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	<title>Heiniger-Net &#187; Wetellyou</title>
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	<description>Daniels Blog, Hertas homöopathische Praxis, Familien-Webmail...</description>
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		<title>Mehr Mann</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 23:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsratschläge]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Männer, die ein bisschen älter werden, flüchten sich in der Regel irgendwann in alle möglichen, meist lächerlichen Rollen: Der Marathonläufer, der Sportwagenfahrer, der Golfspieler, der Playboy, der Konsumkritiker, der all den Spass, den er in jüngeren Jahren hatte, solange im Hirn wiederkäut, bis er sein Nichtmehrvorhandensein als befreiend empfindet. Dazu verstärkt sich bei bereits hüftsteifen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Männer, die ein bisschen älter werden, flüchten sich in der Regel irgendwann in alle möglichen, meist lächerlichen Rollen: Der Marathonläufer, der Sportwagenfahrer, der Golfspieler, der Playboy, der Konsumkritiker, der all den Spass, den er in jüngeren Jahren hatte, solange im Hirn wiederkäut, bis er sein Nichtmehrvorhandensein als befreiend empfindet. Dazu verstärkt sich bei bereits hüftsteifen Männern über 40 die Tendenz, wie Studien im Bekanntenkreis zeigen, nur noch in sich selbst hineinzuhören; das Desinteresse der Welt und an anderen Menschen regelrecht zu kultivieren. Die ihn umgebende Aura der Verhärtung verwechselt der alternde Mann dann mit Virilität. Selbst Frau und Kinder im Leben des alternden Mannes schaffen es oftmals nicht, das eine, grosse Problem zu lösen: seine Unfähigkeit, sein Leben wirklich zu teilen, mit Worten zu teilen.</p>
<p><span id="more-1969"></span>Ein bisschen nachhaltiger glücklich trotz bereits verstreuten Genen und beruflichen Loorbeeren wird jedoch nur, wer andere als Eingeweihte an seinem Leben teilhaben lässt — das verstehen Frauen irgendwie instinktiver.</p>
<p>Die Überlegungen einer erfahrenen Psychoanalytikerin leuchten deshalb ein. Schon viele Männer trauerten bei ihr vor sich hin. Männer, so die überraschende These der Analytikerin, legen sich Liebhaberinnen zu oder flüchten sich in Affären, nicht etwa, weil sie ein überwältigendes Bedürfnis verspüren, ihr Restsperma zu verteilen. Sondern, weil sie es versäumt haben, in jüngeren Jahren dauerhafte, intimere Beziehungen mit anderen Männern aufzubauen. Der alternde Mann sucht also nicht so sehr den Sex mit der jüngeren Frau, die wiederum auf der Suche nach wertvoller DNA ist, sondern immer nur den Freund, den er verloren oder vielleicht nie gehabt hat.</p>
<p>Was dem Mann hilft, wenn er die Uhr ticken hört, ist also nicht noch mehr Frau in seinem Leben — das fördert höchstens seine Hysterisierung -, sondern eben mehr Mann.</p>
<blockquote><p>Diese Kolumne erschien zuerst im <a href="http://dasmagazin.ch"  target="_blank">Magazin</a> Nr. 47 vom 3.12.2010 in der Rubrik “Kommando Gegenwart”. Sie gefiel mir so gut, dass ich sie gerne hier wiederveröffentliche, auch weil sie so gut zum grossen Thema des <a href="http://maennerworkshop.de"  target="_blank">Männerworkshops</a> passt, bei dem ich als Simultanübersetzer des Seminarleiters <a href="http://johnbellicchi.com"  target="_blank">John Bellicchi</a> tätig bin. Mit freundlicher Genehmigung des Autors, Finn Canonica.</p></blockquote>
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		<title>Buchempfehlung: Liebe, Lust und Leben</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 19:42:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freundschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Home stories]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich freue mich sehr, ankündigen zu dürfen: Nachdem mein guter Freund John Bellicchi jetzt ungefähr 10 Jahre an seinem Buch geschrieben hat, ist es endlich fertig und erscheint in diesen Tagen beim Synergia-Verlag. Es kann beim Syntropia Spezialbuchversand bestellt werden. Es heisst Liebe, Lust und Leben und enthält viele seiner Weisheiten, die auch mir längst ans Herz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" title="Buchumschlag &quot;Liebe, Lust und Leben&quot;" src="http://johnbellicchi.blogs4me.de/files/2010/09/deckel_160.jpg" alt="" width="160" height="243" />Ich freue mich sehr, ankündigen zu dürfen: Nachdem mein guter Freund <a href="http://johnbellicchi.com/de/"  target="_blank">John Bellicchi</a> jetzt ungefähr 10 Jahre an seinem Buch geschrieben hat, ist es endlich fertig und erscheint in diesen Tagen beim Synergia-Verlag. Es kann <a href="http://www.syntropia.de/liebe,-lust-und-leben-p-50840.html"  target="_blank">beim Syntropia Spezialbuchversand bestellt</a> werden. Es heisst <strong><em>Liebe, Lust und Leben</em></strong> und enthält viele seiner Weisheiten, die auch mir längst ans Herz gewachsen sind. Seine Themen sind Männer und Frauen und Fragen des Geschlechtes, Archetypen, Väter und Söhne, Beziehungen und Sexualität, aber auch leichtere Dinge wie Kochen.</p>
<p>John Bellicchi ist unter anderem Seminarleiter des <a href="http://maennerworkshop.de"  target="_blank">Männerworkshops</a>, an dem ich ihn simultanübersetze von Englisch auf Deutsch (und Fragen aus dem Publikum zurück auf Englisch).</p>
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		<title>Ratschlag zu Eheproblemen</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/1232</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 13:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ehe und Beziehungskrisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach längerer Zeit der Inaktivität in diesem Bereich (siehe hier) hat sich mal wieder jemand gemeldet, der eine kleine Frage an den “Briefkastenonkel” Daniel gestellt hat. Ich veröffentliche hier gerne die Frage und meine Antwort dazu, lasse aber selbstverständlich die Fragestellerin anonym bleiben. sare hat am 11. 3. 2009 via Kontaktformular geschrieben: hallo. mein mann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Nach längerer Zeit der Inaktivität in diesem Bereich (<a href="/daniel/wetellyou">siehe hier</a>) hat sich mal wieder jemand gemeldet, der eine kleine Frage an den “Briefkastenonkel” Daniel gestellt hat. Ich veröffentliche hier gerne die Frage und meine Antwort dazu, lasse aber selbstverständlich die Fragestellerin anonym bleiben.</p></blockquote>
<h3>sare hat am 11. 3. 2009 via Kontaktformular geschrieben:</h3>
<p>hallo. mein mann und ich sind seit 6 jahren zusammen und seit 2 jahren verheiratet. er hat für mich immer alles getan und war immer liebevoll, ich bin auch sehr liebevoll und habe viel für ihm getan nur ich bin sehr streng. letze zeit hatten wir finanzielle problem und sehr viel stress und streit mit seine familie. er ist vor 3 monaten ein abend zu spät nach hause gekommen was in die ganze 6 jahre nie vorgekommen ist und als ich terror gemacht habe hat er gesagt dass er mit mir nich mehr zusammen sein möchte und dass er ein mädchen kennengelernt hat. ich habe 2 wochen lang versucht ihn zurück zu gewinnen aber es hatte kein sinn er hat sich ständig mit ihr getroffen meine bilder von sein händy gelöscht u.s.w. nach 2 wochen bin ich von zu hause weggegangen und wollte paar tage später meine sachen abholen aber er hat den schloß gewechselt und am gleiche abend als ich weg war sie zu unsere gemeinsame wohnung gebracht und mit ihr geschlafen. ich habe mit polizei meine persönliche sachen rausgeholt und bin für 3 wochen nach ausland gefahren. er hat sich nie gemeldet und hat sich oft in verschiedene partys mit die neue gezeigt( sie hatten ein richtige beziehung, er hat soger sie seine familie vorgestellt) und als ich zurück war hat er mir gesagt dass er mich sehen möchte und dann hat er angefangen zu weinen und hat gesagt dass er alles breut un mich zurück haben möchte und ich seine traumfrau bin. wir treffen uns fast jeden tag und er hat auch sofort mit ihr schluss gemacht aber ich weiss leider nicht was ich machen soll. ich liebe ihn zwar aber ich bin eine sehr strenge frau und habe immer die meinung gehabt dass man untreue männer nie eine 2. chance geben muss. hilf mir bitte. was soll ich jetzt machen?</p>
<h3>Und ich antwortete ihr am 13. 3. 2009:</h3>
<p><span id="more-1232"></span>Hallo sare</p>
<p>Mir scheint, ihr zwei müsste eure Beziehung neu definieren, wenn ihr  wieder zusammenkommen wollt. Beim Lesen deiner Anfrage fällt mir  folgendes auf:</p>
<p>1. Du sagst, du seist liebevoll, aber auch “sehr streng”. Das führst du  zwar nicht weiter aus, aber weiter unten sagst du noch, dass du immer  die Meinung gehabt hättest, dass untreue Männer keine zweite Chance  verdient hätten. Nun ja, wie soll ich sagen: Ich bin ein Mann und sehe  das etwas anders. Ich finde, solche absoluten Standpunkte sind nicht  immer hilfreich. Es kann sich ja jemand tatsächlich ändern. Aber auch  wenn nicht: Wenn uns selbst Gott unsere Fehler verzeiht, warum sollten  wir nicht dasselbe tun mit unseren Mitmenschen?</p>
<p>2. Da hat er ja eine ziemliche Nummer abgezogen, von wegen Schloss  auswechseln und dich aussperren, bis du sogar die Polizei einschalten  musstest. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass du ihm deinerseits die  Hölle heiss gemacht hast, so dass ihm kaum etwas anderes übrig blieb,  als sich so vor dir zu schützen.</p>
<p>3. Gut, jetzt ist allerdings wieder Ruhe eingekehrt. Anscheinend ist die  Affäre vorbei, und er besinnt sich auf seine alten Werte und erinnert  sich wieder an dich und will wieder dich und nur dich. Deine Bitte an  mich um Unterstützung läuft darauf hinaus, dass du von mir hören  möchtest, ob du ihm das glauben sollst oder nicht. Weil: Wenn diese  Frage klar beantwortet wäre, dann wäre es klar, wie du dich verhalten  willst: Wenn du ihm glaubst, dann verzeihst du ihm und bleibst mit ihm  zusammen. Wenn nicht, dann trennt ihr euch und lasst euch scheiden.</p>
<p>Aber leider kann ich dir diese Frage so nicht beantworten. Du musst für  dich selber entscheiden, ob du bereit bist, ihm zu verzeihen. Ich würde  das aber noch nicht sofort entscheiden, sondern erst mal darauf  bestehen, dass er dir Rede und Antwort steht. Dass ihr zwei zusammen zu  einem Paartherapeuten geht. Dass ihr beide euch miteinander auseinander  setzt. Dass ihr euch gegenseitig erklärt, wie ihr euch eure Beziehung  vorstellt und wie ihr miteinander umgehen wollt.</p>
<p>Ich wage zu behaupten, dass es mit euch beiden gutgehen kann. Und zwar  dann, wenn ihr beide vom eigenen Standpunkt etwas loslassen und euch  mehr aufeinander einlassen könnt. Du musst etwas weniger streng sein,  und er muss sich darüber klar werden, dass er eine Beziehung mit dir und  nur mit dir hat, und dass eine Affäre nur eine Flucht ist, die keine  Probleme löst sondern nur neue schafft.</p>
<p>Wie gesagt, ich empfehle euch ein paar Sitzungen mit einem  Paartherapeuten. Der Blick eines neutralen Menschen auf eure Situation  kann sehr hilfreich und für beide Seiten fruchtbar sein.</p>
<p>Ich hoffe, dir mit dieser Antwort geholfen zu haben.</p>
<p>Liebe Grüsse<br />
– Daniel</p>
<h3>sare hat am 16. März noch einmal nachgefragt:</h3>
<div>Vielen vielen dank für deine antwort.</div>
<div>ich bin momentan so durcheinander dass ich wirklich nicht klar denken kann und wirklich eine hilfe brauche aber mein mann möchte kein paartherapi machen und er will auch nicht darüber reden er sagt dass er mit ihr komplett abgeschlossen hat und sich von ihr ekelt .</div>
<div> </div>
<div>dass er mit ihr zusammen war , war nicht deswegen weil er sie geil fang (sie ist wie ein mann, man kann vielleicht mit ihr kumpelmäßig fußball spielen aber nicht sie sexuell atraktiv finden sagt er) sondern weil er einfach unser beziehung beenden wollte und er sei mir nicht fremd gegangen weil er es von erste tag an offiziel gemacht hat und sich direkt von mir getrent <a href="http://hat.er/"  target="_blank">hat.er</a> brauchte einfach ablenkung.</div>
<div>aber damals hat er immer voll positiv über sie gesprochen und hat gesagt dass sie ihn glücklich macht und dass sie ihm wichtiger wär als ich und dass er mich hasst und</div>
<div>jetzt sagt er dass er sich selber einreden wollte dass es wirklich so ist und dafür brauchte er auch ihre unterstützung.( er sagt ich soll froh sein dass er in so kurze zeit gemerkt hat dass er ein fehler macht ( ich weiß nicht ob zwei mon. wenig oder viel zeit ist)</div>
<div> </div>
<div>aber jetzt redet er nicht mal mit ihr wenn sie in fitness studio trainieren kommt aber er hat ihr halt schon dass gefühl gegeben dass sie ihm wichtig ist und hat über mich schlecht geredet und deswegen schäme ich mich wenn ich sie sehe</div>
<div>ich denke immer dass sie mich auslacht und denkt dass mein mann mich nicht liebt.</div>
<div>ich habe auch angst vor andere leute die sie zusammen gesehen haben ich habe das gefühl dass er nicht mehr mir gehört ( früher war ich stolz auf ihn und unsere beziehund und alle haben uns als traumpaar gesehen und jetzt…)</div>
<div>weiß nicht , bestimmt wird jeder denken wie blöd ich bin dass ich zuruckgegangen bin obwohl ich immer so groß geredet habe.</div>
<div>ich denke immer auch wenn er für mich der beste mann auf dieser planet wird werde ich nie glücklich weil ich ihn sehr leicht mache dass ich ein untreue mann eine 2. chance gebe. weil man einfach nicht fremdgehen darf oder von mir aus nicht nach eine trennung sofort mit jemend andere schlafen soll und wenn man sich wagt und es tut, halt bis ende seines leben bestraft werden soll. </div>
<div>was ist deine meinung aus sicht eines mannes.</div>
<div>danke noch mal für deine mühe</div>
<div>mit freundlichen Grüssen</div>
<div>sare</div>
<h3>Darauf antwortete ich ihr am 22. März:</h3>
<div>Liebe Sare</p>
<p>Ich sehe nach wie vor zwei Grundaspekte in eurer Beziehung, die ihr  gemeinsam oder jeder für sich anschauen solltet:</p>
<p>1. Sein Verhalten: Ein Stück weit kann ich das nachvollziehen, was er  dir da erklärt. Aber nur ein Stück weit. Und ich finde es sehr schade,  dass er nicht darüber reden will, weder mit dir noch mit einem  Therapeuten. Es muss ja auch nicht unbedingt ein Paartherapeut sein, wo  dein Mann auch vor dir “die Hosen runterlassen” muss. Er kann ja auch  ganz für sich ein paar Sitzungen bei einem Therapeuten machen und die  Sache mit ihm ausmachen. Aber: Mit jemand darüber reden, das würde ich  für sehr sehr sinnvoll halten. Dass er “komplett abgeschlossen hat” und  “sich vor ihr ekelt” ist erst recht ein Grund, mit jemand  darüberzureden. Ich kann verstehen, dass er das aber nicht vor dir  ausbreiten möchte. Und so kann ich nur hoffen, dass es ihm mit jemand  neutralerem leichter fallen würde. Es wäre auf jeden Fall hilfreich. Ich  will jetzt da zwar nicht gross Werbung machen, aber vielleicht wäre auch  der Besuch eines Männerseminars, siehe etwa  <a href="http://www.maennerworkshop.de/" class="moz-txt-link-freetext" >http://www.maennerworkshop.de</a> sinnvoll.</p>
<p>2. Dein Selbstwertgefühl: Dieses ist offenbar angeschlagen. Es fällt mir  auf, dass du davon schreibst, wie wichtig es dir sei, was andere Leute  über dich denken, und dass du Angst hast, vor deinen Freunden und  Bekannten, oder auch nur den Nachbarn, das Gesicht zu verlieren und  schlecht dazustehen. Das ist, mit Verlaub, dein Untergang. Hier musst du  an dir arbeiten. Sonst bist du ewig gefangen in äusseren Zwängen und  sozialen Vorsschriften. Wenn du es schaffst, dich davon zu befreien,  anderer Leute Erwartungen erfüllen zu müssen, dann kannst du erst deine  eigenen Vorstellungen entwickeln und in die Tat umsetzen, und dadurch zu  deinem eigenen innteren Glück finden. Natürlich sind wir immer abhängig  von anderen Menschen, weil der Mensch nicht fürs Alleinsein geschaffen,  sondern ein soziales Wesen ist. Aber deshalb müssen wir noch lange nicht  bei jeden unserer Schritte ängstlich darauf bedacht sein, ja keine  Fehler zu machen und darauf zu achten, dass andere Leute nur gut über  uns denken.</p>
<p>   Ich selber habe auch Fehler gemacht und bin froh, dass mir meine  Frau verziehen hat. Wir waren etwa ein Jahr lang getrennt, weil ich  keine Zukunft mehr mit ihr sah. Du siehst, sowohl meine Frau als auch  ich hatten beide unsere Schwierigkeiten miteinander. Sie hatte Geduld  mit mir, konnte auf mich warten. Ich habe mich ganz klar erneut für sie  entschieden. Heute sind wir wieder (seit mehreren Jahren) zusammen und  sind beide glücklich dabei, lieben uns, wollen die Zukunft miteinander  verbringen. Das hat viele Stunden gemeinsamer Gespräche erfordert. Wo  wir in schonungsloser Offenheit unsere Wünsche und Vorstellungen  offenbaren mussten. Und wir haben auch therapeutische Hilfe in Anspruch  genommen.</p>
<p>Mit lieben Grüssen<br />
– Daniel M. Heiniger</p></div>
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		<title>Lügen, die wir Kindern erzählen</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/167</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 09:36:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsratschläge]]></category>

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		<description><![CDATA[Paul Graham hat diesen grossartigen Essay geschrieben, der mir derart gut gefällt, dass ich ihn auf Deutsch übersetzt und hier publiziert habe. Das Original ist hier zu finden. Mai 2008: Lügen, die wir Kindern erzählen (Paul Graham) Erwachsene lügen Kinder dauernd an. Ich sage nicht, dass wir damit aufhören sollen. Aber wir sollten zumindest genau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.paulgraham.com" >Paul Graham</a> hat diesen grossartigen Essay geschrieben, der mir derart gut gefällt, dass ich ihn auf Deutsch übersetzt und hier publiziert habe. <a href="http://www.paulgraham.com/lies.html" >Das Original ist hier zu finden.</a></p>
<h3>Mai 2008: Lügen, die wir Kindern erzählen (Paul Graham)</h3>
<p>Erwachsene lügen Kinder dauernd an. Ich sage nicht, dass wir damit aufhören sollen. Aber wir sollten zumindest genau anschauen, welche Lügen wir unseren Kindern erzählen und warum.</p>
<p>Darin könnte auch für uns ein Vorteil liegen. Als Kinder wurden wir alle belogen, und einige der Lügen, die uns erzählt wurden, beeinflussen uns bis heute. Daher: Indem wir die Arten untersuchen, wie Erwachsene Kinder anlügen, schaffen wir es vielleicht, unseren Kopf von den Lügen, die uns selbst erzählt wurden, zu befreien.</p>
<p>Ich benutze das Wort “Lüge” in sehr allgemeinem Sinn. Nicht nur offene Unwahrheit, sondern auch die subtileren Arten, wie wir Kinder in die Irre führen. Obwohl “Lüge” negative Konnotationen hat, will ich nicht sagen, dass wir das niemals tun dürfen — nur dass wir uns genau überlegen sollten, wann und warum wir es tun. [<a href="#f1n">1</a>]</p>
<p><span id="more-167"></span><br />
Etwas vom Bemerkenswertesten daran, wie wir Kinder belügen, ist, wie breit die Verschwörung ist. Alle Erwachsenen wissen, worüber ihre Kultur Kinder belügt: Es sind diejenigen Fragen, auf die du “Frage deine Eltern” antwortest. Wenn dich ein Kind fragt, wer die WM 1982 gewonnen hat, oder welches das Atomgewicht von Kohlenstoff ist, dann könntest du es ihm einfach sagen. Wenn ein Kind hingegen fragt: “Gibt es einen Gott?” oder “Was ist eine Prostituierte?” dann wirst du wahrscheinlich sagen “Frag deine Eltern.”</p>
<p>Da wir uns alle einig sind, sehen Kinder kaum Lücken in der Sicht der Welt, wie sie ihnen dargeboten wird. Die grössten Widersprüche gibt es zwischen Eltern und Schulen, aber selbst die sind eher geringfügig. Schulen sind vorsicht in dem, was sie über kontroverse Themen sagen, und falls sie tatsächlich dem widersprechen, was die Eltern ihre Kinder glauben machen wollen, dann werden sie von den Eltern unter Druck gesetzt, zu schweigen, oder die Eltern schicken ihre Kinder schlicht auf eine andere Schule.</p>
<p>Die Verschwörung ist derart dicht gewoben, dass die meisten Kinder, die sie entdecken, dies nur deswegen schaffen, weil sie innere Widersprüche aufdecken in dem, was ihnen erzählt wird. Es kann traumatisch sein für diejenigen, die während der Operation aufwachen. So hat es Einstein erlebt:</p>
<blockquote><p>Durch die Lektüre von populären wissenschaftlichen Büchern kam ich zu der Erkenntnis, dass vieles von dem, was in der Bibel steht, schlicht nicht stimmen kann. Die Konsequenz war ein positives, fanatisches Freidenken, gekoppelt mit dem Eindruck, dass die Jugend absichtlich vom Staat durch Lügen getäuscht wird: Das war ein niederschmetternder Eindruck. [<a href="#f2n">2</a>]</p></blockquote>
<p>Ich erinnere mich an dieses Gefühl. Um 15 war ich überzeugt davon, dass Welt von A bis Z korrupt ist. Deshalb haben Filme wie <em>Die Matrix</em> so viel Resonanz. Jedes Kind wächst in einer vorgetäuschten Welt auf. Es wäre irgendwie einfacher, wenn die dahinterstehenden Kräfte so klar differenziert werden könnten wie ein Haufen teuflischer Maschinen, und wenn man einen sauberen Schnitt machen könnte, indem man die blaue Pille schluckt.</p>
<h3>Schutz</h3>
<p>Wenn man Erwachsene fragt, warum sie Kinder anlügen, dann ist der meistgehörte Grund der, dass sie sie beschützen wollen. Und Kinder müssen geschützt werden. Die Umgebung, die du für ein Neugeborenes aufbaust, wird sehr anders aussehen als die Strassen einer Grossstadt.</p>
<p>Das scheint so offensichtlich zu sein, dass es auch falsch erscheint, es eine Lüge zu nennen. Es ist bestimmt keine schlechte Lüge, einem Baby den Eindruck zu vermitteln, dass die Welt still und warm und sicher ist. Doch diese harmlose Art Lüge kann sauer werden, wenn sie unüberprüft bleibt.</p>
<p>Stellen Sie sich vor, wenn sie jemanden in einer derart beschützten Umgebung bewahren bis er 18 ist. Jemanden derart über die Natur der Welt zu täuschen erscheint weniger als Schutz denn als Missbrauch. Das ist natürlich ein extremes Beispiel. Wenn Eltern etwas derartiges tun, dann kommt es in allen Zeitungen. Aber man sieht dasselbe Problem in kleinerem Massstab im Malaise, das Teenager in der Vorstadt fühlen.</p>
<p>Der Hauptzweck von Vorstädten ist es, eine geschützte Umgebung zu bilden, in der Kinder aufwachsen können.  Und es scheint grossartig zu sein  für 10-jährige.  Ich liebte es, in der Vorstadt zu leben, als ich 10  war. Ich merkte damals nicht, wie steril es war. Meine Welt war nicht grösser als bis zu den Häusern der paar Freunde, dich ich mit dem Fahrrad besuchte, und der paar Wäldchen, in denen ich herumstreunte. Im grossen Massstab gesehen war ich irgendwo zwischen Krippe und Globus. Eine Vorstadtstrasse hatte genau die richtige Grösse. Aber je älter ich wurde, desto mehr fühlte sich die Vorstadt erstickend falsch an.</p>
<p>Das Leben kann mit 10 oder 20 ziemlich gut sein. Aber mit 15 ist es häufig äusserst frustrierend. Dieses Problem ist zu gross, um hier gelöst zu werden, aber einer der Gründe, weshalb das Leben für einen 15-jährigen schrecklich ist, ist sicherlich, dass er in einer Welt, die für 10-jährige gemacht ist, gefangen ist.</p>
<p>Wovor, hoffen Eltern, können sie ihre Kinder beschützen, indem sie sie in einer Vorstadt aufwachsen lassen? Eine Freundin, die Manhattan verliess, sagte dazu einfach, dass ihre 3-jährige Tochter “zuviel gesehen” habe. Spontan fällt mir dazu ein: Leute, die betrunken oder unter Drogen sind, Armut, Wahnsinn, grauenvolle medizinische Bedingungen, sexuelles Verhalten unterschiedlichen Grades von Seltsamkeit, und gewalttätige Wut.</p>
<p>Ich denke, es wäre die Wut, die mir am meisten Sorgen machen würde, hätte ich einen Dreijährigen. Ich war 29 als ich nach New York zog. Und selbst dann war ich überrascht. Ich möchte nicht, dass ein Dreijähriger einige der Streitereien mitansehen muss, die ich miterlebte. Es wäre zu furchterregend. Viele der Dinge, die Erwachsene vor Kindern verborgen halten, halten sie deswegen fern von ihnen, weil sie furchterregend sind, nicht weil sie deren Existenz geheim halten wollen. Das Kind in die Irre zu führen ist nur ein Nebenprodukt.</p>
<p>Dies scheint eine der berechtigtsten Lügen zu sein, die Erwachsene gegenüber Kindern anwenden. Aber da die Lügen indirekt sind, führen wir nicht so genau Buch darüber. Eltern wissen sehr wohl, dass sie ihren Kindern die Fakten über Sex vorenthalten haben, und manchmal setzen sie sich auch mit ihren Kindern hin und erklären ihnen mehr. Aber nur wenige erzählen ihren Kindern die Unterschiede zwischen der realen Welt und dem Kokon, in dem sie aufgewachsen sind. Dies, kombiniert mit dem Selbstwertgefühl, das Eltern gerne ihren Kindern anerziehen, führt dazu, dass jedes Jahr eine neue Ernte von 18-jährigen heranwächst, die denken, sie wüssten, wie der Hase läuft und die Welt gehöre ihnen.</p>
<p>Denken nicht alle 18-jährigen, sie wüssten wie die Welt am Besten zu funktionieren habe? Genau genommen ist dies ein eher junges Phänomen, nicht älter als etwa 100 Jahre. In der vorindustriellen Zeit waren Teenager Juniormitglieder der Erwachsenenwelt und sich vergleichsweise ihrer Defizite ziemlich gut bewusst. Sie konnten klar sehen, dass sie nicht so stark oder geschickt waren wie der Dorfschmied. In vergangenen Zeiten haben die Leute über gewisse Dinge mehr gelogen zu ihren Kindern als wir heute. Aber diejenigen Lügen, die implizit in einer beschützten, künstlichen Umwelt enthalten sind, sind eine neue Erfindung. Wie viele neue Erfindungen, haben die Reichen sie sich zuerst angeeignet. Kinder von Königen und grossen Magnaten sind die ersten, die ohne jeden Kontakt zur Welt aufgewachsen sind. Vorstädte bedeuten, dass die halbe Bevölkerung in dieser Beziehung wie Könige leben kann.</p>
<h3>Sex (und Drogen)</h3>
<p>Ich hätte andere Sorgen, wenn ich meine Teenage-Kinder in New York aufwachsen sehen müsste. Ich würde mich weniger um das sorgen, was sie sehen, sondern vielmehr um das, was sie tun könnten. Ich bin mit vielen Jungs ins College gegangen, die in Manhatten aufgewachsen waren, und im allgemeinen schienen sie ziemlich abgestumpft zu sein. Sie schienen ihre Unschuld mit ungefähr 14 verloren zu haben, und bis zum College hatten sie mehr Drogen probiert, als ich je davon gehört hatte.</p>
<p>Die Gründe, warum Eltern nicht wollen, dass ihre Kinder Sex haben, sind komplex. Es gibt einige offensichtliche Gefahren: Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten. Aber das sind nicht die einzigen Gründe, weshalb Eltern nicht wollen, dass ihre Kinder Sex haben. Die durchschnittlichen Eltern einer 14-jährigen würden die Idee, dass sie Sex hat, hassen, selbst wenn es keinerlei Risiko von Schwangerschaft oder Geschlechtskrankheiten gäbe.</p>
<p>Was genau ist es denn, was Eltern so sehr am Gedanken stört, ihre Kinder könnten Sex haben? Ihre Abneigung dagegen ist dermassen stark, dass sie wahrscheinlich angeboren ist. Aber wenn es angeboren ist, dann sollte es universal sein. Es gibt jedoch genügend Gesellschaften, in denen die Eltern kein Problem mit Teenage-Sex haben — wo es sogar normal ist, dass 14-jährige Mütter werden. Was also geht hier vor? Es scheint ein universelles Tabu zu geben gegen Sex mit vorpubertären Kindern. Dafür kann man sich evolutionäre Gründe vorstellen. Und ich denke, dass dies der Hauptgrund ist für die Abneigung von Eltern in industrialisierten Gesellschaften dagegen ist, dass ihre Teenage-Kinder Sex haben. Sie denken immer noch, sie seien Kinder, obwohl sie es biologisch gesehen nicht mehr sind, weswegen das Tabu gegen Sex mit Kindern immer noch wirkt.</p>
<p>Etwas verbergen Eltern am Sex genauso wie an den Drogen: Dass sie grosses Vergnügen bereiten können. Das ist das, was Sex und Drogen so gefährlich macht. Das Begehren danach kann einem die Sinne vernebeln und das Urteilsvermögen einschränken — was besonders beängstigend ist, wenn es sich dabei um das, gelinde gesagt, noch nicht sehr ausgeprägte Urteilsvermögen eines Teenagers handelt.</p>
<p>Wenn Eltern ihren Kindern die Wahrheit über Sex und Drogen verraten würden, dann wäre sie: Der Grund, weshalb du diese Dinge vermeiden sollst, ist dein lausiges Urteilsvermögen. Leute mit doppelt so viel Erfahrung wie du verbrennen sich immer noch damit. Doch dies wird einer der Fälle sein, wo die Wahrheit wenig Ãœberzeugungskraft hat, weil eines der Merkmale schlechten Urteilsvermögens ist es, zu glauben, man hätte gutes. Wenn du zu schwach bist, etwas zu heben, dann merkst du das. Doch wenn du eine heftige Entscheidung triffst, bist du dir dessen nur umso sicherer.</p>
<h3>Unschuld</h3>
<p>Ein weiterer Grund, weshalb Eltern nicht wollen, dass ihre Teenage-Kinder Sex haben, ist der, dass sie wollen, dass sie unschuldig bleiben. Erwachsene haben eine bestimmte Vorstellung davon, wie sich Kinder verhalten sollen, und die sieht anders aus als bei Erwachsenen.</p>
<p>Einer der offensichtlichsten Unterschiede bezieht sich auf die Worte, die Kinder benutzen dürfen. Die meisten Eltern benutzen, wenn sie mit anderen Erwachsenen sprechen, Worte, von denen sie nicht möchten, dass ihre Kinder sie in den Mund nehmen. Sie versuchen sogar die Existenz dieser Wörter vor ihren Kindern so lange es geht zu verheimlichen. Und das ist auch so eine Verschwörung, an der alle teilhaben: Jeder weiss, dass man nicht vor Kindern fluchen soll.</p>
<p>Nie habe ich unterschiedlichere Erklärungen gehört als dann, als es darum ging, den Kindern zu erklären, warum sie nicht fluchen sollen. Jeder Vater, jede Mutter die ich kenne verbietet seinen Kindern das Fluchen, und doch haben keine zwei dieselben Begründung. Es ist ganz klar: Die meisten fangen damit an, ihren Kindern das Fluchen zu verbieten. Und erst danach legen sie sich eine Begründung zurecht.</p>
<p>Deshalb ist meine Theorie, dass die <em>Funktion </em>des Fluchens ist, den Sprecher als Erwachsenen zu kennzeichnen. Es keinen bedeutsamen Unterschied zwischen “Scheisse” und “Pupu”. Warum also soll das eine für den kindlichen Sprachgebrauch in Ordnung sein und das andere verboten? Die einzige Erklärung lautet: Per Definition. [<a href="#f3n">3</a>]</p>
<p>Warum stört es Erwachsene so sehr wenn Kinder Dinge tun, die Erwachsenen vorbehalten sind? Die Vorstellung eines unflätigen, zynischen 10-jährigen, der sich mit einer Zigarettenkippe lässig aus dem Mundwinkel hängend an einen Laternenpfahl lehnt ist sehr beunruhigend. Aber warum?</p>
<p>Der Grund weshalb wir unsere Kinder unschuldig wollen ist der, dass wir darauf programmiert sind, gewisse Arten von Hilflosigkeit zu mögen. Bei mehreren Gelegenheiten habe ich Mütter sagen gehört, dass sie bewusst darauf verzichtet haben, falsche Aussprachen ihrer Kleinkinder zu korrigieren, weil sie so niedlich seien. Und wenn man darüber nachdenkt, dann bedeutet Niedlichkeit nichts anderes als Hilflosigkeit. Spielzeuge und Zeichentrickfiguren, die niedlich sein sollen, haben immer diesen ahnungslosen Gesichtsausdruck und untersetzte, untaugliche Gliedmassen.</p>
<p>Es ist keine Ãœberraschung, dass wir eine angeborene Sehnsucht haben, hilflose Kreaturen zu lieben und zu beschützen, angesichts dessen, dass menschliche Sprösslinge tatsächlich so lange Zeit dermassen hilflos sind. Ohne die Hilflosigkeit, die Kinder niedlich macht, wären sie äusserst lästig. Dann würden sie bloss wie inkompetente Erwachsene wirken. Aber da steckt noch mehr dahinter. Der Grund, weshalb mich der hypothetische abgestumpfte 10-jährige so stört, ist nicht nur, dass er dann lästig wäre, sondern dass er so früh seine Wachstumsaussichten beschnitten hätte. Um abgestumpft zu sein, muss man denken, man wisse, wie die Welt funktioniert, und jede Theorie, die ein 10-jähriger diesbezüglich haben könnte, wird wahrscheinlich ziemlich eingeschränkt sein.</p>
<p>Unschuld ist also auch Aufgeschlossenheit. Wir wollen, dass Kinder unschuldig sind, damit sie weiterhin lernen können. So paradox es klingt, es gibt Arten von Wissen, die anderen Arten von Wissen in die Quere kommt. Wenn du lernen wirst, dass die Welt ein brutaler Ort ist, voller Menschen, die versuchen, einander zu übervorteilen, dann solltest du das besser erst als letztes lernen. Anderenfalls wird dich weiteres Lernen kaum noch interessieren.</p>
<p>Sehr gescheite Erwachsene scheinen häufig ungewöhntlich unschuldig, und ich denke nicht, dass das ein Zufall ist. Ich denke, dass diese Menschen bewusst gewisse Dinge zu lernen vermieden haben. Ich selber ganz bestimmt. I dachte mal, dass ich alles wissen will. Heute weiss ich, dass dem nicht so ist.</p>
<h3>Tod</h3>
<p>Nach dem Sex ist der Tod das Thema, über das Erwachsene am verschwörerischsten lügen gegenüber Kindern. Sex, denke ich, verstecken sie aufgrund tiefsitzender Tabus. Aber warum verstecken wir den Tod vor den Kindern? Wahrscheinlich deswegen, weil kleine Kinder von ihm besonders entsetzt sind. Sie wollen sich sicher fühlen, und der Tod ist die fürchterlichste Bedrohung, die es gibt.</p>
<p>Eine der spektakulärsten Lügen, die uns unsere Eltern vorsetzten, ging um den Tod unserer ersten Katze. Ãœber die Jahre, während wir nach mehr Details fragten, mussten sie immer mehr hinzuerfinden, und so wuchs sich die Geschichte zu etwas ziemlich ausgeklügeltem aus. Die Katze starb in der Tierarztpraxis. Woran? An der Anästhesie. Warum war die Katze beim Tierarzt? Um zu gesunden. Und warum hatte sie ein solcher Routineeingriff umgebracht? Es war nicht der Fehler des Tierarztes; die Katze hatte ein angeborenes schlechtes Herz; die Anästhesie war zu stark für sie; aber das hatte keiner im voraus wissen können. Erst als wir unsere zwanziger erreicht hatten, kam die Wahrheit ans Tageslicht: Meine Schwester, damals etwa drei, war versehentlich auf sie draufgetreten und hatte ihr den Rücken gebrochen.</p>
<p>Sie hatten nicht das Bedürfnis, uns zu sagen, dass die Katze nun glücklich war im Katzenhimmel. Meine Eltern haben nie behauptet, dass verstorbene Menschen oder Tiere “an einen besseren Ort gegangen” seien, oder dass wir ihnen wieder begegnen würden. Das schien uns nicht geschadet zu haben.</p>
<p>Meine Grossmutter erzählte uns eine redigierte Version des Todes meines Grossvaters. Sie sagte, sie eines Tages lesend nebeneinander gesessen, und als sie etwas zu ihm sagte, hätte er keine Antwort gegeben. Er schien zu schlafen, aber als sie ihn zu wecken versuchte, schaffte sie das nicht. “Er war weg.” Einen Herzanfall zu haben klang nach einschlafen. Später hörte ich, dass es nicht ganz so nett war, und dass der Herzanfall fast den ganzen Tag gebraucht hatte, um ihn umzubringen.</p>
<p>Nebst solch unverblümten Lügen muss es auch jede Menge Themenwechsel gegeben haben, wenn die Sprache auf den Tod kam. Ich erinnere mich daran natürlich nicht, aber ich leite es aus der Tatsache ab, dass ich nicht wirklich kapierte, dass auch ich irgendwann sterben würde, bis ich ungefähr 19 war. Wie konnte ich etwas derart offensichtliches so lange Zeit verpassen? Jetzt, wo ich Eltern dabei erlebe, wie sie mit dem Thema umgehen, sehe ich, wie: Fragen über den Tod werden sanft, aber fest abgewehrt.</p>
<p>Besonders bei diesem Thema kommen ihnen die Kinder auf halbem Weg entgegen. Kinder wollen öfter angelogen werden. Sie wollen glauben, dass sie in einer angenehmen, sicheren Welt leben, genau so sehr wie ihre Eltern möchten, dass sie das glauben. [<a href="#f4n">4</a>]</p>
<h3>Identität</h3>
<p>Manche Eltern fühlen eine starke Zugehörigkeit zu einer bestimmten Ethnie oder religiösen Gruppe, und wollen, dass ihre Kinder sich ebenfalls zugehörig fühlen. Dies erfordert üblicherweise zwei Arten von Lügen: Das erste ist, dass dem Kind gesagt wird, er oder sie sei ein X, und das zweite ist, was auch immer für Spezifika die Xe glauben, was sie von anderen unterscheidet. [<a href="#f5n">5</a>]</p>
<p>Einem Kind zu sagen, was es für eine besondere ethnische oder religiöse Identität habe, ist etwas vom langanhaftendsten, was man ihnen sagen kann. Fast alles andere, was du einem Kind erzählst, kann das Kind selber ändern wenn es einmal anfängt, selber zu denken. Aber wenn du einem Kind sagst, es gehöre zu einer bestimmten Gruppe, dann scheint dies fast unmöglich zu erschüttern zu sein.</p>
<p>Dies trotz der Tatsache, dass dies eine der vorsätzlichsten Lügen sein kann, die Eltern erzählen. Wenn Eltern von unterschiedlicher Religion sind, dann einigen sie sich häufig, dass ihre Kinder “als Xe erzogen” werden. Und es funktioniert. Die Kinder wachsen folgsam auf und betrachten sich als Xe, trotz der Tatsache, dass, wenn sich seine Eltern anders entschieden hätten, sie aufgewachsen wären im Glauben, sie seien Ye.</p>
<p>Ein Grund, warum dies so gut funktioniert, ist die zweite Art Lüge. Die Wahrheit ist Allgemeingut. Du kannst dich und deine Gruppe nicht abgrenzen, indem ihr rationale Dinge tut, und indem ihr Dinge glaubt, die wahr sind. Wenn du dich von anderen Menschen absetzen willst, dann musst du Dinge tun, die willkürlich sind, und Dinge glauben, die falsch sind. Und nachdem sie ihr ganzes Leben damit verbracht haben, Dinge zu tun, die willkürlich sind, und Dinge zu glauben, die falsch sind, und von “Aussenseitern” diesbezüglich als sonderbar betrachtet worden zu sein, muss die kognitive Dissonanz, die dazu treibt, Kinder dazu zu bringen, sich als Xe zu betrachten, riesig sein. Wenn sie kein X sind, warum hängen sie dann an all diesen willkürlichen Glaubenssätzen und Gebräuchen?‘Wenn sie kein X sind, warum werden sie dann von allen nicht-X so genannt?</p>
<p>Diese Form der Lüge ist nicht ohne Nutzen. Man kann sie dazu einsetzen, eine ganze Ladung nützlichen Glaubens zu übertragen, und diese wird dazu noch ein Teil der kindlichen Identität werden. Du kannst dem Kind sagen, dass, abgesehen davon dass sie niemals gelb tragen, zu glauben, die Welt sei von einem Riesenhasen erschaffen worden, vor dem Fisch essen immer mit den Fingern zu schnalzen, seien Xe ausserdem besonders ehrlich und fleissig. Dann wachsen X-Kinder mit dem Glauben auf, zu ihrer Identität gehöre Ehrlichkeit und Fleiss.</p>
<p>Dies ist vermutlich der Grund, weshalb sich die modernen Religionen dermassen ausgebreitet haben, und erklärt, warum ihre Doktrin eine Kombination des Nützlichen und des Bizarren ist. Das Bizarre ist jene Hälfte, die dafür sorgt, dass die Religion haften bleibt, und die Nützliche Hälfte ist die Ladung. [<a href="#f6n">6</a>]</p>
<p><strong>Autorität</strong></p>
<p>Einer der am wenigsten entschuldbaren Gründe, dass Erwachsene Kinder anlügen, ist, Macht über sie zu haben. Manchmal sind diese Lügen echt böse, wie etwa wenn der Belästiger dem Kind sagt, dass es Ã„rger kriegt, wenn es jemandem erzählt, was ihm gerade zugestossen ist. Andere scheinen unschuldiger. Es hängt davon ab, wie schlimm Erwachsene lügen um ihre Macht zu bewahren, und wozu sie diese Macht einsetzen.</p>
<p>Die meisten Erwachsenen machen gewisse Bemühungen, ihre Schwächen vor Kindern zu verstecken. Gewöhnlich sind ihre Motive gemischt. Zum Beispiel versteckt ein Vater, der eine Affäre hat, diese Tatsache gewöhnlich vor seinen Kindern. Seine Motivation ist teilweise, dass ihnen das Angst machen würde, teilweise weil dies zum Thema Sexualität führen würde, und teilweise (und zwar zu einem grösseren Teil als er gerne zugeben würde), weil er sich vor ihnen keine Blösse geben will.</p>
<p>Wenn du lernen willst, welche Art von Lügen Kindern erzählt werden, dann musst di fast alle diese Bücher lesen, die mit der Absicht geschrieben wurden, ihnen “Themen” beizubringen. [<a href="#f7n">7</a>] Peter Mayle hat eines geschrieben mit dem Titel Warum lassen wir uns scheiden? Es beginnt mit den drei wichtigsten Dingen einer Scheidung. Eines davon ist:</p>
<blockquote><p>Du solltest nie einem einzigen Elternteil die Schuld geben, weil eine Scheidung nie nur der Fehler einer einzigen Person ist. [<a href="#f8n">8</a>]</p></blockquote>
<p>Tatsächlich? Wenn ein Mann mit seiner Sekretärin durchbrennt, ist es dann immer auch zum Teil die Schuld seiner Frau? Aber ich kann durchaus sehen, warum Mayle dies gesagt hat. Vielleicht ist es wichtiger, dass Kinder ihre Eltern respektieren, als dass sie die Wahrheit über sie wissen.</p>
<p>Aber weil Erwachsene ihre Schwächen verstecken, und weil sie gleichzeitig auf hohen Verhaltensstandards für Kinder bestehen, wachsen viele Kinder mit dem Gefühl auf, hoffnungslose Defizite zu haben. Sie laufen mit furchtbaren Schuldgefühlen herum, weil sie mal wieder ein Fluchwort benutzt haben, während in der Tat die meisten Erwachsenen um sie herum noch viel schlimmere Dinge tun.</p>
<p>Dies geschieht sowohl in intellektuellen, als auch in moralischen Fragen. Je selbstbewusster die Leute sind, desto mehr scheinen sie die Freiheit zu haben, eine Frage mit “Ich weiss nicht” zu beantworten. Weniger selbstbewusste Menschen denken, dass sie unbedingt eine Antwort geben müssten, weil sie sonst schlecht dastehen würden. Meine Eltern waren ziemlich gut darin, zuzugeben, wenn sie etwas nicht wussten, aber mir müssen ziemlich viele solcher Lügen aufgetischt worden sein von Lehrern, weil ich selten einen Lehrer habe “das weiss ich nicht” sagen hören, bis ich ins College ging. Ich erinnere mich so genau daran, weil es so überraschend war, jemand dies vor der ganzen Klasse sagen zu hören.</p>
<p>Den ersten Hinweis darauf, dass Lehrer nicht allwissend sind, bekam ich in der sechsten Klasse, nachdem mein Vater bei etwas, was ich in der Schule gelernt hatte, widersprochen hatte. Als ich protestierte, dass der Lehrer das Gegenteil gesagt hatte, antworte mein Vater, dass der Kerl nicht die leiseste Ahnung hatte, wovon er überhaupt sprach — dass er letztlich nur ein Primarschullehrer sei.</p>
<p><em>Nur </em>ein Lehrer? Der Satz schien mir damals fast grammatikalisch falsch formuliert. Wussten Lehrer denn nicht alles über die Themen, die sie lehrten? And wenn nicht, warum waren sie dann diejenigen, die uns lehrten?</p>
<p>Die traurige Tatsache ist, dass Lehrer der amerikanischen öffentlichen Schule ganz allgemein das Material, das sie lehren, eher schlecht beherrschen. Es gibt ein paar löbliche Ausnahmen, aber in der Regel sind Leute, die in die Lehre gehen wollen, akademisch eher am unteren Ende der College-Absolventen anzusiedeln. Daher zeigt die Tatsache, dass ich mit 11 immer noch dachte, dass Lehrer unfehlbar seien, was für einen gründlichen Arbeit das System mit meinem Hirn geleistet hat.</p>
<h3>Schule</h3>
<p>Was Kindern in der Schule beigebracht wird ist eine komplexe Mischung von Lügen. Die entschuldbarsten sind diejenigen, die erzählt werden, um Ideen zu vereinfachen, um sie leichter erlernbar zu machen. Das Problem ist, dass viel Propaganda in den Lehrplan hineingeschmuggelt wird im Namen der Vereinfachung.</p>
<p>Schulbücher repräsentieren einen Kompromiss zwischen dem, was verschiedene Gruppen den Kindern beigebracht haben wollen. Die Lügen sind selten offenkundig. Gewöhnlich bestehen sie entweder aus Auslassungen, oder aus Ãœberbetonungen gewisser Themen auf Kosten anderer. Die Sicht auf Geschichte, die wir in der Primarschule bekamen, war eine rohe Hagiographie, mit mindestens einem Vertreter jeder machtvollen Gruppe.</p>
<p>Die berühmten Wissenschaftler, an die ich mich erinnere, sind Einstein, Marie Curie und George Washington Carver. Einstein war eine grosse Sache, weil seine Arbeit zur Atombombe führte. Marie Curie hatte mit Röntgenstrahlen zu tun. Aber Carver hat mich verwirrt. Er schien irgendwelche Dinge mit Erdnüssen angestellt zu haben.</p>
<p>Es ist heute offensichtlich, dass er auf der Liste war, weil er schwarz war (und Marie Curie war auf der Liste, weil sie eine Frau war), aber als Kind war ich jahrelang verwirrt deswegen. I frage mich, ob es nicht besser gewesen wäre, uns ganz einfach die Wahrheit zu sagen: Dass es keine berühmten schwarzen Wissenschaftler gab. George Washington Carver auf dieselbe Ebene wie Einstein zu heben hat uns nicht nur in Bezug auf die Wissenschaft irregeleitet, sondern auch bezüglich der Hürden, die Schwarze damals zu überwinden hatten.</p>
<p>Während die Themen sanfter wurden, wurden die Lügen häufiger. Zu der Zeit, als wir zu Politik und aktueller Geschichte kamen, war das, was uns beigebracht wurde, fast reine Propaganda. Zum Beispiel wurde uns beigebracht, die politischen Führer als Heilige zu betrachten — besonders Kennedy und King, die erst vor kurzem den Märtyrertod gestorben waren. Es war erstaunlich, später zu lernen, dass beide notorische Schürzenjäger waren, und dass Kennedy ein ganz besonderer Wüstling war (zu der Zeit, als King’s Plagiarismus zum Vorschein kam, hatte ich die Fähigkeit, von den schlechten Taten berühmter Leute überrascht zu werden, bereits verloren).</p>
<p>Ich bezweifle, dass man Kindern aktuelle Geschichte beibringen kann, ohne ihnen Lügen zu erzählen, weil praktisch jeder, der in diesem Bereich irgend etwas zu sagen hat, seinen besonderen Dreh dazuzugeben hat. Die aktuellste Geschichte besteht <em>nur noch</em> aus Dreh. Wahrscheinlich wäre es das Beste, nur noch solche Meta-Fakten zu lehren.</p>
<p>Die wahrscheinlich grösste Lüge, die in Schulen gelehrt wird, ist allerdings, dass der Weg zum Erfolg durch das Befolgen von “den Regeln” führt. Genau genommen sind die meisten dieser Regeln nur zusammengestoppelt, um grosse Gruppen effizient zu managen.</p>
<h3>Frieden</h3>
<p>Von all den Gründen, weshalb wir Kinder anlügen, ist der mächtigste wahrscheinlich derselbe banale Grund, warum sie uns anlügen.</p>
<p>Häufig, wenn wir Menschen anlügen, ist es nicht teil einer bewussten Strategie, sondern weil sie auf die Wahrheit heftig reagieren würden. Kinder, fast definitionsgemäss, geht die Selbstkontrolle ab. Sie reagieren heftig auf die Dinge — und deshalb werden sie auch häufig angelogen. [<a href="#f9n">9</a>]</p>
<p>Vor ein paar Thanksgivings hat sich ein Freund von mir in einer Situation wiedergefunden, die auf perfekte Weise die komplexen Motive illustriert, die wir haben, wenn wir Kinder anlügen. Während der gebratene Truthahn auf dem Tisch auftauchte, fragte sein erschreckend scharfsinniger 5-jähriger Sohn plötzlich, ob der Truthahn eigentlich freiwillig gestorben sei. Die Katastrophe voraussehen, beeilten sich mein Freund und seine Frau rasch, zu improvisieren: Ja, der Truthahn wollte freiwillig sterben, und in der Tat hatte sein ganzes Leben mit dem Wunsch verbracht, ein Thanksgiving-Essen sein zu dürfen. Und das (Uff!) war das Ende davon.</p>
<p>Wann immer wir Kinder anlügen, um sie zu beschützen, lügen wir vermutlich ebenso sehr um den Frieden zu bewahren.</p>
<p>Eine Konsequenz dieser Art von beruhigender Lüge ist die, dass wir aufwachsen mit dem Gedanken, dass ganz furchtbare Dinge ganz normal sind. Es fällt uns schwer, über etwas, wo wir buchstäblich darauf trainiert wurden, uns keine Sorgen zu machen, ein Gefühl von Dringlichkeit zu verspüren wie Erwachsene. Als ich etwa 10 war sah ich eine Dokumentation über Umweltverschmutzung, die mich in Panik versetzte. Es schien, als ob der Planet unwiederbringlich ruiniert war. Ich ging danach zu meiner Mutter, um sie zu fragen, ob dem tatsächlich so sei. Ich erinnere mich zwar nicht an ihre Antwort, aber ich fühlte mich wieder besser, und so hörte ich auf, mir Sorgen zu machen.</p>
<p>Das war wahrscheinlich die beste Art, mit einem veängstigten 10-jährigen umzugehen. Aber wir sollten den Preis dafür verstehen. Diese Art Lüge ist einer der Hauptgründe, warum die Dinge so bleiben, wie sie sind: Wir wurden alle darauf trainiert, sie zu ignorieren.</p>
<h3>Entgiftung</h3>
<p>Ein Sprinter geht in einem Rennen fast sofort in einen Zustand über, der “Sauerstoffmangel” genannt wird. Sein Körper schaltet auf eine Notenergieversorgung um, die schneller ist als die reguläre aerobische Athmung. Doch dieser Prozess bildet Abfallprodukte, die letzlich zusätzlichen Sauerstoff erfordern, um sie loszuwerden, weswegen er am Ende des Rennens anhalten und eine Weile nach Luft ringen muss um sich wieder zu erholen.</p>
<p>Wir leiden bei Erreichen des Erwachsenenalters unter einer Art Wahrheitsmangel. Es wurden uns viele Lügen erzählt, um uns (und unsere Eltern) durch unsere Kindheit hindurch zu bringen. Einige davon waren vielleicht notwendig. Einige wahrscheinlich nicht. Aber wir erreichen alle das Erwachsenenalter mit einem Kopf voller Lügen.</p>
<p>Es gibt niemals den Zeitpunkt, wo die Erwachsenen sich mit einem hinsetzen und uns all die Lügen, die sie uns erzählt haben, erklären. Sie haben die meisten vergessen. Daher: Wenn du diese Lügen aus deinem Kopf hinausbefördern willst, dann wirst du das selber tun müssen.</p>
<p>Wenige tun das. Die meisten Menschen gehen durchs Leben mit Stücken von Verpackungsmaterial, das an ihrem Verstand kleben geblieben ist, und merken es gar nicht. Wahrscheinlich ist es gar nicht möglich, alle Wirkungen, die Lügen, die uns als Kind erzählt wurden, auf uns haben, komplett aufzuheben. Aber es ist es wert, es wenigstens zu versuchen. Meine eigene Erkenntnis war, dass, wenn immer ich es schaffte, eine Lüge, die mir erzählt worden war, aus dem Weg zu schaffen, dass dann viele Dinge wie von selbst an ihren richtigen Ort rücken.</p>
<p>Glücklicherweise bekommst du eine wertvolle neue Ressource, sobald du die Erwachsenengrenze überschreitest, die du dazu benützen kannst, die Lügen, die dir erzählt worden sind, aufzudecken. Du bist jetzt selber einer der Lügner. Du bist jetzt in der Lage, in den Kulissen zu beobachten, wie die Erwachsenen die Welt verdrehen für die nächste Generation von Kindern.</p>
<p>Der erste Schritt, einen klaren Kopf zu bekommen, ist, zu erkennen, wie weit du davon entfernt bist, ein neutraler Beobachter zu sein. Als ich die High School verliess, dachte ich, ich sei ein kompletter Skeptiker. Ich hatte erkannt, dass die High School Schrott ist. Ich dachte, ich sei bereit, alles zu hinterfragen, was ich wusste. Aber unter vielen anderen Dingen war ich völlig ahnungslos, wie viele Trümmer sich bereits in meinem Kopf befanden. Es genügt nicht, deinen Verstand als leere Tafel zu verstehen. Du musst sie bewusst auslöschen.</p>
<h3>Anmerkungen</h3>
<p>[<a name="f1n"></a>] Einer der Gründe, weshalb ich bei einem so grausam einfachen Wort geblieben bin, ist, dass die Lügen, die wir unseren Kindern erzählen, wahrscheinlich gar nicht so harmlos sind, wie wir denken. Wenn man sich anschaut, was Erwachsene früher Kindern erzählt haben, ist es schockierend, wie sehr sie sie belogen haben. Wie wir haben sie es mit den besten Absichten getan. Wenn wir daher denken, wir seien so offen wie man vernünftigerweise mit Kindern sein könne, dann machen wir uns vermutlich etwas vor. Die Chancen stehen gut, dass Menschen in 100 Jahren genau so schockiert sein werden über einige der Lügen, die wir von uns geben, wie wir es sind über die Lügen, die vor 100 Jahren erzählt wurden.</p>
<p>I kann nicht voraussagen, welche dies sein werden, aber ich will auch keinen Essay schreiben, der in 100 Jahren dumm erscheint. Deshalb werde ich einfach alle unsere Lügen Lügen nennen, und nicht spezielle Euphemismen benutzen für Lügen, die nach heutiger Mode entschuldbar erscheinen.</p>
<p>(Ich habe eine Art weggelassen: Jene, die erzählt werden, um mit der Leichtgläubigkeit von Kindern Spielchen zu spielen. Diese spielen sich ab im Bereich “So tun als ob,” was nicht wirklich eine Lüge ist, sondern mit einem Augenzwinkern erzählt wird, bis zu den furcherregenden Lügen, die einem von den älteren Geschwistern erzählt werden. Dazu gibt es nicht viel zu sagen: Die ersteren möchte ich nicht missen, und die zweiteren wird es immer geben.)</p>
<p>[<a name="f2n"></a>] Calaprice, Alice (Herausgeberin), <em>The Quotable Einstein</em>, Princeton University Press, 1996</p>
<p>[<a name="f3n"></a>] Wenn man Eltern danach fragt, warum Kinder nicht fluchen sollen, so antworten die weniger Gebildeten üblicherweise mit Fragen-heischenden Erklärungen wie “Es ist unangemessen,” während die Gebildeteren ausgeklügelte Rationalisierungen von sich geben. In der Tat scheinen die weniger Gebildeten näher an der Wahrheit zu sein.</p>
<p>[<a name="f4n"></a>] Wie mir ein Freund mit kleinen Kindern aufgezeigt hat, ist es leicht für kleine Kinder, sich für unsterblich zu halten, weil die Zeit für sie so langsam zu verstreichen scheint. Für einen Dreijährigen fühlt sich ein Tag etwa so an wie ein Monat für einen Erwachsenen. Darum klingen 80 Jahre für ihn, wie 2400 Jahre für uns klingen würden.</p>
<p>[<a name="f5n"></a>] Ich realisiere, dass ich mir unendlichen Ã„rger einhandeln werde dafür, dass ich Religionen als eine Art Lüge klassifiziere. Gewöhnlich umgehen die Leute diese Problematik mit einer Mehrdeutigkeit im Sinne dessen, dass Lügen, die für genügend lange Zeit durch eine genügend grosse Anzahl Menschen geglaubt wurden, immun sind für die normalen Standards für Wahrheit. Da ich aber nicht vorhersagen kann, welche Lügen zukünftige Generationen für unentschuldbar halten werden, kann ich korrekterweise keine Art weglassen. Ja, es erscheint unwahrscheinlich, dass Religion in 100 Jahren ausser Mode gerät, aber auch nicht unwahrscheinlicher, als es jemand im Jahre 1880 erschienen wäre, dass Schulkindern im Jahre 1980 beigebracht wird, dass Masturbation völlig normal ist und dass man kein schlechtes Gewissen zu haben braucht deswegen.</p>
<p>[<a name="f6n"></a>] Unglücklicherweise kann die Ladung sowohl aus guten als auch aus schlechten Gebräuchen bestehen. Zum Beispiel gibt es bestimmte Qualitäten, die gewisse Gruppen in Amerika als “sich weiss verhalten” betrachten. In Tat und Wahrheit könnte man die meisten “sich Japanisch verhalten” nennen. Es ist nichts besonders weisses an diesen Gebräuchen. Sie sind allen Kulturen gemein, die eine lange Tradition des in-den-Städten-lebens aufweisen. Wenn eine Gruppe sich durch das Gegenteil definiert, so steht sie damit vermutlich auf verlorenem Posten.</p>
<p>[<a name="f7n"></a>] In diesem Kontext bedeutet “Themen” grundsätzlich “Dinge, über die wir Lügen erzählen werden.” Deshalb haben diese Bereich einen besonderen Namen.</p>
<p>[<a name="f8n"></a>] Mayle, Peter, <em>Why Are We Getting a Divorce?</em>, Harmony, 1988</p>
<p>[<a name="f9n"></a>] Die Ironie daran ist folgende: Dies ist gleichzeitig der Hauptgrund, weshalb Kinder Erwachsene anlügen. Falls du ausflippst, wenn dir die Leute alarmierende Dinge erzählen, dann werden sie eben aufhören, sie dir zu erzählen. Teenager erzählen ihren Eltern nicht, was an jenem Abend passiert ist, als sie bei einem Freund übernachten sollten, aus demselben Grund, aus dem Eltern ihrem Fünfjährigen nicht erzählen, was es genau mit dem Thanksgivings-Truthahn auf sich hat. Sie würden ausflippen, wenn sie es wüssten.</p>
<p><span style="font-family: verdana; font-size: x-small;"><strong>Danke</strong> an Sam Altman, Marc Andreessen, Trevor Blackwell, Patrick Collison, Jessica Livingston, Jackie McDonough, Robert Morris, and David Sloo für das Lesen der Entwürfe dieses Essays.  Und da es einige kontroverse Ideen hier hat, sollte ich ergänzen, dass keiner von ihnen mit allem einverstanden war.</span></p>
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		<title>Beiträge auf Wetellyou.ch</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/83</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Nov 2007 13:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wetellyou]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ungefähr 2001 bin ich ziemlich aktiv auf der Plattform Wetellyou.ch. Dabei handelt es sich um eine Ratgeber-Plattform, auf dem sich Experten zu verschiedensten Themen zu vielerlei Fragen äussern können. Leider ist die Seite seit ein paar Monaten immer mal wieder unerreichbar. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, ein paar Wetellyou.ch–Fälle, die ich bearbeitet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ungefähr 2001 bin ich ziemlich aktiv auf der Plattform <a href="http://www.wetellyou.ch"  target="_blank">Wetellyou.ch</a>. Dabei handelt es sich um eine Ratgeber-Plattform, auf dem sich Experten zu verschiedensten Themen zu vielerlei Fragen äussern können. Leider ist die Seite seit ein paar Monaten immer mal wieder unerreichbar. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, ein paar <a href="http://www.wetellyou.ch"  target="_blank">Wetellyou.ch</a>–Fälle, die ich bearbeitet habe, ebenfalls hier auf meinem Blog zu veröffentlichen. Dies soll ein Hinweis darauf sein, dass ich auch heute noch gerne bereit bin, ähnliche Dienstleistungen zu erbringen.</p>
<p><a href="/archives/category/wetellyou">Hier ist die Liste meiner Wetellyou-Beiträge.</a></p>
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		<title>Wie soll ich mit den Flirtereien meines Freundes umgehen?</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[  Kiri_1982 hat am 24/2/2006 gefragt: Ich wende mich an dich, weil ich mal eine objektive Meinung brauche, denn ich befürchte dass ich selbst im Moment nicht wirklich beurteilen kann ob ich übertrieben eifersüchtig bin oder ob meine Eifersucht begründet ist… Mein Freund (26) und ich (24) lernten uns letztes Halloween kennen und da funkte [...]]]></description>
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<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Kiri_1982 hat am 24/2/2006 gefragt:</strong></td>
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<td class="text">Ich wende mich an dich, weil ich mal eine objektive Meinung brauche, denn ich befürchte dass ich selbst im Moment nicht wirklich beurteilen kann ob ich übertrieben eifersüchtig bin oder ob meine Eifersucht begründet ist…</td>
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<td class="text">Mein Freund (26) und ich (24) lernten uns letztes Halloween kennen und da funkte es bereits ein wenig. Danach haben wir aber nicht viel Kontakt gehabt, auch deshalb weil wir damals beide noch in (eher lockeren, nicht mehr richtig funktionierenden) Beziehungen steckten. Haben uns dann aber doch 2, 3 mal wiedergesehen, bis wir dann schliesslich Weihnachten zusammen gekommen sind. Da hat es dann so RICHTIG gefunkt, wir haben beide mit unseren Parntern Schluss gemacht und es war alles soo traumhaft! Irgendwie ging alles sehr schnell, fast vom ersten Tag schliefen wir fast täglich beieinander, richteten uns mit “Hygieneartikeln” u.ä. in der Wohnung des anderen ein… Als wir gerade 2 Wochen zusammen waren buchten wir bereits unseren Urlaub, weil es irgendwie überhaupt keine Frage war, ob das mit uns klappt, das war irgendwie klar! Wir haben uns soo gut verstanden, haben soo viele gemeinsame Interessen und Umstände (Wohnort, Beruf, Familiensituation etc. ist bei uns alles fast gleich!), und uns kam es von Anfang an so vor als wären wir schon viel länger zusammen und würden uns ewig kennen! Was man in kitschigen Romanen immer “Seelenverwandte” nennt eben! Und wir waren bzw. sind soo verliebt… Wurden z.B. in der Disco schon von wildfremden Leuten angesprochen, dass wir ja total süss zusammen wären! Also soweit alles perfekt…</td>
</tr>
<tr>
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<td class="text">Jetzt mein Problem: bevor wir zusammen gekommen sind, hat mein Freund fast nie ernsthafte Beziehungen gehabt. Er war ein richtiger Weiberheld, der ständig mit Mädels ausgegangen ist, manchmal auch mehr, also hat sich ordentlich ausgetobt. Deshalb dachte ich anfangs auch, dass er überhaupt nicht “beziehungstauglich” ist… Hab mich dann aber doch darauf eingelassen und wurde von dem Gegenteil überzeugt, einen lieberen Freund habe ich noch nie gehabt! Und eine gemeinsame Freundin von uns, die ihn schon 10 Jahre kennt, meinte, dass sie ihn noch nie mit einem Mädchen so erlebt hat wie jetzt mit mir. Auch stellt er mich all seinen Freunden, Familie etc. vor, was man ja auch nur tut wenn man es ernst meint… Also kurzum, ich bin mir ziemlich sicher dass er es ernst mit mir meint, will mich auch am liebsten täglich sehen, ruft 3 mal täglich an usw…</td>
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<tr>
<td></td>
<td class="text">AAABER: vor 4 Tagen war er auf einer Afterworkfete. Und am nächsten Morgen erzählte er mir, dass er ja sooo besoffen war, und dass er heute das “Gespräch des Hauses gewesen wäre und morgens schon von seiner Chefin angesprochen wurde, dass er ja den ganzen Abend nur die hübschesten Mädels um sich rum gehabt hätte… Und dass er halt so besoffen war und so schön mit den Mädels die Tanzfläche gestürmt hat und es so ein heftiger Abend war… Ich war erstmal ziemlich geschockt, denn wenn er schon “Gespäch des Hauses” war muss es ja was auffälligeres gewesen sein als mal ein Plausch nebenbei!… Als ich dann mit ihm darüber sprach, meinte er, es gebe aber doch nur eine Frau die ihm wichtig sei, ich eben. Und wäre halt so wählerisch und würde sich nur selten auf eine richtige Beziehung festlegen, weil er im Prinzip auch nie unglücklich war als Single, aber wenn er sich dann mal festlegen würde, dann wäre das auch eine definitive Entscheidung und er würde sich bestimmt keine andere Freundin suchen! Und sich mal ein bisschen für andere Frauen zu interessieren und was zu flirten wäre doch normal und ok, und mehr würde er nie machen!</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Tja… Ich weiss jetzt nciht was ich denken soll… Auf der einen Seite ist er ja der liebste und verliebteste Mann den ich kenne! Auf der anderen Seite, wenn er doch so verliebt und glücklich mit mir ist, wieso flirtet er dann so gerne und heftig mit anderen Frauen? Ich habe doch jetzt auch null Interesse an anderen Männern!</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Ich kann mir schon vorstellen dass meine Eifersucht ein wenig übertrieben ist, aber das ändert nichts daran, dass ich dauernd dieses Bild im Hinterkopf habe, wie er wild am rumflirten und dancen ist, und frage mich dauernd, ob das mit uns wirklich dauerhaft so gut laufen wird wie ich anfangs dachte? Oder ob er als alter Weiberheld nach der ersten Verliebtheit vielleicht doch wieder in alte Muster fällt und einfach nicht anders kann als wild rumflirten und die Abwechslung einfach braucht?</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Gerade weil es mit uns bis jetzt soo schön war, habe ich totale Angst, dass das irgendwann vorbei sein könnte, weil es ihm zu langweilig wird und er sich vielleicht in eine verlieben könnte…</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Steigere ich mich da total in was rein, oder sind meine Bedenken vielleicht wirklich ein Stück weit begründet, wenn er auf einmal anfängt so heftig rumzuflirten???</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Ich versuche nämlich immer, nicht zu eifersüchtig zu sein, weil ich weiss dass zu viel Eifersucht nur schädlich ist für eine Beziehung und man sich schon noch einige Freiräume lassen muss. Aber was ich halt nicht genau weiss, ist, wo man da “regulär” die Grenze zieht, also was man sich gegenseitig noch durchgehen lassen sollte, und was nicht mehr ok ist und wo man zu recht drüber sauer sein kann. Da zieht ja nunmal jeder anders seine Grenzen.</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Schlecht fühlen tue ich mich eigentlich relativ schnell. Also wenn ich schon sehe, dass er beispielsweise mit einer attraktiven Kellnerin ein wenig schäkert, dann fühle ich mich dabei schon ein wenig verletzt, aber ich weiss, dass das übertrieben ist und sage deshalb auch nichts. Wo definitiv Schluss ist, ist natürlich knutschen und so, klar geht das nicht! Aber was ist mit den Ãœbergangsbereichen? Flirten ist ok, tanzen nicht mehr? Oder ist harmlosen flirten UND tanzen ok, aber halt heftiges tanzen und flirten nicht mehr?</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Also, in den letzten Tagen habe ich jetzt nicht mehr mit meinem Freund darüber gesprochen, weil wir ja wie gesagt gleich am Tag wo er es mir erzählt hatte drüber gesprochen haben, und danach wollte ich dann auch nicht weiter draufrum reiten.</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Gestern war jetzt aber ja Karneval (wir sind aus Köln, also der Karnevalshochburg).Wir sind getrennt rausgegangen, weil er gerne mit Kumpels rausgehen wollte (die grösstenteils auch eine Freundin haben, aber einen Männerabend draus machen wolllten). Und so bin ich dann halt mit meinen Leuten weggegangen, obwohl ich aber schon die ganze Zeit über an ihn gedacht habe…Also dass es noch viel schöner wäre wenn er hier wäre, und dass er hoffentlich nicht wieder so wild rumflirtet…</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Als ich abends um 10 zuhaus war, smste ich ihm noch kurz, und er antwortete: “Mach dir keine Sorgen mein grösster Schatz! Ich war und bleibe brav!!! Bist die einzige Frau die ich küsse (bin noch mit einem Freund unterwegs), vermisse dich aber auch! Kuss”</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Das schrieb er übrigens von sich aus, das mit dem brav etc., ich hatte in meiner sms vorher garnichts dergleichen angedeutet, ob er sich denn benommen habe!</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Das war ja sehr süss und dann konnte ich auch halbwegs beruhigt einschlafen. Heute morgen haben wir dann kurz telefoniert, er war aber noch ziemlich fertig, da er erst um 6 Uhr morgens zuhaus gewesen war! Er erzählte kurz, dass er quasi in fast jeder Kneipe in Köln dringewesen wäre, aber mehr erzählte er nicht, also in Bezug auf irgendwelche Frauen oder so. Ich denke ich sollte mir dann auch nichts einreden, denn Männer können ja auch bis 6 rausgehen und Spass haben ohne dass das mit irgendwelchen Frauengeschichten zusammenhängt!…</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Ich hab schonmal überlegt, ihm einen Brief zu schreiben, in dem ich u.a. schreibe dass mich das letzte Woche etwas verunsichert hatte was er mir von dieser Fete erzählt hat…</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a name="M128064"></a></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#aae3aa">
<tbody>
<tr>
<td width="1%" valign="top"><img src="http://www.wetellyou.ch/img/v.gif" alt="" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="3" height="1" /></td>
<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Daniel_heiniger hat am 24/2/2006 geantwortet</strong></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td class="text">Hallo Kiri<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
boah, das ist aber ein langer Brief, den du mir da schreibst.  <img src='http://heiniger-net.ch/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Aber erst mal ist es sehr gut, dass du dir deinen Kummer von der Seele schreibst. Das ist immer der beste Anfang.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Wenn ich dich richtig verstehe, dann bittest du mich, dir Normen zu geben, was “normal” ist und was nicht. Das kann ich nicht. Solche Normen existieren nicht. Vielleicht gibt es landläufige Meinungen dazu, aber darauf gebe ich nicht so besonders viel. Was soll das auch heissten? Flirten sit erlaubt? Was genau heisst Flirten? Und warum soll tanzen nicht mehr erlaubt sein? Kommt vielleicht auf die Art des Tanzens an. Ein eng umschlungener Slow kann, muss aber nicht, zu weit gehen. Es kommt dabei immer auf die innere Haltung der beteiligten Personen an. Aber, ja, ein Zungenkuss mit einer anderen Frau, das würde mir dann doch definitiv zu weit gehen. Alles dazwischen ist eine Grauzone, die nicht ein für allemal gültig definiert werden kann.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Mit anderen Worten: Solche Dinge müsst ihr miteinander besprechen und eure eigenen Regeln aufstellen. Es mag vielleicht seltsam klingen, solche Dinge erst miteinander zu diskutieren, aber das beste wäre es. Ich finde es schon mal sehr gut, dass du ihm erzählst, dass du dich verunsichert gefühlt hast. Und das wäre ohnehin mein Ratschlag an dich: Sage ihm, wie du dich fühlst, aber ohne ihm Vorwürfe zu machen. Dann kann und muss er seine eigenen Schlüsse ziehen bzw. dazu Stellung beziehen. Rede aber nicht nur von den negativen Dingen, sondern auch von den positiven. Dass du dich so wohl fühlst bei ihm, dass du dich nach ihm sehnst. Was er dir bedeutet, was du gut findest an ihm. Aber eben, auch was für Ã„ngste dich plagen, was dich verunsichert. Das ist gut so.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Ich kann dir nicht sagen, was für ein Mensch er ist, und ob er wieder in seine alten Verhaltensmuster zurückfällt oder nicht. Möglich ist es. Aber nicht zwingend.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Mir scheint, dass du da bereits auf einem sehr guten Weg bist. Die Art, wie du mit der Situation umgehst, erscheint mir sehr reif und vernünftig. Also vertraue darauf, dass du schon spüren wirst, was richtig ist und was nicht.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
– Daniel</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Wie kommt man an einen schüchternen Dauer-Single ran?</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2005 22:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsratschläge]]></category>
		<category><![CDATA[Wetellyou]]></category>
		<category><![CDATA[BeziehungsratschlÃ¤ge]]></category>

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		<description><![CDATA[Kiri_1982 hat am 6/6/2005 gefragt: Ich glaube ich brauche wirklich mal ein paar Ratschläge von einem Experten (vielleicht sogar Psychologen?), denn ich bin mit meinem Latein langsam wirklich am Ende!! Ich habe es geschafft, mich in einen Mann zu vergucken, der es mir in verschiedenerlei Hinsicht ziemlich schwer macht… Problem Nummer 1: er ist ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br />
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#edfaed">
<tbody>
<tr>
<td width="1%" valign="top"><img src="http://www.wetellyou.ch/img/q_green2.gif" alt="" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" alt="" width="3" /></td>
<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Kiri_1982 hat am 6/6/2005 gefragt:</strong></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Ich glaube ich brauche wirklich mal ein paar Ratschläge von einem Experten (vielleicht sogar Psychologen?), denn ich bin mit meinem Latein langsam wirklich am Ende!!</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Ich habe es geschafft, mich in einen Mann zu vergucken, der es mir in verschiedenerlei Hinsicht ziemlich schwer macht…</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Problem Nummer 1: er ist ein Arbeitskollege. Das ist aber eigentlich noch das kleinste Problem, denn immerhin sind wir keine ganz direkten Kollegen, sondern arbeiten in verschiedenen Abteilungen (mittlerweile jedenfalls, bis vor kurzem haben wir noch im gleichen Team gearbeitet!)</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Problem Nummer 2: er ist 12 Jahre älter als ich… (ich bin 23, er 35. Allerdings sieht er jünger aus und benimmt sich auch WESENTLICH jünger!)</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Problem Nummer 3: er ist, wenn es darum geht, dass er sich für eine Frau oder eine Frau für ihn interessiert, verdammt schüchtern, was wohl daran liegt, dass er:</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Problem Nummer 4: laut Aussage eines anderen Kollegen Single ist, seitdem er 19 ist!!!</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Gut, das sollten genug Gründe sein, ihn mir besser sofort aus dem Kopf zu schlagen. Aber das hab ich ja schon alles versucht — absolut erfolglos! Angefangen hat alles vor einem Jahr, als ich in sein Team gekommen bin und wir uns da besser kennen gelernt haben. Ich hab mich also, je besser ich ihn kennenlernte, immer mehr in ihn verliebt. Und hatte das Gefühl, dass von seiner Seite auch Gefühle da sind!</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Ich hatte das Glück, dass die Kollegin, mit der ich immer in Mittagspause gehe, mit dem Kollegen verheiratet ist, mit dem ER immer in Pause geht. Und als ich ihr dann irgendwann erzählt habe wie es um mich steht, da erzählte sie mir, dass sie es mir eigentlich nicht erzählen sollte, aber unter diesen Umständen erzählte sie es mir dann jetzt doch: ER hatte seinem Kollegen, also ihrem Mann, ebenfalls erzählt, dass es bei ihm gefunkt hatte!!!!!!</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Ich hätte die ganze Welt umarmen können als ich das gehört habe! Und dachte, dass es dann ja nur noch eine Frage der Zeit bzw. des passenden Anlasses wäre, dass wir zusammen kommen! Das war vor etwa 8 Monaten.</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Sie erzählte mir in der Zeit darauf dann, dass ihr Mann IHM erzählt hätte, dass es bei mir ebenfalls gefunkt hat. Und daraufhin ist er wohl ganz rot geworden und hat ein wenig rumgedruckst, von wegen das Alter, und dass wir zusammen arbeiten, und dass er ja eh viel zu schüchtern wäre auf mich zuzugehen, und überhaupt, er wüsste nicht so recht. Wirklich konkret äusserte er sich aber nie zu dem Thema, wurde immer nur rot und versuchte von dem Thema abzulenken, wenn unser gemeinsamer Kollege ihn darauf ansprach (und das, obwohl er ansonsten alles andere als auf den Mund gefallen ist!)</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">In der Zeit darauf gab es auch ein paar Anlässe wie Weihnachtsfeiern usw., und ich startete auch immer ein paar kleinere Annäherungsversuche, also ihm z.B. beim tanzen näher zu kommen, was ihm scheinbar auch gefiehl, aber irgendwie kam von ihm nichts! Nagut dachte ich mir, er ist eben verdammt schüchtern. Als sich ein paar Wochen später immer noch nichts konkreteres getan hatte, hatte ich beschlossen, einfach mal in die Offensive zu gehen und ihm direkt zu sagen, dass wir doch eigentlich beide wissen, dass es bei uns beiden gefunkt hat und ob wir es denn nicht einfach mal miteinander versuchen sollen? Bevor ich diesen Plan in die Tat umsetzte, sprach ich aber noch mit meiner Kollegin darüber — und die sagte mir dann am nächsten Tag, ich solle das besser nicht tun, ihr Mann hätte IHN nochmal “nebenbei” drauf angesprochen, was denn nun zwischen ihm und mir wäre, und da hätte er ziemlich rumgedruckst und nichts wirklich konkretes gesagt, nur, dass er also doch keine Beziehung mit mir will!…</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Die Wochen darauf hab ich mir die Augen aus dem Kopf geheult und versucht, mir die Sache aus dem Kopf zu schlagen. Und war auch eigentlich der Meinung, inzwischen drüber weg zu sein. Aber dann, letzten Freitag, war wieder ein Betriebsfest. Und als ich ihn da mit einer anderen Frau eng tanzen sah, war mir wieder zum heulen zumute und ich musste mir eingestehen, dass ich wohl doch noch nicht drüber weg bin… Später an diesem Abend haben wir 2 dann auch nochmal zusammen getanzt, aber jetzt nicht irgendwie “eng” oder so. Und weil ich so deprimiert war, habe ich anschliessend mit unserem gemeinsamen Kollegen noch mal darüber gesprochen, ob er denn nichts konkretes weiss, weshalb er damals eigentlich nicht wollte. Er wusste es aber leider auch nicht, da ER wie gesagt immer ausweicht, wenn er auf das Thema angesprochen wurde. Dieser 3. Kollege erzählte mir dann nur, dass ER halt Single ist seitdem er 19 ist und sich immer verdammt ungeschickt anstellt wenn es um Frauen geht und nie was mit einer anfängt (weder ernsthafte Beziehung noch One-night-stand o.ä.), auch wenn er genau weiss dass sie was von ihm will. (Schwul ist er allerdings nicht!)</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Tja, was macht man mit so einem Mann bloss? Das mit dem aus-dem-Kopf-schlagen klappt ja einfach nicht… Ich kann mir nur vorstellen, dass er, weil er nun soo lange Single ist, irgendwie auch Panik davor hat, eine Beziehung anzufangen, selbst wenn er eigentlich gerne eine Beziehung hätte… Vielleicht ist er ja auch einmal sehr enttäuscht worden. Aber irgendwie muss man ihn doch überzeugen können, dieses Risiko doch einmal einzugehen! Aber wie???????????????</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a name="M126075"></a></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#aae3aa">
<tbody>
<tr>
<td width="1%" valign="top"><img src="http://www.wetellyou.ch/img/v.gif" alt="" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="3" height="1" /></td>
<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Daniel_heiniger hat am 8/6/2005 geantwortet</strong></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Liebe Kiri_1982<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
So wie das klingt brauchst nicht du eine Therapie, sondern er…<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Die Erfahrung zeigt, dass es sehr schwierig ist, jemanden zu ändern, der das selbst nicht will oder der nicht selbst den eigenen Antrieb und die nötige Energie dazu aufbringt. Offensichtlich ist er ein sehr schüchterner und ängstlicher Mensch. Da kannst du wenig ausrichten. Wenn er nicht selbst den Wunsch verspürt, etwas zu ändern, dann passiert das auch nicht.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" />  </p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Meine eigene Frau hat mir, nachdem wir auf meinen Wunsch zwei Jahre getrennt waren, erzählt, dass sie sehr viel Kraft aus dem I-Ging geschöpft habe. Das Thema war für sie ähnlich wie für dich: aus-dem-Kopf-schlagen ging nicht, Annäherung ging ohne meine Kooperation auch nicht. Also Blockade. In dieser Situation habe sie sich immer wieder klar gemacht: Sie hätte die Wahl zwischen Liebe und Angst, dazwischen, ihr Herz offen zu lassen oder es zu verschliessen. In Geduld und Hoffnung zu leiden und so auf einen neuen Weg zu warten, oder eben ein Stück von sich abzutöten.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Ich selbst habe natürlich in dieser Zeit selbst einen langen Weg zurückgelegt, bin selber in Therapie, habe mich selbst in Frage gestellt, bis ich wieder soweit war, wieder auf sie zugehen zu können. Unsere Beziehung hat da sehr auf der Kippe gestanden.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Aber das ist jetzt nicht das Thema. Der Punkt dabei ist der, dass du letztlich nur an dir selbst arbeiten kannst, dass du den Rest ihm überlassen musst. Will heissen: Deine eigene Einstellung zu dir selbst ist das, was dein Glück oder deinen Lebensinhalt ausmacht. Entweder bist du bereit, den Schmerz, der damit verbunden ist, diese Beziehung nicht alleine herstellen zu können, zu ertragen, oder dann verschliesst du eben dein Herz zu ihm und wendest dich anderen Dingen zu.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Eine grosse Hilfe dabei sind gute Freundinnen, mit denen du über alles reden kannst. Allfällig sogar ein Therapeut oder eine Therapeutin. Du brauchst einen Freundeskreis, mit denen du nicht nur Kaffee trinkst oder tanzen gehst, sondern mit denen du wirklich über Gott und die Welt reden kannst und darüber, wie es in deinem inneren aussieht.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
So, ich hoffe, dass ich hilfreich sein konnte.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Mit herzlichen Grüssen<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
– Daniel<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a href="http://www.wetellyou.ch/servlet/exp_servlet.exp/1/ch/de/0/?cmd=showTopic&amp;tid=63073&amp;listDescr=cmd~listAnswers@cid~1413@linkFrom~&amp;window=64850,63073,61850,61538,61169,61069,60431,59430,59252,59251,&amp;totalcount=267&amp;globalPointer=0" >Link zum Originalpost bei wetellyou.ch</a></p>
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		<title>der beste freund meines bruders!…</title>
		<link>http://heiniger-net.ch/archives/47</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freundschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Wetellyou]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[  Anyname14 hat am 16/10/2003 gefragt:   Ich liebe den Besten-freund meines bruders, seitdem ich 7 Jahre bin. Damals hab ich mir nicht viel bei gedacht , dachte es geht vorbei, aber ich liebe ihn immer noch und bin nun 14 Jahre alt. Ich sehe ihn nicht mehr ganz so oft wie früher , da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#edfaed">
<tbody>
<tr>
<td width="1%" valign="top"><img src="http://www.wetellyou.ch/img/q_green2.gif" alt="" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" alt="" width="3" /></td>
<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Anyname14 hat am 16/10/2003 gefragt:</strong></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Ich liebe den Besten-freund meines bruders, seitdem ich 7 Jahre bin. Damals hab ich mir nicht viel bei gedacht , dachte es geht vorbei, aber ich liebe ihn immer noch und bin nun 14 Jahre alt. Ich sehe ihn nicht mehr ganz so oft wie früher , da er weg gezogen ist. Aber er kommt uns besuchen und wir besuchen ihn! Er ist 16 , genauso wie mein bruder. Mein bruder weiss , dass ich ihn liebe und ihm ist es egal. Ich weiss leider nicht , was “er” von mir hält, aber wir verstehen uns gut. Es nervt meinen bruder , wenn ich immer über “ihn” reden will. Aber ich liebe “ihn” so sehr , ich bekomme manchmal heulkrämpfe, weil ich Nur noch an ihn denke,vermisse und ihn liebe. Es ist so schrecklich! Ich habe zwar die Handy-nummer von ihm , aber ich kann ihn ja nicht zutexten .-oder ??? Ich habe im Moment einen freund(18) aber wirklich lieben tu ich ihn nicht, zuerst dachte ich es , aber der beste freund von meinem bruder schlägt sich im meinem kopf durch. Ich habe nun auch nie lust was mit meinem jetztigen freund zu unternehmen, weil ich lieber zu Hause bleibe und wegen “ihm” mir die Augen ausheule. Meine Mum weiss dass ich ihn sehr gern mag, und seine Mum weiss es auch, sie ist mir wie eine echte Mutter. “Er” hat zurzeit auch keine freundin , dass weiss ich 100%-ig. Aber er steht glaub ich auf eine, oder er meinte : “hoffentlich habe ich bald eine freundin” ich weiss nicht, wie es gemeint war. Was soll ich nur tun ??? bitte hilf mir!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a name="M97457"></a></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#aae3aa">
<tbody>
<tr>
<td width="1%" valign="top"><img src="http://www.wetellyou.ch/img/v.gif" alt="" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="3" height="1" /></td>
<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Daniel_heiniger hat am 16/10/2003 geantwortet</strong></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Liebe Anyname14<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Manchmal ist es schwierig, die Phantasie, die sich nur im eigenen Kopf abspielt, auf den Boden der Realität zu bringen. Ich würde Dir aber genau das empfehlen. Du brauchst ihn dazu nicht “zuzutexten”. Ich würde ihn vielmehr um ein Treffen bitten, vielleicht zusammen in den Ausgang gehen oder einen Sonntag Nachmittag zusammen verbringen. Bei dieser Gelegenheit solltest Du allen Mut zusammennehmen und ihm erzählen, wie es Dir geht, wie Du Dich fühlst, was Du für ihn fühlst, dass Du ihn zum Freund haben möchtest. Mir scheint, bisher wissen alle Leute um Dich herum, um was es geht, bloss er selbst nicht, der er doch direkt betroffen wäre.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Nachdem nun die Katze aus dem Sack ist, kann er dazu Stellung nehmen. Er wird Dir dann schon sagen, wie er dazu steht, was er von Dir hält, und welche Art von Beziehung er sich mit Dir vorstellt.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /> </p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Das beinhaltet natürlich ein gewisses Risiko. Nämlich das, dass er Dir sagt, dass Du ihm egal seist, dass er nicht mit Dir gehen wolle. Und es ist mir klar, dass Du davor grosse Angst hast. Aber ist es nicht besser, den Tatsachen ins Auge zu blicken (falls es denn so ist), als weiterhin das Kopfkissen vollzuheulen, weil Dir der Mut fehlt, ihn anzusprechen? Zumindest hättest Du dann einen Grund zum heulen — und irgendwann würde das dann auch wieder vorbeigehen. Im besten Fall ist er aber ebenfalls Feuer und Flamme für Dich, und dann wird es ja nur noch schöner, oder nicht?<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Und dem anderen Freund, den 18-jährigen, würde ich reinen Wein einschenken und die Beziehung mit ihm beenden. Was machst Du denn mit ihm? Du willst ihn ja nicht wirklich. Es wäre auch ihm gegenüber nur ehrlich, zu sagen, dass er eigentlich nicht Dein Typ ist. Deswegen bist Du nicht gemein, sondern nur ehrlich. Ich hoffe, er weiss das zu schätzen. Und wenn nicht, spielt es auch keine Rolle: Du musst zu Dir selber stehen.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Herzliche Grüsse<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
– Daniel</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a href="http://www.wetellyou.ch/servlet/exp_servlet.exp/1/ch/de/0/?cmd=showTopic&amp;tid=43704&amp;listDescr=cmd~listAnswers@cid~75@linkFrom~@page~0&amp;window=46431,43704,41740,41527,41526,40454,25043,20403,20401,17670,&amp;totalcount=36&amp;globalPointer=0" >Link zum Originalpost bei wetellyou.ch</a></p>
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		<title>Familie oder neue Beziehung mit dem Ex?</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2004 23:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsratschläge]]></category>
		<category><![CDATA[Wetellyou]]></category>
		<category><![CDATA[BeziehungsratschlÃ¤ge]]></category>

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		<description><![CDATA[Charleen hat am 25/8/2004 gefragt: Hallo Daniel. Ich habe ein echtes Problem. Ich fang mal von vorne an. vor einem Jahr war ich mit meinem Ex zusammen. Er heisst andreas und war damals 41 und ich 18.(ich konnte noch nie was mit gleichaltrigen anfangen). Er hat mich über alles geliebt, hätte alles für mich gemacht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br />
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#edfaed">
<tbody>
<tr>
<td width="1%" valign="top"><img src="http://www.wetellyou.ch/img/q_green2.gif" alt="" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" alt="" width="3" /></td>
<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Charleen hat am 25/8/2004 gefragt:</strong></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Hallo Daniel. Ich habe ein echtes Problem. Ich fang mal von vorne an. vor einem Jahr war ich mit meinem Ex zusammen. Er heisst andreas und war damals 41 und ich 18.(ich konnte noch nie was mit gleichaltrigen anfangen). Er hat mich über alles geliebt, hätte alles für mich gemacht, war aber auch sehr eifersüchtig,was mich aber nicht störte, weil ich denke wenn man nichts zu verbergen hat sollte es einen auch nicht stören wenn der partner mal ins handy schaut oder die jacke kontrolliert. leider fanden ihn auch viele andere frauen sehr gut. Er sieht nun mal attraktiv aus. Hatte ihn mal im Flirtchat erwischt. Jedenfalls hat er mich so extrem geliebt das ich das gefühl hatte über ihm zu stehen. ich hätte alles mit ihm machen können. ich hatte auch oft das gefühl das er mich als vorzeigepüppchen sieht weil ich eben noch so jung bin. eine woche vor seiner betriebsfeier meinte er zieh dich mal richtig sexy an damit meine kollegen staunen was ich für ne hübsche freundin habe. ich hatte darauf keinen bock mehr weil ich als die frau an seiner seite gesehen werden wollte nicht als vorzeigepüppchen oder junges ding. Da ich mich zu seinem nachbarn und arbeitzskollegen hingezogen fühlte beendete ich die sache mit andreas. Zwei Tage später war ich mit seinem nachbarn olli zusammen. Er ist 40. Unsere beziehung lief anfangs. das er kontakt zu seiner ex hatte wusste ich, hatte auch kein problem damit bis die beiden allein 400 km weit weg für drei tage zu einer bekannten geflogen sind, die beiden allein essen waren, sie oft telefonierten wenn ich nicht da war. Jedenfalls sagte ich zu ihm das mich diese sachen sehr verletzen mit seiner ex und das man das nicht macht wenn man eine neue freundin hat. Er stellte mich immer als eifersüchtige kuh hin und sie meinte nur es liegt an meinem alter so ein schwachsinn. Ich fing dann an in seinen sachen zu kramen und schmiss natürlich vieles weg von ihr. Er war zehn jahre mit ihr zusammen und als er mich kennenlernte waren sie gerademal zwei jahre getrennt. Es hiess immer nur es ist eine platonische freundschaft. 18 sind fragwürdige Dinge mit der ex passiert die mich verletzten. Er meinte nur ich habe doch nichts gemacht, ich bin treu also was willst du. Ich wurde ungewollt schwanger. Zog zu ihm, weil mein vater mich rausschmiss, musste meine lehre(lackiererin) aufgeben. jedenfalls hatten wir viele probleme. konnten uns nicht mehr über probleme unterhalten, sexuell leif es auch nicht mehr und ich fühlte mich von seiner familie nicht akzeptiert, weil von der ex noch bilder an der wand hingen, obwohl ich ja schon die zweite nach dieser ex bin. irgendwann fehlten mir sachen wie zuneigung und all diese sachen die ich bei meinem ex hatte. ich habe ihn zweimal kurz in einem jahr gesehen, weil er mir aus dem weg ging. ich wollte mich bei olli rächen. als ich und olli in der kneipe waren, kam zufällig mein ex herein und ich glaube ich hatte mich ein zweites mal in ihn verliebt, er schaute mir auch tief in die augen. jedenfalls kam ich nicht mehr damit klar, das olli mich mit seiner ex so oft verletzt hatte und stellte ihn vor die wahl. Entweder seine familie oder seine ex. er meinte aus prinzip würde er für keine frau eine freundschaft abbrechen. für mich ist es aber nicht nur ein kumpel, er har mit der frau immerhin zehn jahre verbracht. Jedenfalls packte ich meine sachen. Ich war so enttäuscht das er mich und sein baby, unser baby, das er uns für seine ex gehen lässt. Ich heulte und wollte ihn vergessen, traf mich an demselben tag mit andreas wollte mich in was neues hineinstürzen. olli wusste es nach einem tag. Drei tage später kam er heulend an und meinte ich sollte doch zu ihm zurückkommen, er wollte nur das ich nachdenke, er hat das mit der ex abgebrochen. Ich überlegte weil ich ebend auch ein kind mit ihm habe. Ich überlegte drei wochen, wusste nicht wen ich mehr liebe, mit wem ich glücklicher sein würde, hatte ein schlechtes gewissen gegeüber meinem kind wenn ich einen neuen hätte und somit ihr ein familienleben nicht ermöglichen könnte. Ehrlich ich wusste ganichts, hätte noch nicht mal auf die frage antworten können bei wem ich eifersüchtiger sein würde wenn ich einen von beiden mit ner neuen gesehen hätte. hab mich dann für olli entschieden, grösstenteils wegen kind. Mir tat es weh wenn ich von andreas nebenan lovesongs hörte. Ja ich fühlte mich immer noch zu ihm hingezogen. Mit olli hatte ich nur streit, auch das was ich olli bei einem neuanfang versprach hielt ich nihct ein. er konnte mir wenig rechtmachen. Ich musste andreas noch mal sehen und wir landeten im bett. Ich musste es olli sagen. Ich sagte zu andreas das ich das mit olli wahrscheinlich beende weil auch ein zweiter versuch nichts bringt. andreas machte sich hoffnung auf eine zukunft mit mir. er hatte damals wo ich es eigentlich noch mal mit ihm versuchen wollte ein bett für mein kind gekauft und eine babyschale. jedenfalls bemüht er sich sehr um die kleine. ich sagte olii das ich mit ihm geschlafen habe, er rastete richtig aus, verständlich, beschädigte aber nur sachgegenstände. nächsten tag meinte olli zu mir er würde mir noch ne chance geben. jetzt überlege ich wieder und weiss wieder mal garnichts was richtig ist. Vielleicht würde ich es bereuen wenn ich mit andreas zusammen komme falls es nicht so läuft, vielleicht würde ich es auch mit olli bereuen. weil wenn ich mich jetzt entscheide für eine person gibt es bei der anderewn kein zurück mehr, das würde ich auch nicht wollen. ich habe die beiden eh schon sehr verletzt. mit andreas habe ich noch nicht die schattenseiten einer beziehung kennengelernt, die aber auch kommen würden. bei olli wüsste ich jetzt wie ich damit umgehen müsste. Ich weiss nicht wie ich mich entscheiden soll. Olli liebt die kleine auch sehr. er hat oft geweint, wenn wir extremen streit hatten und er hielt sie im arm. er hat natürlich auch angst sie zu verlieren. ich würde sie ihm jederzeit geben, das weiss er auch so oft wie er möchte. das beschissenste ist das egal mit wem ich zusammen komme, der ex nenean wohnt. Was würdest du mir raten, daniel? ich weiss echt nicht mehr weiter</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a name="M111362"></a></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#aae3aa">
<tbody>
<tr>
<td width="1%" valign="top"><img src="http://www.wetellyou.ch/img/v.gif" alt="" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="3" height="1" /></td>
<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Daniel_heiniger hat am 26/8/2004 geantwortet</strong></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">hmmm. Das klingt etwas verwirrend. Ich kann dir schlecht sagen, was du tun sollst, das kannst du letztlich nur selber am besten wissen.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Mir scheint im Moment, es ist fast gehupft wie gesprungen. Oder mit einer noch schlimmeren Redensart: Du kommst da vom Regen in die Traufe. Beides scheint irgendwie nicht richtig, keins von beiden scheint ein wirklich gangbarer Weg zu sein. Was also tun?<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Warum bist du so hin– und hergerissen?<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /> </p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Beide Männer habe ihre Vorzüge. Beide Männer haben ihre Schattenseiten. Angesichts dessen musst du dich vielleicht gar nicht fragen, welcher von beiden der bessere ist, sondern entweder: Wo zieht es dein Herz hin (diese Frage kannst du definitiv nur selbst beantworten), oder: was ist vernünftig oder richtig für dich und/oder das Kind (hier hast du mit dem Hinweis, dass der eine ja der Vater deines Kindes sei, eine Spur vorgegeben).<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Wobei das mit dem Herz ein bisschen gefährlich ist, weil es dich offenbar heute hierhin, morgen dorthin zieht. Vielleicht musst du wirklich dieses Herz mal kurz aussen vor lassen und dir schlichtweg überlegen, was dir und dem Kind gut tut. Und auch, wo du mit deinem Leben überhaupt hin willst. Und dann diesen Entscheid mitteilen und ihn durchziehen — und dich nicht mehr verführen lassen von anderen Männern/Gelegenheiten/Gefühlen.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Das ist der Rat, den ich dir geben möchte. Und ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Mit herzlichen Grüssen<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
– Daniel</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a href="http://www.wetellyou.ch/servlet/exp_servlet.exp/1/ch/de/0/?cmd=showTopic&amp;tid=51173&amp;listDescr=cmd~listAnswers@cid~1413@linkFrom~@page~1&amp;window=59055,51173,50760,50572,50571,50570,50569,50389,48038,47928,&amp;totalcount=267&amp;globalPointer=10" >Link zum Originalpost bei wetellyou.ch</a></p>
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		<title>Kündigung wegen Affäre</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungsratschläge]]></category>
		<category><![CDATA[Wetellyou]]></category>
		<category><![CDATA[BeziehungsratschlÃ¤ge]]></category>

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		<description><![CDATA[Melissa3107 hat am 19/8/2004 gefragt: Ich bin verheiratet, habe mit einem ebenfalls verheirateten Kollegen ein Verhältnis. Wir haben beruflich nichts miteinander zu tun und uns immer in unserer Privatzeit getroffen, daher auch keine Einschränkung der beruflichen Leistung/Arbeit. Problem — der Chef meines Kollegen hat sich in der Urlaubszeit ohne dessen Zustimmung Zugriff zum PC verschafft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br />
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#edfaed">
<tbody>
<tr>
<td width="1%" valign="top"><img src="http://www.wetellyou.ch/img/q_green2.gif" alt="" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" alt="" width="3" /></td>
<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Melissa3107 hat am 19/8/2004 gefragt:</strong></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Ich bin verheiratet, habe mit einem ebenfalls verheirateten Kollegen ein Verhältnis. Wir haben beruflich nichts miteinander zu tun und uns immer in unserer Privatzeit getroffen, daher auch keine Einschränkung der beruflichen Leistung/Arbeit. Problem — der Chef meines Kollegen hat sich in der Urlaubszeit ohne dessen Zustimmung Zugriff zum PC verschafft und eindeutige Mails, die wir uns geschrieben haben (nicht über Internet, sondern Firmenoutlook) gefunden. Dieser Chef hat ihm am 1. Arbeitstag mitgeteilt, dass er wegen Vertrauensbruch kündigen müsse oder ihm fristgerecht gekündigt wird. Er würde ihm auch helfen bei der Suche nach einem neuen Job. Dieser Vorgesetzte ist mit seinen Informationen zum Personalchef marschiert und ebenfalls zur Geschäftsleitung. Die Geschäftsleitung will meinen Kollegen behalten und der Personalchef hat eingewendet, dass man eine Masse Mitarbeiter kündigen müsse, wäre der Kündigungsgrund Missbrauch des Mails mit privaten Nachrichten. Mein Kollege ist der Meinung, dass man uns nichts kann, da sich der Chef strafbar gemacht habe, weil er ohne Einwilligung Zugang zu privaten Daten seines Mitarbeiters erlangt habe. Darf dieser Chef die Daten weitergeben? Muss ich damit rechnen, dass ich jetzt gekündigt werde, wenn z.B. mein Chef informiert wird? Unterliegt der Chef der Schweigepflicht bzw. sind private Daten geschützt oder kann er mit der Geschichte hausieren gehen? Sie müssen wissen, ich liebe meinen Job, mache ihn gut und gerne und kann sicherstellen, dass die Beziehung keinerlei negative Auswirkung auf meine Arbeitsleistung hatte. Kann ich wegen des Schreiben von Mails während der Arbeitszeit gekündigt werden oder eine Abmahnung bekommen? Werden meine Kollegen oder mein Mann darüber informiert, was der Chef meines Kollegen heraus gefunden hat oder darf dieser über die erworbenen, vertraulichen privaten Mails nichts sagen?</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Womit genau muss ich jetzt rechnen ? Wie sieht die Rechtslage aus? Was kann ich tun und was sollte ich lassen? Soll ich einfach ängstlich abwarten, was in den nächsten Tagen geschieht oder ein Gespräch suchen und wenn ja, mit wem? Ich habe schreckliche Angst, dass die Affäre bekannt wird und mir beruflich wie privat schadet.</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">DAnn noch als letzte Frage — die Unterlagen, die sein Chef hat (den Mailverkehr zwischen uns) — kann man ihn zur Herausgabe der Daten zwingen oder kann dieser die behalten und mich oder meinen Kollegen damit irgendwann erpressen? Ich finde es schrecklich, dass jemand etwas gegen mich in der Hand hat und z.B. meinem Chef, meinem Mann oder anderen Mitarbeitern aus der Firma zeigen könnte.</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Bitte um schnelle Beantwortung meiner Fragen, da ich sehr verzweifelt bin und das Spiessroutenlaufen und nicht wissen wie ich mich verhalten soll mich körperlich fertig macht. Mein Kollege ist nach der Mitteilung durch den Chef zusammen gebrochen und ins Krankenhaus gebracht worden. Ich befürchte, dass mir das Gleiche bevorsteht.</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Danke vorab für Ihr Verständnis.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a name="M110821"></a></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#aae3aa">
<tbody>
<tr>
<td width="100%">
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#edfaed">
<tbody>
<tr>
<td width="1%" valign="top"><img src="http://www.wetellyou.ch/img/v.gif" alt="" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="3" height="1" /></td>
<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Daniel_heiniger hat am 19/8/2004 geantwortet</strong></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Liebe Melissa<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Also, mit der genauen Rechtslage kenne ich mich auch nicht präzise aus. Da müsstest du schon einen Anwalt fragen. Aber ich würde mir da keine grossen Sorgen machen.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Soweit ich weiss ist das Postgeheimnis heilig und gilt auch für elektronische Post. Normaler Usus in Firmen ist, dass in moderatem Mass der Gebrauch der Arbeitsmittel auch für private Zwecke toleriert wird. Es sagt ja auch kaum jemand was, wenn du mal jemand privat anrufst und ein paar Minuten telefonierst. Und solche Gespräche dürfen auch nicht abgehört werden.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Allenfalls kann die Firma eine besondere Politik festlegen, wie genau mit Arbeitsmitteln wie PC und Internet und E-Mail usw. verfahren werden darf/kann/soll/muss. Eine allfällige Ãœberwachung hat sich auf die Aufzeichnung von Verkehrsdaten zu beschränken (angerufene Rufnummer, Uhrzeit, Dauer, E-Mail-Adresse) und darf nicht den Inhalt umfassen. Bei Telefongesprächen ist eine Aufzeichnung erlaubt, wenn sie deklariert wird und wenn sie dazu dient, die Leistung zu verbessern (wenn du z.B. telefonische Kundenberatungen machst und das Gespräch zu Schulungszwecken verwendet wird).<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Es scheint mir völlig klar, dass sich der Chef widerrechtlich Zutritt zu vertraulichen Daten des Mitarbeiters verschafft hat und dieses Wissen auf keinen Fall weiterverwenden darf. Die Geschäftsleitung und die Personalabteilung haben in diesem Sinne ja wunderbar und korrekt reagiert. Vielmehr müsste der Chef abgemahnt werden, aber das wird wohl auch nicht passieren.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Falls diese Information zu Deinem Chef gelangen sollte, kannst du sogar soweit gehen, den Chef deines Freundes zu verklagen deswegen. Falls er soweit gehen sollte, dass er dich und ihn zu erpressen versucht, dann ist der Schritt zur Polizei der richtige. Bzw. Dein Freund sollte in einem solchen Fall direkt an den Vorgesetzten seines Chefs gehen (oder auch an die Geschäftsleitung und das Personalwesen, was sein Chef ja auch gemacht hat). Meine persönliche Meinung ist, dass er diese inkriminierenden Unterlagen herausgeben oder vernichten muss. Auch das sollte über seinen Chef bzw. die Personalabteilung geregelt werden.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Hmmm. Beim erneuten Durchlesen fällt mir grad die Sache mit dem Krankenhaus auf. Eigentlich wäre die Aufgabe deines Freundes, sich hier zu wehren. Wie gesagt, durch Personalabteilung und Vorgesetzten des Chefs. Da er hier aber bedauerlicherweise ausfällt, kannst du wohl nichts anderes tun, als abzuwarten und zu hoffen, dass dieser üble Chef nicht noch weiter geht, als er es schon tut.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /> </p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Falls doch etwas zu deinem Chef gelangen sollte, dann denke ich, dass du die Sache ihm gegenüber leicht ausbügeln kannst, vorausgesetzt, dass da ein gewisses Vertrauensverhältnis da ist. Sag ihm einfach, was du mir gesagt hast, dass nämlich diese Geschichte deine Arbeitsleistung nicht beeinträchtigt habe und dass du denkst, dass dieses sehr private Angelegenheiten sind, die du selbst regeln wollest.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Ich glaube nicht, dass du im Moment etwas tun kannst. Du kannst nur hoffen, dass dieser Chef wieder zu Verstand kommt. Wenn du das Gespräch suchst mit ihm, kann das die Sache evtl. noch verschlimmern. Je nachdem, wie gut dein Verhältnis zu deinem eigenen Chef ist, kannst du ihm gegenüber ja etwas erzählen. Wenn er Verständnis hat, ist alles in Butter.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Tschuldigung, ich hoffe, dass mein frecher Gebrauch des Du nicht stört.<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Und hoffe, dass ich helfen konnte<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
– Daniel<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a name="M110881"></a></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="1" width="100%" bgcolor="#aae3aa">
<tbody>
<tr>
<td width="100%"><a name="last"></a> </p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#edfaed">
<tbody>
<tr>
<td width="1%" valign="top"><img src="http://www.wetellyou.ch/img/q_green2.gif" alt="" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" alt="" width="3" /></td>
<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Melissa3107 hat am 20/8/2004 gefragt:</strong></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Hallo Daniel,</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">die Bewertungsfunktion funktioniert nicht, daher schicke ich dir meinen Kommentar als Anschlussfrage:</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Das “du” stört mich nicht im geringsten, es wirkt vertraulich und dieses Gefühl fehlt mir derzeit in meinem Leben leider. Ich danke dir für die mich doch ziemlich beruhigende Antwort. Mein Freund ist seit gestern wieder im Unternehmen, er hatte allerdings kaum Gelegenheit mir viel zu erzählen, da er zur Zeit die Füsse ganz still halten müsse. Natürlich kann es nicht so weitergehen wie vorher. Seitdem ich ein wenig beruhigt bin, was die berufliche Lage angeht, empfinde ich nur tiefe Traurigkeit, dass etwas so wunderbares, so viel Glück auf beiden Seiten zu Ende sein muss, obwohl es keiner von uns will. Wir hatten aus Vernunftgründen vereinbart, dass wir bei unseren Familien bleiben, schliesslich konnten wir uns das vom Leben geben, was jeder zu Hause vermisst hat. Wir sind einfach füreinander geschaffen und müssen uns jetzt wieder trennen. Es tut schrecklich weh, aber ich muss es akzeptieren. Ich emfinde eine Riesenwut auf seinen Chef, der unser beider Glück so dreist zerstört hat. Zur Zeit hat mein Freund einiges beruflich am Hals und wie er mir kurz mitteilte, brodelt bereits die Gerüchteküche. Nicht nur meinetwegen, wohlgesagt. Da sind auf seiner Seite wohl einige Dinge nicht ganz sauber gelaufen oder werden vom Chef als Vertrauensbruch dargestellt. Man hat meinem Freund gestern versichert, dass weder er noch ich um den Job bangen müssten. Mit seinem Chef habe er sich kurz ausgesprochen und “vertragen”. Aber ob eine weitere Zusammenarbeit zwischen den beiden unter diesen Umständen möglich ist, soll noch geklärt werden. Heute konnte ich nur wenige Sätze mit ihm reden. Er erklärte mir, dass er sich einfach still verhalten müsse und wir demnächst reden würden — privat natürlich.</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Nochmal tausend Dank für die Antwort. Ich weiss nicht, welches Gefühl schlimmer ist und welches leichter zu bewältigen ist. Die Tage voller Angst sind zwar vorbei, dafür bin ich psychisch am Boden, weil ich das Wunderbarste auf der Welt verloren habe, was ich je — wenn auch nur kurz — besass und was eigentlich meine schlimme Ehe aufrechterhielt. Wie ich zukünftig ohne diesen Trost weiterleben kann, das weiss ich heute noch nicht. Ich habe eine ziemlich harte Zeit vor mir, bete aber, dass ich nie wieder befürchten muss, dass etwas berufliches hinterherkommt.</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Vielen Dank, du hast mir wahnsinnig geholfen in meiner Verzweiflung.</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Melissa.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a name="M111034"></a></p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#aae3aa">
<tbody>
<tr>
<td width="1%" valign="top"><img src="http://www.wetellyou.ch/img/v.gif" alt="" /><img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="3" height="1" /></td>
<td class="text" width="99%" align="left"><strong>Daniel_heiniger hat am 23/8/2004 geantwortet</strong></td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td class="text">Gut. Freut mich, dass ich Dir helfen konnte<br />
<img src="http://www.wetellyou.ch/img/trans.gif" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
– Daniel</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a href="http://www.wetellyou.ch/servlet/exp_servlet.exp/1/ch/de/0/?cmd=showTopic&amp;tid=50760&amp;listDescr=cmd~listAnswers@cid~1413@linkFrom~@page~1&amp;window=59055,51173,50760,50572,50571,50570,50569,50389,48038,47928,&amp;totalcount=267&amp;globalPointer=10" >Link zum Originalpost bei wetellyou.ch</a></p>
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