></p>
<p><img class="alignright" src="http://www.thepowerofintroverts.com/wp-content/uploads/2010/05/the_thinker_auguste_rodin-686x1024.jpg" alt="Der Denker von Auguste Rodin" width="148" height="221" /></p>
<ol>
<li>Es gibt ein Wort für “Menschen, die zu sehr im Kopf sind”: Denker.</li>
<li>Unsere Kultur bewundert Menschen, die Risiken eingehen, zu recht, aber wir brauchen auch unsere Acht-gebenden mehr als je zuvor.</li>
<li>Einsamkeit ist ein Katalysator für Innovation.</li>
<li>Simsen ist populär, weil in einer übermässig extrovertierten Gesellschaft jeder sich nach asynchroner, nicht-Angesicht-zu-Angesicht-Kommunikation sehnt.</li>
<li>Wir unterrichten Kinder in Gruppenklassenzimmern nicht, weil das die beste Art des Lernens wäre, sondern weil das konstengünstig ist, und was würden wir denn sonst mit den Kindern tun während alle Erwachsenen bei der Arbeit sind? Wenn Ihr Kind lieber autonom arbeitet und gerne eins-zu-eins sozialisiert, dann ist an ihr nichts falsch, sie passt dann einfach nicht ins Schema.</li>
<li>Die nächste Generation der ruhigen Kinder kann und soll so erzogen werden, dass sie ihre eigenen Stärken kennen.</li>
<li>Manchmal hilft es, vorgespielt-extrovertiert zu sein. Später ist immer noch Zeit, ruhig zu sein.</li>
<li>Aber langfristig ist seinem Temperament gegenüber wahrhaftig zu sein der Schlüssel dazu, Arbeit zu finden, die man liebt, und die wichtig ist.</li>
<li>Jeder leuchtet, wenn er im richtigen Licht steht. Für die einen ist das ein Theaterscheinwerfer, für andere ist es ein Tisch unter einer Leselampe.</li>
<li>Daumenregel für Netzwerkanlässe: Eine echte neue Beziehung ist mehr wert als eine Hand voll Visitenkarten.</li>
<li>Es ist in Ordnung, die Strassenseite zu wechseln, um Small Talk aus dem Weg zu gehen.</li>
<li>“Ruhige Führung” ist kein Widerspruch in sich.</li>
<li>Das universelle Sehnen nach dem Himmel ist nicht so sehr die Sehnsucht nach der Unsterblichkeit sondern vielmehr der Wunsch nach einer Welt, in der jedermann immerzu freundlich ist.</li>
<li>Wenn die Aufgabe der ersten Lebenshälfte ist, nach da draussen zu gehen, dann ist die Aufgabe der zweiten Lebenshälfte, zu verstehen, wo man gewesen ist.</li>
<li>Liebe ist essentiell, Geselligkeit ist optional.</li>
<li>“Auf sanfte Art kannst du die Welt erschüttern.” — Gandhi</li>
</ol>
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		<title>Gespräch zweier Föten im Mutterleib</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/2473</link>
		<comments>http://heiniger-net.ch/archives/2473#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 16:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Quelle dieses Textes über zwei Zwillinge, eines Skeptikers und eines Optimisten, ist Jirina Prekop, eine tschechische Psychologin. Im Mutterleib diskutieren zwei Föten miteinander. Der eine ist gläubig, der andere nicht. Atheistischer Fötus: Und du? Glaubst du an ein Leben nach der Geburt? Gläubiger Fötus: Aber sicher. Es ist offensichtlich, dass ein Leben nach der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Quelle dieses Textes über zwei Zwillinge, eines Skeptikers und eines Optimisten, ist <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jirina_Prekop"  target="_blank">Jirina Prekop</a>, eine tschechische Psychologin.</p>
<p>Im Mutterleib diskutieren zwei Föten miteinander. Der eine ist gläubig, der andere nicht.</p>
<p>Atheistischer Fötus: Und du? Glaubst du an ein Leben nach der Geburt?<br />
<em>Gläubiger Fötus: Aber sicher. Es ist offensichtlich, dass ein Leben nach der Geburt existiert. Und wir sind grade deswegen hier, damit wir hier stark werden können und bereit für das, was uns danach erwartet.</em><br />
AF: Das macht alles keinen Sinn. Es gibt nichts nach der Geburt. Kannst du dir denn vorstellen, wie so ein Leben aussehen könnte?<br />
<em>GF: Nun ja, ich kenne nicht alle Details. Aber da drüben wird es viel Licht geben, viel Freude. Und beispielsweise werden wir da drüben mit unserem Mund essen.</em><br />
AF: Was für ein Unsinn! Wir haben unsere Nabelschnur, die uns ernährt. Und von diesem anderen Leben ist noch keiner zurückgekehrt. Durch die Geburt wird das Leben ganz einfach beendet.<br />
<em>GF: Nein! Ich weiss zwar nicht genau, wie dieses Leben nach der Geburt aussieht, aber wir werden auf jeden Fall unsere Mutter sehen und sie wird sich um uns kümmern.</em><br />
AF: Mutter? Glaubst du an Mutter?!? Und wo ist sie?<br />
<em>GF: Aber sie ist überall! Sie umgibt uns! Dank ihr leben wir, und ohne sie sind wir nichts. Sie wacht über uns in jedem Augenblick.</em><br />
AF: Das ist absurd! Hast du sie schon gesehen? Ich auch nicht! Also existiert sie offensichtlich nicht. Und wenn sie doch existieren sollte, warum manifestiert sie sich nicht?<br />
<em>GF: Nun, ich bin nicht einverstanden. Weil, manchmal, wenn alles ruhig wird, dann kann man hören, wie sie singt…fühlen, wie sie unsere Welt streichelt…ich bin sicher, dass unser wahres Leben erst nach der Geburt beginnt.</em><br />
AF: Ich bin vor allem überzeugt davon, dass nach der Geburt gar nichts ist. Das ist doch alles irrational.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neues Angebot: Kabbalistische Namensanalyse</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/2068</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 20:50:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogroll]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor längerer Zeit hatte ich mal ein Buch gelesen über die alte hebräische Kunst der Kabbalistik, und wie man damit Begriffe und Namen analysieren kann. Wieviel Wahrheit dahintersteckt kann ich nicht wirklich beurteilen, es geht wohl in eine ähnliche Richtung wie bei den Horoskopen. Jedenfalls habe ich ein paar interessante Dinge dabei festgestellt. Jetzt habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor längerer Zeit hatte ich mal ein Buch gelesen über die alte hebräische Kunst der Kabbalistik, und wie man damit Begriffe und Namen analysieren kann. Wieviel Wahrheit dahintersteckt kann ich nicht wirklich beurteilen, es geht wohl in eine ähnliche Richtung wie bei den Horoskopen. Jedenfalls habe ich ein paar interessante Dinge dabei festgestellt.</p>
<p>Jetzt habe ich eine Software geschrieben, die diese Berechnungen durchführt und biete sie neu an. Deshalb findet man jetzt auf der <a href="/offering">Angebote-Seite</a> einen Hinweis auf die neue <a href="/offering/kabbalistik">kabbalistische Namensanalyse</a>.</p>
<p>Ich wünsche allen viel Spass bei der Analyse ihres Namens.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Als ich mich selbst genug zu lieben begann</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/1983</link>
		<comments>http://heiniger-net.ch/archives/1983#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 20:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Der folgende Text wird irrtümlich Charlie Chaplin zugeschrieben. Der Irrtum tut aber seiner Schönheit keinen Abbruch. Welches die wahre Quelle ist, können Sie am Ende des Artikels nachlesen. Als ich mich selbst genug zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der folgende Text wird irrtümlich Charlie Chaplin zugeschrieben. Der Irrtum tut aber seiner Schönheit keinen Abbruch. Welches die wahre Quelle ist, können Sie am Ende des Artikels nachlesen.</p>
<hr />Als ich mich selbst genug zu lieben begann,<br />
habe ich verstanden,<br />
dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,<br />
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin<br />
und dass alles, was geschieht, richtig ist -<br />
von da an konnte ich ruhig sein.<br />
Heute weiß ich: Das nennt man <strong>VERTRAUEN</strong>.</p>
<p><span id="more-1983"></span>Als ich mich selbst genug zu lieben begann,<br />
konnte ich erkennen,<br />
daß emotionaler Schmerz und Leid<br />
nur Warnung für mich sind,<br />
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.<br />
Heute weiß ich, das nennt man <strong>AUTENTHISCH SEIN</strong>.</p>
<p>Als ich mich selbst genug zu lieben begann,<br />
habe ich aufgehört,<br />
mich nach einem anderen Leben zu sehnen<br />
und konnte sehen, daß alles um mich herum<br />
eine Aufforderung zum Wachsen war.<br />
Heute weiß ich, das nennt man <strong>REIFE</strong>.</p>
<p>Als ich mich selbst genug zu lieben begann,<br />
habe ich aufgehört,<br />
mich meiner freien Zeit zu berauben<br />
und ich habe aufgehört,<br />
weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.<br />
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet,<br />
was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,<br />
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.<br />
Heute weiß ich, das nennt man <strong>EHRLICHKEIT</strong>.</p>
<p>Als ich mich selbst genug zu lieben begann,<br />
habe ich mich von allem befreit,<br />
was nicht gesund für mich war,<br />
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen<br />
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog,<br />
weg von mir selbst.<br />
Anfangs nannte ich das ‘GESUNDEN EGOISMUS’,<br />
aber heute weiß ich, das ist <strong>SELBSTLIEBE</strong>.</p>
<p>Als ich mich selbst genug zu lieben begann,<br />
habe ich aufgehört,<br />
immer recht haben zu wollen,<br />
so habe ich mich weniger geirrt.<br />
Heute habe ich erkannt,<br />
das nennt man <strong>DEMUT</strong>.</p>
<p>Als ich mich selbst genug zu lieben begann,<br />
habe ich mich geweigert,<br />
weiter in der Vergangenheit zu leben<br />
und mich um meine Zukunft zu sorgen.<br />
Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick,<br />
wo ALLES stattfindet.<br />
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es <strong>BEWUSSTHEIT</strong>.</p>
<p>Als ich mich selbst genug zu lieben begann,<br />
da erkannte ich,<br />
daß mich mein Denken armselig und krank machen kann,<br />
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,<br />
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.<br />
Diese Verbindung nenne ich heute <strong>HERZENSWEISHEIT</strong>.</p>
<p>Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,<br />
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,<br />
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander<br />
und es entstehen neue Welten.<br />
Heute weiß ich, <strong>DAS IST DAS LEBEN</strong>!</p>
<hr />Dieser Text wird irrtümlich Charles Chaplin zugeschrieben, als Tischrede anlässlich seines 70. Geburtstages am 17. April 1959. <a href="http://comoutrosolhos.multiply.com/journal/item/139"  target="_blank">Dieser Blog geht näher auf die Entstehungsgeschichte der Falschzuordnung ein</a>. Das Original stammt aus dem Jahre 2001 und wurde in Form eines Buches mit dem Titel “<a rel="nofollow" href="http://www.amazon.com/gp/product/0312271247?tag=myspace08-20&amp;link_code=xm2&amp;camp=2025&amp;dev-t=D2WQY839001DMT"  target="_blank">When I loved myself enough</a>” von Kim &amp; Alison McMillen publiziert. Das Buch ist bei Amazon erhältlich (siehe Link). Hier ist noch eine <a href="http://www.goldcoastyogacentre.com/welcome/page168.php"  target="_blank">Originalquelle der Autorin</a>.</p>
<p><a href="http://comoutrosolhos.multiply.com/journal/item/139"  target="_blank"></a></p>
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		<title>Mehr Mann</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 23:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsratschläge]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Männer, die ein bisschen älter werden, flüchten sich in der Regel irgendwann in alle möglichen, meist lächerlichen Rollen: Der Marathonläufer, der Sportwagenfahrer, der Golfspieler, der Playboy, der Konsumkritiker, der all den Spass, den er in jüngeren Jahren hatte, solange im Hirn wiederkäut, bis er sein Nichtmehrvorhandensein als befreiend empfindet. Dazu verstärkt sich bei bereits hüftsteifen Männern über 40 die Tendenz, wie Studien im Bekanntenkreis zeigen, nur noch in sich selbst hineinzuhören; das Desinteresse der Welt und an anderen Menschen regelrecht zu kultivieren. Die ihn umgebende Aura der Verhärtung verwechselt der alternde Mann dann mit Virilität. Selbst Frau und Kinder im Leben des alternden Mannes schaffen es oftmals nicht, das eine, grosse Problem zu lösen: seine Unfähigkeit, sein Leben wirklich zu teilen, mit Worten zu teilen.</p>
<p><span id="more-1969"></span>Ein bisschen nachhaltiger glücklich trotz bereits verstreuten Genen und beruflichen Loorbeeren wird jedoch nur, wer andere als Eingeweihte an seinem Leben teilhaben lässt — das verstehen Frauen irgendwie instinktiver.</p>
<p>Die Überlegungen einer erfahrenen Psychoanalytikerin leuchten deshalb ein. Schon viele Männer trauerten bei ihr vor sich hin. Männer, so die überraschende These der Analytikerin, legen sich Liebhaberinnen zu oder flüchten sich in Affären, nicht etwa, weil sie ein überwältigendes Bedürfnis verspüren, ihr Restsperma zu verteilen. Sondern, weil sie es versäumt haben, in jüngeren Jahren dauerhafte, intimere Beziehungen mit anderen Männern aufzubauen. Der alternde Mann sucht also nicht so sehr den Sex mit der jüngeren Frau, die wiederum auf der Suche nach wertvoller DNA ist, sondern immer nur den Freund, den er verloren oder vielleicht nie gehabt hat.</p>
<p>Was dem Mann hilft, wenn er die Uhr ticken hört, ist also nicht noch mehr Frau in seinem Leben — das fördert höchstens seine Hysterisierung -, sondern eben mehr Mann.</p>
<blockquote><p>Diese Kolumne erschien zuerst im <a href="http://dasmagazin.ch"  target="_blank">Magazin</a> Nr. 47 vom 3.12.2010 in der Rubrik “Kommando Gegenwart”. Sie gefiel mir so gut, dass ich sie gerne hier wiederveröffentliche, auch weil sie so gut zum grossen Thema des <a href="http://maennerworkshop.de"  target="_blank">Männerworkshops</a> passt, bei dem ich als Simultanübersetzer des Seminarleiters <a href="http://johnbellicchi.com"  target="_blank">John Bellicchi</a> tätig bin. Mit freundlicher Genehmigung des Autors, Finn Canonica.</p></blockquote>
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		<title>Für Männer die etwas riskieren</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/1177</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 06:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine besondere Form des Coachings Dieser Artikel erschien in leicht abgeänderter Form unter dem Titel “Manager mit Charakter” in Alpha — der Kadermarkt der Schweiz am 31. 5. 2003. Da der Autor ein Freund von mir ist und ich für den Männerworkshop Simultanübersetzer bin, reproduziere ich den Artikel gerne hier auf meinem Blog. Mit freundlicher Genehmigung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Eine besondere Form des Coachings</h2>
<blockquote><p><img class="size-thumbnail wp-image-1182 alignright" title="Urs Dudle" src="http://www.heiniger-net.ch/blog/wp-content/uploads/2009/03/urs-dudle-150x150.jpg" alt="Dr. Urs Dudle" width="68" height="68" />Dieser Artikel erschien in leicht abgeänderter Form unter dem Titel “Manager mit Charakter” in <a href="http://www.alpha.ch/"  target="_blank"><em>Alpha — der Kadermarkt der Schweiz</em></a> am 31. 5. 2003. Da der Autor ein Freund von mir ist und ich für den <a href="http://maennerworkshop.de"  target="_blank">Männerworkshop</a> Simultanübersetzer bin, reproduziere ich den Artikel gerne hier auf meinem Blog. Mit freundlicher Genehmigung des Autors, Herrn <a href="http://www.heiniger-net.ch/archives/1177#author" title="Urs Dudle" >Urs Dudle</a>.</p></blockquote>
<p><strong>Männerworkshops und Seminare mit Männern entfalten nach­haltige Wirkung und das gerade auch im Hinblick auf den Beruf. Durch ihren ungewöhnlichen, direkten Approach stellen solche Workshops eine spezielle und effiziente aber sehr persönliche Form des Coachings dar. </strong></p>
<p>“Neue Männer braucht das Land!” sang Ina Deter vor ein paar Jahren in ihrem Lied. In Zeiten, wo das Vertrauen in viele unserer Wirtschaftskapitäne erschüttert ist, wird dieser Gedanke gerne wieder aufgenommen. Dieser etwas radikale Ruf mag in uns zwiespältige Gefühle hervorrufen. Tatsache bleibt aber, daß das Thema Mann viel ungenutztes Potential in sich birgt.</p>
<p>In diesem Artikel werden die wichtigsten Aspekte der Männerarbeit aufge­zeichnet und ihre Beziehung zu wirtschaftlich relevanten Werten und Fähigkeiten dargestellt. Dieser Verbindung stehen leider oftmals Vorurteile von beiden Seiten im Wege. Richtig aufgebaut kann Männerarbeit für sich alleine stehen oder einem traditionellen Coaching (von Führungskräf­ten) wesentliche Aspekte beifügen, indem sie eine direkte Verbindung zum männlichen Kern aufbaut. Anstatt sich in Zielen, Analysen und Technik zu verlieren steht die Echtheit, die Authentizität im Zentrum. Damit werden brach liegende Energiequellen angezapft, persönliche wie kollektive, wobei vor allem letztere in Freundschaft und Gemeinschaft wurzeln. Erst aus der Echtheit entsteht wirkliche Klarheit, Vision und ein Verantwortungs­bewußtsein, als Chef, als Coach oder einfach als Vater.<span id="more-1177"></span></p>
<p>Vorab noch ein kurzes Wort zu den Frauen. Vieles was hier gesagt wird, gilt natürlich auch für Frauen, für die Menschheit überhaupt. Daß ich hier primär von den Männern spreche, hat damit zu tun, daß die spezifische Arbeit mit Männern das Schwergewicht auf typische männliche Muster legen und mit speziellen Strategien und Methoden der männlichen Natur entgegen kommen kann. Dadurch entsteht ein Raum für Männer. Sinnigerweise haben viele Frauen dafür oft mehr Verständnis als Männer. Die meisten Frauen haben nämlich längst bemerkt, daß sie sich weibliche Räume als Ressourcen schaffen müssen. Im übrigen werden auch die Resultate, die im männlichen Raum entstehen, von den Partnerinnen häufig sehr geschätzt, auch wenn sich dabei öfters herausstellt, daß der kleine Unterschied dann doch etwas größer ausfällt, als Frau sich das gedacht hatte.</p>
<h3>Das kontroverse Thema von der männlichen Identität</h3>
<p>Beginnen wir also kurz mit der Situation von uns Männern heute. Die Spatzen pfeifen es längst von den Dächern, daß die alten Rollen ausgedient hätten und es mangelt nicht an Kritik und Anfeindungen. Gerne und nur allzu schnell kriegen wir dann auch schon die Rezepte vorgesetzt, wie nun Männer zu sein hätten. Presse und Fachliteratur versuchen uns weis zu machen, daß der neue Mann gerade hart oder eben gerade wieder soft und verständig sei, um nach ein paar Jahren das genaue Gegenteil zu lehren. Trends eben, nichts weiter als Fahnen im Wind, von neu eigentlich keine Spur.</p>
<p><em>Robert Bly</em> hat in <em>Eisenhans</em><a href="#eisenhans">1</a>, seinem Klassiker über Männer, gerade den anderen Weg genommen. Er hat zwar einen scharfen Blick für die Gegenwart, im wesent­lichen aber berichtet er, wie Männer in der Vergangenheit und in verschie­denen Kulturen gelebt haben respektive immer noch leben. Es finden sich erstaunliche Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede. Anhand des Grimm-Märchens <em>Eisenhans</em> untersucht er die verschiedenen Stadien, die ein Mann typischerweise in seiner Entwicklung durchläuft, nennt Beispiele dafür und illustriert, wie solche Phasen in verschiedenen kulturellen Umfeldern gehandhabt wurden.</p>
<p>Spätestens hier kann es Mann dämmern: statt sich über einen stupiden einsei­tigen Trend zu definieren scheint Männlichkeit viel mehr Breite und Tiefe einzuschließen. Alle Modelle von Männlichkeit haben natürlich ihre Grenzen, aber wenn wir schon eines benutzen, dann zum Beispiel jenes, das aus dem Kreis der vier gängigsten männlichen Archetypen besteht. Auf der einen Seite steht da der Vater/König/Chef, der Verantwortung trägt. Er hat Macht und Autorität, bewahrt und schützt die großen Werte. Ihm gegenüber steht als Kontrast der Sohn/Liebhaber/Künstler. Er bindet sich nicht, lehnt Verantwort­ung ab, stellt väterliche Autorität in Frage, macht was ihm paßt. Seine Stärke ist die Kreativität.</p>
<p>Die dritte Figur ist der Krieger/Macher/Manager. Er ist völlig handlungs­orientiert, prescht in einem unbändigen Tempo voran, ist sich häufig nicht wirklich bewußt, was er da gerade anstellt. Ihm gegenüber steht der Magier/Weise/Wissenschaftler der den Durchblick für Sachlage hat, aber gerade deshalb sich oft nicht entscheiden kann oder will, weil ihm die Dinge einfach zu komplex erscheinen.</p>
<p>Als Beispiel zeigt die nachfolgende Tabelle diese vier gängigsten männlichen Archetypen aus dem unternehmerischen Blickwinkel.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="146"><strong>Typ</strong></td>
<td width="255"><strong>Stärken</strong></td>
<td width="233"><strong>Schwächen</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Chef,  Unternehmer<br />
(Vater, König)</strong></td>
<td>Trägt Verantwortung, integriert, entscheidet, leitet,</td>
<td>Autoritäres Gebaren, Machtmiß­brauch, einseitiger Top-Down-Approach</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Schöpfer, Creator<br />
(Sohn, Künstler)</strong></td>
<td>Kreativität, Finden neuer Lösungen, stellt Strukturen und Entscheidungen in Frage</td>
<td>Eigensinn und fehlende Einordnung, mangelnde   wirtschaftliche Ausrichtung</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Manager, Macher<br />
(Krieger)</strong></td>
<td>Handelt, setzt um, Taten statt Worte</td>
<td>Blinder Aktionismus, chronische Reorganisation</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Wissenschaftler, Consultant<br />
(Magier, Weiser)</strong></td>
<td>Exakter Analytiker, guter Berater, Wissens­träger</td>
<td>Mangelnde Effizienz und Umsetzung, zu kompliziert</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Archetypen existieren bekanntlich nie als Menschen. Ein Charakter ist immer eine Mischung aus diesen Typen. Im Verlaufe der Zeit aber auch je nach Situation ändert sich diese. Männlichkeit muß man also deshalb als dynamischen Prozeß verstehen, der im Spannungsfeld z.B. dieser 4 grundsätzlichen Arche­typen stattfindet. Die individuelle Mischung ist anfänglich oft einseitig, ändert sich situativ und im Verlaufe der Entwicklung oft drastisch und integriert im besten Fall die Gegensätze zu einem harmonischen Ganzen.</p>
<p>Statt einseitiger Charaktere sind heute in der Wirtschaft teamfähige Chefs, ökonomisch denkende Wissenschaftler und fachkompetente Manager gefragt. Auch in der Männerarbeit geht es nicht um das einseitige Training bestimmter Eigenschaften, wie das oftmals sonst angeboten wird, sondern um ein differen­ziertes Zusammenspiel der männlichen Möglichkeiten zu finden. Statt sich monoman einer Strategie zu verschreiben geht es viel mehr darum, die Breite und Variabilität der eigenen Persönlichkeit zu entdecken und damit neue Ressourcen anzuzapfen.</p>
<h3>Angst und Lüge versus Integrität und Transparenz</h3>
<p>Diese Ressourcen werden aber erst dann wirklich positiv wirksam, wenn sie sich mit Integrität und Wahrheit verbinden. Ansonsten gehen diese Qualitäten in der persönlichen Schwäche oder in persönlichen Machtspielen unter. Transparenz ist hier das Stichwort. Spätestens dann, wenn der rechte Arm einer Unternehmung nicht mehr weiß was der linke tut, untergräbt das Effizienz und Ergebnis nachhaltig. Hundert kleine Lügen ergeben am Ende eine große Lüge. Die ökonomische Quittung dafür folgt bestimmt. Wahrheit und Transparenz aber müssen wir selber schaffen, statt vergeblich auf unseren Vorgesetzten zu warten. Niemand sonst steht dafür ein, wenn nicht gerade ich heute und jetzt. Die Folgen können positiv sein, doch im Extremfall kann mich das auch meinen Job kosten. Garantien gibt es keine.</p>
<p>Hier steht jeder von uns nervös an einer Schwelle. Angst heißt diese Schwelle. Davon redet man im Coachingbereich nicht gerne, weil es zu negativ klingt. Angst hat tausend Gesichter: Nervosität, Dominanz, falsches Selbstbewußtsein, glänzende vordergründige Zahlen, hektische Aktivität, Zigarette und alles andere kleine und große süchtige Verhalten inklusive dem Workaholismus. Entgegen der häufig von Fachleuten vertretenen Auffassung, bin ich der festen Überzeugung, daß man Angst nicht einfach wegkriegt. Alles, was ich nämlich gegen die Angst verwende, ist letztlich nur wieder ein Ausdruck der Angst selber. Ich tue es aus Angst vor der Angst. Ich kann allerdings der Angst begegnen. Das nennt sich dann Mut. Es liegt nur an mir: Entscheide ich mich für das, was richtig ist, vertrete ich es zwar mit aller Diplomatie und dennoch klar oder stimme ich in das Geheul der Wölfe ein? Stehe ich für Transparenz ein, dafür, daß wir sehen und kommunizieren, was wir tun, auch wenn das nicht immer Freude macht, oder versuche ich den eigenen Hintern zu retten, täusche vor, um Bonus und Beförderung zu kriegen.</p>
<p>Letztlich ist es eine grundsätzliche Entscheidung in unserem Leben: Nehme ich mir die Freiheit ehrlich zu sein und meine Grenzen und die der Firma zu sprengen oder beuge ich mich dem Diktat der Angst und beginne mich damit zunehmend in einen Käfig zu sperren, der mir bald nicht mehr erlauben wird, mich so zu bewegen, wie ich es für richtig halte. Damit habe ich nicht nur meinen Aktionsra­dius, sondern auch den der Firma eingeschränkt. Mit dieser grundsätzlichen Entscheidung stehe ich immer alleine, niemand nimmt sie mir ab. In der Männerarbeit wird sie klar aufs Tapet gebracht.</p>
<h3>Maßlosigkeit versus Verantwortung</h3>
<p>Doch kaum habe ich die “Wahrheit” gefunden, so renne ich als typischer Mann schon in die nächste Falle: Als Besserwisser und Apostel, als sogenannter Fach­mann bin ich in stetiger Versuchung maßlos zu werden und damit den Boden der Vernunft zu verlassen und ein offensichtlicher oder ein verkappter Fanati­ker zu werden. Maßlosigkeit dient nicht der Sache, sondern den Machtgelüsten des eigenen Egos. Fanatiker sind typischerweise Männer und es gibt sie in allen Schattierungen vom Turnlehrer bis zum “genial” größenwahn­sinnigen Top-Manager, der seinen Konzern glorreich geradewegs in den Abgrund führt. Eines ist ihnen allen gemeinsam: die guten Absichten, hinter denen sich auch immer wieder verschanzen. Ein angelsächsisches Sprichwort sagt es klar: <em>Der Weg zu Hölle ist gepflastert mit guten Absichten</em>. Gute Absichten alleine sind also nicht genug.</p>
<p>Hier setzt wohl der Hauptpunkt der Männerarbeit ein: Männer sind gefährlich. Was kann man aber tun, damit Männer zwar weiterhin ihre Kraft und Vitalität behalten, ohne daß sie damit Schaden anrichten? Viele Kulturen haben darauf mit einer Initiation, mit einer Einführung von Jungen in die Gemeinschaft der Männer reagiert. Zum einen wird der junge Mann damit aus seiner kindlichen Abhängig­keit von der Mutter geholt und in die Verantwort­ung geführt. Da er nun Teil der männlichen Gemeinschaft ist, muß er sich auch nicht mehr ständig mit halsbreche­rischen Aktionen seine Männlichkeit beweisen. Diese Aufnahme hätte aber keinen echten Wert, wenn er sie nicht durch eine harte Prüfung seiner Kraft und seines Mutes im Verlaufe der Initiation erkaufen müßte. Als Teil dieser Herausforderung wird der junge Mann im Verlaufe dieses Prozesses ver­letzt. Die Verletzung hat aber eigentlich ein anderes, ein primäres Ziel: sie zeigt uns Männern unsere eigenen Grenzen, eben unsere Verletzlichkeit. Sie führt uns vor Augen, daß wir keine Supermänner sind, auch wenn wir uns gelegentlich so fühlen. Schmerz und Verletzung führen zu Mitgefühl und sozialer (und damit auch betrieblicher) Verantwortung zurück. Und genau das ist es, was dem Fanatiker fehlt.</p>
<p>Das Auftreten von Jugendgangs ist ein klares Symptom dafür: Männliche Initiationen fehlen in unserer Gesellschaft fast vollständig. Lamentieren hilft da nichts, reines intellektuelles Verstehen des Prinzips auch nicht. Man muß sie einfach nachholen, völlig unabhängig vom Alter und in einer zeitgemäßen Form. Eigentlich ist es erstaunlich, daß das so einfach ist und auch tatsächlich praktisch funktioniert.</p>
<h3>Einzelkämpfer versus Freundschaft und Teamfähigkeit</h3>
<p>Mit dem Stichwort Aufnahme in die Gemeinschaft der Männer ist ein Schlag­licht auf einen weiteren neuralgischen Punkt geworfen: Männerfreundschaften. Es ist immer wieder erstaunlich wie wir Männer es schaffen, unsere Einsamkeit als helden­haftes Einzelkämpfertum zu verklären und darauf auch noch stolz zu sein. Gerade die sogenannt härtesten Männer haben hier oft die größten sozia­len Ängste. Natürlich sind sie uneingestanden und alle möglichen Vorurteile müssen herhalten, warum der andere nicht der richtige Kumpel sei oder warum Freund­schaft unter Männern ohnehin meist nur stupide und ordinär sei. Aus dieser Sicht werden andere Männer häufig nur als Rivalen erlebt, auch wenn man sich mit ihnen arrangieren muß. Daß man es bei solchen Mitarbeitern nicht gerade mit Teamplayern zu tun hat, und daß damit die ganze Matrix-Organisa­tion für die Katz ist, versteht sich von selbst. Dabei ist Freundschaft doch eigentlich etwas ganz simples. Nur einer steht mir im Wege: ich selber mit meinen Vorurteilen. Während das traditionelle Coaching eher Brutstätten für Eliten schaffen will, geht man in der Männerarbeit gerade den anderen Weg: Eine gute soziale und altersmäßige Durchmischung garantiert, daß ich in einem anderen Workshopteilnehmer garantiert jenen Teil von mir selber antreffe, den ich am wenigsten annehmen kann. Doch die offene Konfrontation und der gemeinsame Prozeß, in dem alle aufeinander angewiesen sind, tun zum Glück das ihrige und viele Vorurteile zerplatzen im Verlaufe des Workshops wie Seifenblasen. In echter Freundschaft hat die ganze Spannbreite von der Riva­lität bis zum Mitgefühl Platz. Zwar sehen sich viele Männer in der Wirtschaft vor allem als Rivalen, paradoxerweise aber fürchten sie sich häufig davor, diese Rivalität auch offen und ehrlich auszutragen. Einstecken und Austeilen ist deshalb ein wichtiges Thema. Wer sich schon immer eine Versachlichung der Diskussionen im Betrieb gewünscht hat, ist hier genau richtig: Wie sollte das klappen, wenn ich nicht zugeben kann, daß der andere die besseren Argumente hat (d.h. ich nicht einstecken kann)? Oder wie, wenn ich schweige, während am Tisch mit hohlen strategischen Begriffen herumgefaselt wird und niemand das Kind beim Namen nennt (d.h. ich nicht austeilen kann)? Was für eine Erleich­terung, wenn die Konfrontation in aller Härte und Fairness stattfinden kann und statt des befürchteten Krieges am Ende Friede und Respekt da sind. Freunde, echte Freunde zu haben ist eine wichtige Ressource. Und das ist die Voraus­setzung für ein echtes Team. Dann kann manchmal auch die berühmte Männer­power entstehen, die etwa bei erfolgreichen Sportteams am Werke ist. Es ist da wo die Gesamtleistung deutlich über der Summe der Einzelleistungen liegt.</p>
<p>Ich habe in diesem Artikel die wichtigsten Aspekte der Männer­arbeit und deren wirtschaftliches Potential aufgezeigt. Zentrale Punkte wie Echtheit, Klarheit, Mut, Kraft, Freundschaft, Gemeinschaft und Integrität werden aus ihrem natürlichen Wesenskern heraus gestärkt. Männerworkshops können für sich allein oder als ergänzendes Element in einem Coaching nachhaltige Wirkung entfalten. Theoreti­sche Ausführungen helfen zwar, zu verstehen und zu motivieren. Workshops die aber wirkliche Veränderungen bringen sollen, müssen natürlich darüber hinaus gehen und einen echten Prozeß ankicken. Die genannten Themen werden hier in einfacher, ja oft simpler Weise direkt erlebbar, eindringlich, hautnah und unausweichlich. Feedback-Runden helfen, das Erlebte zu verstehen und zu integrieren. Da die angeschnittenen Themen sehr persönlich sind und völlig direkt ausgetragen werden, kann diese Art von Workshops nicht einfach verordnet werden. Allenfalls kann man von betrieblicher Seite mit Einführungs­workshops den Wunsch nach dem vollen Programm wecken. Sich aber voll und ganz auf eine solche Charakterschule für Männer einzulassen ist eine ganz persönliche Entscheidung die einem die Firma nicht abnehmen kann noch darf.</p>
<p>Authentizität oder bloß Rezepte, die wahre Bilanz oder eine galante Lüge? Worum soll es gehen in meinem privaten Leben und in der Firma? Das ist nur für Männer die etwas wagen, ganz persönlich wagen. Und was die neuen Männer angeht, so kann es heute schon einen mehr geben, wenn ich es will, und jeden Tag aufs neue.</p>
<p><a href="http://www.maennerworkshop.com/" name="author"></a><em>Der Autor, Urs Dudle (Dr. med.), ist Arzt und arbeitet als Psychiater. Er war früher einige Jahre im Bereich Human Ressources, u.a. in einem global tätigen pharmazeutischen Unternehmen tätig. Zudem arbeitet er im Leitungsteam des Männerworkshops mit. (<a > www.maennerworkshop.com</a>; info@projektb.ch)</em></p>
<p><a name="eisenhans"></a>Bly, Robert: “Eisenhans”, Kindler, München, 1991</p>
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		<title>Evolution vs. Kreationismus vs. Intelligentes Design — Widerspruch oder Ergänzung?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 06:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mich erstaunt immer wieder die Heftigkeit, mit der diese Diskussion besonders in den USA geführt wird. Im Tagesanzeiger vom 31. Januar 2009 berichtet Hubertus Breuer unter dem Titel “Im Zweifelsfall schlägt Gott die exakte Wissenschaft” über den Versuch christlicher Fundamentalisten in den USA, die Evolutionslehre zu verteufeln: Sie verloren unzählige Gerichtsfälle, trotzdem versuchen in Amerika [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mich erstaunt immer wieder die Heftigkeit, mit der diese Diskussion besonders in den USA geführt wird. Im Tagesanzeiger vom 31. Januar 2009 berichtet Hubertus Breuer unter dem Titel “Im Zweifelsfall schlägt Gott die exakte Wissenschaft” über den Versuch christlicher Fundamentalisten in den USA, die Evolutionslehre zu verteufeln:</p>
<blockquote><p>Sie verloren unzählige Gerichtsfälle, trotzdem versuchen in Amerika Kreationisten seit Jahrzehnten, in Schulen biblische Schöpfung statt Evolutionsbiologie zu lehren.</p></blockquote>
<p>Das regt mich an, zu diesem Thema ebenfalls meinen Senf zu geben. Es könnte doch alles so einfach sein.</p>
<p><span id="more-1051"></span></p>
<p><strong>Evolutionsbiologie</strong>: Ich gehe davon aus, dass ich niemandem erklären muss, wer Charles Darwin ist. <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin"  target="_blank">Dieser Wikipedia-Artikel</a> beschreibt ausführlich sein Leben und Werk. Kurz zusammengefasst ist seine Aussage, dass die Natur sich nach dem Prinzip der zufälligen Veränderungen und natürlichen Auslese der für das Leben nützlicheren Eigenschaften von selbst weiterentwickelt und dass auf diese Weise die Arten in der geschichtlichen Entwicklung ineinander übergegangen sind. Weitere wissenschaftliche Erkenntnisse beweisen, dass die Erde und das Universum seit Milliarden von Jahren existieren und dass der Evolutionsprozess daher genügend Zeit hat, fortlaufend stattzufinden.</p>
<p><strong>Kreationismus</strong>: Ganz im Gegensatz dazu stehen diejenigen, die die Bibel wörtlich auszulegen versuchen und auf diese Weise feststellen, dass die Erde ungefähr 6000 bis 10’000 Jahre alt ist und innert sieben Tagen von Gott erschaffen wurde, genauso wie im alten Testament beschrieben. Siehe auch <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus"  target="_blank">dieser Wikipedia-Artikel</a> dazu.</p>
<p><strong>Intelligent Design</strong>: Einen Mittelweg zwischen diesen unversöhnlichen Ansichten versuchen die Verfechter des Intelligent Designs: Sie möchten sich gerne einen wissenschaftlichen Anstrich geben und versuchen deshalb, das Wort “Gott” zu vermeiden. In den Worten Breuers: “Sie behaupten, die Welt sei viel zu komplex, um von selbst entstanden zu sein. Die Lösung zu dem scheinbaren Rätsel: Da muss eine richtende, intelligente Hand im Spiel sein.” Mehr dazu in <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design"  target="_blank">diesem Wikipedia-Artikel</a>.</p>
<p>Breuer berichtet von einem Gesetz aus Louisiana, das besagt, dass naturwissenschaftliche Themen im Unterricht “kritisch, logisch, offen und objektiv” diskutiert werden sollen. Was eigentlich wie eine erfreuliche Sache daherkommt, wird von der Wissenschaftsorganisation American Association for the Advancement of Science (AAAS) bekämpft: “Es handle sich um einen schlecht kaschierten Versuch, kreationistisches Gedankengut in die Schulen zu schmuggeln — den Glauben, dass empirische Welterklärung unvollständig bleibe, solange sie nicht einen Schöpfer in die Weltformel integriere.”</p>
<p>Das alles mit der Begründung, die verschiedenen Welterklärungstheorien müssten als gleichwertig gelehrt werden. Dabei sind sie das gerade nicht. Natürlich werden in der Wissenschaft häufig Theorien aufgestellt, die dann erst einmal unbewiesen dastehen. Mit der Zeit sammeln sich aber mehr oder weniger Fakten an, so dass eine derartige Theorie sich am Ende manchmal als unhaltbar erweist und umgestossen wird, oder aber vor einer erdrückenden Macht von Indizien weitherum anerkannt wird. Letzteres ist bei Darwins Evolutionstheorie der Fall. Für die Schöpfungsgeschichte der Bibel hingegen konnten noch keine wissenschaftlich belegbaren Beweise beigebracht werden. Vom wissenschaftlichen Standpunkt her unterscheidet sich die Signifikanz der Theorien denn auch erheblich.</p>
<p>Andererseits: Warum eigentlich die ganze Aufregung? Es ginge doch ganz einfach: Der Biologielehrer soll seinen Schülern die Evolution nach Darwin erklären, und der Religionslehrer kann sich auf die Schöpfungsgeschichte oder Intelligent Design konzentrieren. Die beiden müssen sich ja nicht gegenseitig beschimpfen, weil sie andere Meinungen vertreten. Und der Schüler kann selber aufgrund seines freien Willens entscheiden, wem von beiden er mehr glauben schenken will. Ich vertraue hier immer noch auf die Kraft der Fakten.</p>
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