Evo­lu­tion vs. Krea­tio­nis­mus vs. In­tel­li­gen­tes De­sign — Wi­der­spruch oder Ergänzung?

Mich er­staunt im­mer wie­der die Hef­tig­keit, mit der diese Dis­kus­sion be­son­ders in den USA ge­führt wird. Im Ta­ges­an­zei­ger vom 31. Ja­nuar 2009 be­rich­tet Hu­ber­tus Breuer un­ter dem Ti­tel “Im Zwei­fels­fall schlägt Gott die ex­akte Wis­sen­schaft” über den Ver­such christ­li­cher Fun­da­men­ta­lis­ten in den USA, die Evo­lu­ti­ons­lehre zu verteufeln:

Sie ver­lo­ren un­zäh­lige Ge­richts­fälle, trotz­dem ver­su­chen in Ame­rika Krea­tio­nis­ten seit Jahr­zehn­ten, in Schu­len bib­li­sche Schöp­fung statt Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gie zu lehren.

Das regt mich an, zu die­sem Thema eben­falls mei­nen Senf zu ge­ben. Es könnte doch al­les so ein­fach sein.

Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gie: Ich gehe da­von aus, dass ich nie­man­dem er­klä­ren muss, wer Charles Dar­win ist. Die­ser Wikipedia-Artikel be­schreibt aus­führ­lich sein Le­ben und Werk. Kurz zu­sam­men­ge­fasst ist seine Aus­sage, dass die Na­tur sich nach dem Prin­zip der zu­fäl­li­gen Ver­än­de­run­gen und na­tür­li­chen Aus­lese der für das Le­ben nütz­li­che­ren Ei­gen­schaf­ten von selbst wei­ter­ent­wi­ckelt und dass auf diese Weise die Ar­ten in der ge­schicht­li­chen Ent­wick­lung in­ein­an­der über­ge­gan­gen sind. Wei­tere wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nisse be­wei­sen, dass die Erde und das Uni­ver­sum seit Mil­li­ar­den von Jah­ren exis­tie­ren und dass der Evo­lu­ti­ons­pro­zess da­her ge­nü­gend Zeit hat, fort­lau­fend stattzufinden.

Krea­tio­nis­mus: Ganz im Ge­gen­satz dazu ste­hen die­je­ni­gen, die die Bi­bel wört­lich aus­zu­le­gen ver­su­chen und auf diese Weise fest­stel­len, dass die Erde un­ge­fähr 6000 bis 10’000 Jahre alt ist und in­nert sie­ben Ta­gen von Gott er­schaf­fen wurde, ge­nauso wie im al­ten Tes­ta­ment be­schrie­ben. Siehe auch die­ser Wikipedia-Artikel dazu.

In­tel­li­gent De­sign: Ei­nen Mit­tel­weg zwi­schen die­sen un­ver­söhn­li­chen Ansich­ten ver­su­chen die Ver­fech­ter des In­tel­li­gent De­signs: Sie möch­ten sich gerne ei­nen wis­sen­schaft­li­chen An­strich ge­ben und ver­su­chen des­halb, das Wort “Gott” zu ver­mei­den. In den Wor­ten Breu­ers: “Sie be­haup­ten, die Welt sei viel zu kom­plex, um von selbst ent­stan­den zu sein. Die Lö­sung zu dem schein­ba­ren Rät­sel: Da muss eine rich­tende, in­tel­li­gente Hand im Spiel sein.” Mehr dazu in die­sem Wikipedia-Artikel.

Breuer be­rich­tet von ei­nem Ge­setz aus Loui­siana, das be­sagt, dass na­tur­wis­sen­schaft­li­che The­men im Un­ter­richt “kri­tisch, lo­gisch, of­fen und ob­jek­tiv” dis­ku­tiert wer­den sol­len. Was ei­gent­lich wie eine er­freu­li­che Sa­che da­her­kommt, wird von der Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tion Ame­ri­can As­so­cia­tion for the Ad­van­ce­ment of Sci­ence (AAAS) be­kämpft: “Es handle sich um ei­nen schlecht ka­schier­ten Ver­such, krea­tio­nis­ti­sches Ge­dan­ken­gut in die Schu­len zu schmug­geln — den Glau­ben, dass em­pi­ri­sche Welt­er­klä­rung un­voll­stän­dig bleibe, so­lange sie nicht ei­nen Schöp­fer in die Welt­for­mel integriere.”

Das al­les mit der Be­grün­dung, die ver­schie­de­nen Welt­er­klä­rungs­theo­rien müss­ten als gleich­wer­tig ge­lehrt wer­den. Da­bei sind sie das ge­rade nicht. Na­tür­lich wer­den in der Wis­sen­schaft häu­fig Theo­rien auf­ge­stellt, die dann erst ein­mal un­be­wie­sen da­ste­hen. Mit der Zeit sam­meln sich aber mehr oder we­ni­ger Fak­ten an, so dass eine der­ar­tige Theo­rie sich am Ende manch­mal als un­halt­bar er­weist und um­ge­stos­sen wird, oder aber vor ei­ner er­drü­cken­den Macht von In­di­zien weit­herum an­er­kannt wird. Letz­te­res ist bei Dar­wins Evo­lu­ti­ons­theo­rie der Fall. Für die Schöp­fungs­ge­schichte der Bi­bel hin­ge­gen konn­ten noch keine wis­sen­schaft­lich be­leg­ba­ren Be­weise beige­bracht wer­den. Vom wis­sen­schaft­li­chen Stand­punkt her un­ter­schei­det sich die Si­gni­fi­kanz der Theo­rien denn auch erheblich.

An­de­rer­seits: Wa­rum ei­gent­lich die ganze Auf­re­gung? Es ginge doch ganz ein­fach: Der Bio­lo­gie­leh­rer soll sei­nen Schü­lern die Evo­lu­tion nach Dar­win er­klä­ren, und der Re­li­gi­ons­leh­rer kann sich auf die Schöp­fungs­ge­schichte oder In­tel­li­gent De­sign kon­zen­trie­ren. Die bei­den müs­sen sich ja nicht ge­gen­sei­tig be­schimp­fen, weil sie an­dere Mei­nun­gen ver­tre­ten. Und der Schü­ler kann sel­ber auf­grund sei­nes freien Wil­lens ent­schei­den, wem von bei­den er mehr glau­ben schen­ken will. Ich ver­traue hier im­mer noch auf die Kraft der Fakten.

7 Kommentare zu “Evo­lu­tion vs. Krea­tio­nis­mus vs. In­tel­li­gen­tes De­sign — Wi­der­spruch oder Ergänzung?”

  1. H.W. Spice sagt:

    Hallo Freunde,

    er­lau­ben Na­tur­ge­setze die Dar­win­sche Evo­lu­tion oder ver­hin­dern sie die Ent­ste­hung von Le­ben aus nicht­le­ben­der Materie?

    Ein Teil­as­pekt in der Evo­lu­ti­ons­theo­rie ist die prä­bio­ti­sche Evo­lu­tion. Aus ih­rem Selbst­ver­ständ­nis her­aus ha­ben Mil­lio­nen von Jah­ren in der Ent­wick­lungs­phase un­se­res Pla­ne­ten aus­ge­reicht, die Ent­ste­hung von le­ben­den Zel­len aus to­ter Ma­te­rie zu er­mög­li­chen.
    Da al­les Le­ben ir­gend­wann ein­mal ent­stan­den sein muss, be­stimmt die­ser Ge­sichts­punkt letzt­lich über un­sere Her­kunft, wo­bei das In­ter­esse der Öffent­lich­keit an die­ser The­ma­tik doch recht ge­spal­ten er­scheint.
    Die neu­es­ten For­schungs­er­geb­nisse schlie­ßen die so­ge­nannte Ur­sup­pen­theo­rie als Schoß für die Ge­nese von le­ben­den Zel­len aus. Die aus der Ur­suppe an­ge­lie­fer­ten Bau­steine (Ami­no­säu­ren, Zu­cker und Phos­phor) wer­den zu Pep­tid­ket­ten mit­ein­an­der ver­knüpft. Die Kon­den­sa­tion läuft nun der­ge­stalt ab, dass die Car­boxyl– und Ami­no­grup­pen un­ter Was­ser­aus­tritt mit­ein­an­der rea­gie­ren um lange Ket­ten bil­den zu kön­nen.
    Nun ist be­kannt, dass Was­ser die Ket­ten­bil­dung nicht nur er­schwert, son­dern die Ei­gen­schaft be­sitzt, be­reits ge­bil­dete Mo­le­küle in­ner­halb kür­zes­ter Zeit wie­der zu zer­stö­ren.
    Dazu ei­nige An­mer­kun­gen be­kann­ter Wis­sen­schaft­ler: „Die aus dem Stoff­wech­sel von Zel­len be­kann­ten Ei­weiße be­ste­hen aus Ami­no­säu­ren, die zu lan­gen, un­ver­zweig­ten Ket­ten ver­knüpft sind (…) Die An­we­sen­heit von Was­ser ver­hin­dert eine Po­ly­kon­den­sa­ti­ons­re­ak­tion, also die Ket­ten­bil­dung.“
    (Jun­ker und Sche­rer 1998 S.140)
    „Es gibt noch eine Reihe wei­te­rer Ar­gu­ment ge­gen die Ur­sup­pen­theo­rie, wie etwa die Tat­sa­che, dass sich län­ger­ket­tige Bio­mo­le­küle (Po­ly­kon­den­sa­ti­ons­pro­dukte wie zum Bei­spiel Olig­opep­tide oder Pro­te­ine, Oli­gnu­cleo­tide usw.) im Uro­zean nicht bil­den kön­nen.“
    (Neu­kamm, 30.08. 2000)
    „Bei der Syn­these ei­nes Pep­tids muss man auf je­den Fall das Was­ser ent­fer­nen und freie En­er­gie hin­zu­fü­gen.“
    (Dose, K. 1983 S.919)
    Or­gel schreibt u.a.: „Bei ei­ner Was­ser­kon­zen­tra­tion hö­her als 99,5% fin­det keine Po­ly­kon­den­sa­tion von Nu­cLeo­ti­den statt, weil die Kett­ten­spal­tung durch Hy­dro­lyse bis zu hun­dert­mal schnel­ler ver­läuft als der Kettenaufbau.“

    Als nächs­tes stellt sich die Frage, ha­ben klei­nere Ge­wäs­ser wie Seen, Flüsse oder auch Tüm­pel ei­nen Vor­teil ge­gen­über dem kal­ten Ur­meer?
    Von der Tem­pe­ra­tur­seite her be­stimmt. Che­mi­sche Re­ak­tio­nen lau­fen bei hö­he­ren Tem­pe­ra­tu­ren schnel­ler ab. Die Pro­ble­ma­tik der An­lie­fe­rung von Bau­stei­nen in der be­nö­tig­ten Quan­ti­tät und Rein­heit ver­än­dert sich in grö­ße­ren Ge­wäs­sern nicht we­sent­lich, in klei­ne­ren geht die An­lie­fe­rungs­wahr­schein­lich­keit ge­gen Null.
    Die Pro­ble­ma­tik der Ket­ten­ab­brü­che be­steht wei­ter­hin.
    Der Voll­stän­dig­keit hal­ber ei­nige Aus­sa­gen von an­er­kann­ten Wis­sen­schaft­lern zu der Wahr­schein­lich­keit, dass sich Le­ben der­ge­stalt ent­wi­ckelt ha­ben könnte.
    „Sie brau­chen na­tür­lich für das ein­fachste Mo­le­kül des Le­bens, ein Pro­te­in­mo­le­kül, sa­gen wir mal Hun­dert Ami­no­säu­ren, die sich zu ei­ner Kette zu­sam­men­schlie­ßen. In der ers­ten Po­si­tion ha­ben sie zwan­zig Mög­lich­kei­ten. Wenn die zweite Po­si­tion da­zu­kommt, wenn Sie eine Zwei­er­kette neh­men, dann ha­ben sie schon zwan­zig mal zwan­zig Mög­lich­kei­ten. Für jede wei­tere Po­si­tion wie­der mal zwan­zig. Am Ende ha­ben Sie zwan­zig mal zwan­zig, mal zwan­zig, und das Hun­dert­mal. Das ist zwan­zig hoch hun­dert oder zehn hoch hun­dert­drei­ßig etwa. Zehn hoch hun­dert­drei­ßig ist schon eine Zahl, die Sie und auch ich uns nicht mehr vor­stel­len kön­nen. Wenn Sie fra­gen, wie viel Ma­te­rie ist im ge­sam­ten
    Uni­ver­sum, das kann man heute ab­schät­zen, zu­min­dest im sicht­ba­ren Uni­ver­sum, dann ist das von der Grö­ßen­ord­nung von zehn hoch acht­zig Pro­to­nen. Pro­to­nen sind also die kleins­ten Bau­steine ei­nes Mo­le­küls. Zehn hoch acht­zig. Zehn hoch hun­dert­drei­ßig ist zehn hoch fünf­zig mal grö­ßer als zehn hoch acht­zig. Das ist also eine Zahl, die al­les, was im Uni­ver­sum exis­tiert, über­steigt. Das heißt also, Le­ben kann nicht durch Zu­fall ent­stan­den sein. Dass mal al­les aus­pro­biert wurde und eins hat dann zu­fäl­lig mal ge­passt. Son­dern es muss ein Vor­gang sein, in­dem sys­te­ma­tisch op­ti­miert wurde.
    (M. Ei­gen, 5.07.2007)
    „Nun ist be­kannt, dass bio­lo­gi­sche Ma­kro­mo­le­küle nicht re­tro­grad aus der Ur­suppe ent­stan­den sein muss­ten, son­dern durch Ober­flä­chen­dif­fu­sion auf zwei­di­men­sio­nale Struk­tu­ren ent­ste­hen kön­nen. Die Ther­mo­dy­na­mik be­güns­tigt in freier Lö­sung die Spal­tungs­re­ak­tion, auf Ober­flä­chen treibt sie ein Sys­tem da­ge­gen zur Syn­these.
    (Neu­kamm, 2000, S.5)

    Fa­zit 1: Of­fene Ge­wäs­ser in jed­we­der Form sind auf­grund der Ei­gen­schaft des Was­sers, die Po­ly­kon­den­sa­ti­ons­re­ak­tion nicht zu­zu­las­sen, für die Ent­ste­hung von Le­ben auszuschließen!

    Den An­fang des Le­bens auf der Erde nach­zu­voll­zie­hen, er­weist sich als äußerst kom­pli­ziert.
    Wäch­ters­häu­sers Theo­rie des Bio­films bil­det ei­nen wei­te­ren An­satz­punkt für neue Hy­po­the­sen. Seine Theo­rie des Bio­films ba­siert auf den che­mi­schen Re­ak­tio­nen von Me­tall­sul­fi­den und Koh­len­mon­oxid, Schwe­fel­was­ser­stoff und wei­te­ren Vul­kan­ga­sen auf ka­ta­ly­ti­schen Schwer­me­tall­ober­flä­chen. Als Re­sul­tat sollte es dann kurz­fris­tig zur Bil­dung von au­to­ka­ta­ly­ti­schen Syn­the­se­pro­zes­sen kom­men. Vor­aus­set­zung sind hohe Tem­pe­ra­tu­ren so­wie ein stän­di­ger Zu­fluss von Mi­ne­ra­lien al­ler Art. Die­ses Um­feld fin­den wir nur in der Tief­see.
    Um den zer­stö­re­ri­schen Ein­fluss des Was­sers auf die Mo­le­kül­bil­dung zu ver­mei­den, muss in die­sem Pro­zess ein fer­ti­ges Mo­le­kül ent­ste­hen, denn nur ein le­ben­des Mo­le­kül ent­geht der Zer­stö­rung.
    Das Um­feld für Wäch­ters­häu­ser Theo­rie, stell­ver­tre­tend für ähn­li­che Theo­rien, ist in der Tief­see zu fin­den, ge­nauer ge­sagt, in den „Black Smo­kers“.
    Die Black Smo­kers sind bis zu 20m hohe, säu­len­för­mige Schlote, aus de­nen un­ter ho­hem Druck Gase und Mi­ne­ra­lien aus­ge­sto­ßen wer­den. Die­ses Öko­sys­tem er­for­dert hoch­spe­zia­li­sierte Le­bens­for­men um dort le­ben und über­le­ben zu kön­nen.
    Eine An­pas­sung dort nicht an­säs­si­ger Le­bens­for­men an diese Um­welt­be­din­gun­gen ist völ­lig aus­ge­schlos­sen, jede dort nicht hin­ge­hö­rende Art würde so­fort zu Grunde ge­hen.
    Ein Aus­zug aus Wi­ki­pe­dia ist in die­sen Zu­sam­men­hang von Re­le­vanz: „Fel­der hy­dro­ther­ma­ler Tief­see­quel­len sind nur un­ge­fähr 20 Jahre ak­tiv. Dann ver­stop­fen die aus­ge­fäll­ten Mi­ne­ra­lien die Röh­ren und Spal­ten und die Quel­len ver­sie­gen. Da­mit stirbt na­tür­lich auch die Fauna in der nun für sie le­bens­feind­lich ge­wor­de­nen Um­ge­bung. Wie das Le­ben an neue Fel­der hy­dro­ther­ma­ler Quel­len kommt, ist bis­her un­er­forscht.“
    Jetzt ha­ben wir ein Pro­blem, denn 20 Jahre sind ein doch et­was we­nig für die Ent­ste­hung von Le­ben aus nicht­le­ben­der Ma­te­rie. Ein klei­ner Denk­feh­ler von Herrn Wäch­ters­häu­ser.
    Ver­fol­gen wir seine Theo­rie wei­ter. An der TU Mün­chen sind die Theo­rien Wäch­ters­häu­sers Thema von For­schungs­auf­ga­ben ge­wor­den. Es wurde ver­sucht, die Mög­lich­keit „ei­nes Ur-Metabolismus un­ter an­ae­ro­ben Be­din­gun­gen, wie sie in Vul­k­an­ge­bie­ten herr­schen, nach­zu­wei­sen.“
    Als Er­geb­nis be­kam man Es­sig­säure (CH3COOH).
    In­ter­es­san­ter­weise schrieb Frau Hu­ber in ih­rem Be­richt fol­gen­den Satz: „Auch Thio­es­sig­säu­re­me­thy­les­ter, eben­falls eine ak­ti­vierte Form der Es­sig­säure und mög­li­cher­weise der evo­lu­tio­näre Vor­läu­fer von Acetyl-CoA, wurde ent­deckt. Thio­es­sig­säure und Thio­es­sig­säu­re­me­thy­les­ter hy­dro­ly­sie­ren in wäss­ri­ger Lö­sung schnell zu Es­sig­säure. So­lange sie je­doch an die Sul­fid­ober­flä­che ge­bun­den sind, ste­hen sie für wei­tere Biosynthese-Reaktionen zur Ver­fü­gung.“
    Was ich be­reits er­wähnt hatte wird be­stä­tigt, nur ein fer­ti­ges Bio­mo­le­kül, aus­ge­stat­tet mit re­pli­ka­to­ri­schen Fä­hig­kei­ten, kann sich, ohne vom Was­ser zer­stört zu wer­den, von der Sul­fit­o­ber­flä­che lö­sen.
    Nun ist es nicht un­ser Ziel, Es­sig­säure oder der­glei­chen her­zu­stel­len, son­dern le­bens­fä­hige Bio­mo­le­küle, die sich durch Ver­ei­ni­gung zu ei­ner Le­bens­form ent­wi­ckeln sol­len.
    Be­gin­nen wir mit den Ein­zel­hei­ten der Theo­rie Wäch­ters­häu­sers und an­de­rer.
    Als ers­tes muss die An­lie­fe­rung der ele­men­ta­ren Bau­steine zur Syn­these ei­ner RNA ge­währ­leis­tet sein (Ri­bo­se­zu­cker, Phos­phat so­wie die Ba­sen Ade­nin, Cy­to­sin, Gua­nin und Ur­a­cil). Dar­aus wird eine Kette von Nu­cleo­ti­den syn­the­tsiert. Je­des Nu­cleo­tid be­steht aus ei­ner Base, Ri­bo­se­zu­cker und Phos­phat.
    Noch ein­mal pos­tu­liert: Die An­lie­fe­rung der Bau­steine ist rein spe­ku­la­tiv mit der Wahr­schein­lich­keit ge­gen Null!
    Als Bei­spiel sei hier nur das Pro­blem der An­lie­fe­rung von Ri­bose er­wähnt. Aus­gang­stoff der Zu­cker­bil­dung ist bei der theo­re­tisch zu Grunde lie­gen­den Formose-Reaktion Form­al­de­hyd.
    Dose schrieb be­reits 1987 fol­gende Be­mer­kung:
    „In rea­lis­ti­schen Ur­sup­pen­ex­pe­ri­men­ten sind nen­nens­werte Men­gen an Zu­ckern nie­mals an­ge­lie­fert wor­den.“
    Bei den ho­hen Tem­pe­ra­tu­ren, die in und um die hy­dro­ther­ma­len Quel­len herr­schen, (bis 350°C und ph-Werte zwi­schen 4 und 8) wäre nach Lar­ralde bei ei­ner an­ge­nom­me­nen Tem­pe­ra­tur von 100°C nach etwa 70 Mi­nu­ten die Hälfte des Zu­ckers abgebaut.

    Sämt­li­che im La­bor durch­ge­führ­ten Mo­dell­ver­su­che er­ga­ben, dass Bau­steine, die eine iden­ti­sche ste­reo­me­tri­sche Aus­rich­tung wie die Ma­trize ha­ben, et­was ef­fi­zi­en­ter ein­ge­baut wer­den. Im Grunde spielt die chi­rale Struk­tur bei der Kon­den­sa­tion keine ent­schei­dende Rolle, sie wer­den wahl­los ein­ge­baut mit dem Er­geb­nis des un­ver­meid­li­chen Ket­ten­ab­bruchs. Le­ben ak­zep­tiert nun ein­mal nur ab­so­lute En­an­tio­me­ren– bzw. Di­as­te­reo­me­ren­rein­heit des je­wei­li­gen Bau­steins.
    Be­herrsch­bar ist die­ses Pro­blem bei der Her­stel­lung kur­zer Ket­ten im La­bor, bei län­ge­ren Ket­ten bzw. ei­ner un­ge­steu­er­ten Kon­den­sa­tion sind Lö­sungs­an­sätze ge­sau­so­we­nig vor­stell­bar wie die An­nahme, das ir­gend et­was schnel­ler als das Licht sein kann. Die­ser Ver­gleich hat seine ab­so­lute Be­rech­ti­gung!
    Hierzu noch ei­nige An­mer­kun­gen:
    „(…) So­mit weist die Kon­sti­tu­tion von Nu­clein­säu­ren min­des­tens 3 Merk­male auf, die auf ein plan­vol­les, kon­zep­tio­nell sinn­vol­les Vor­ge­hen deu­ten:
    Die ab­so­lute Se­lek­ti­vi­tät be­züg­lich op­tisch ak­ti­ver Bau­steine, die schon Louis Pas­teur Mitte des letz­ten Jahr­hun­derts als ein un­trüg­li­ches Kenn­zei­chen be­leb­ter Na­tur er­kannte und den Po­ly­mer­ket­ten die he­li­kale Ver­win­dung und da­mit ihre bio­spe­zi­fi­sche 3D-Konfoemation ver­leiht.
    Die sta­tis­ti­sche Co-polykondensation (Ket­ten­bil­dung) von 4 ver­schie­de­nen Nu­cleo­sid­phos­pha­ten zu li­nea­ren Ket­ten mit tri­va­len­ter Phos­phor­säure als In­ternu­cleo­sid­brü­cke, was ohne eine aus­ge­feilte und op­ti­mierte Syn­the­se­stra­te­gie zu bio­che­misch un­brauch­ba­ren Netz­wer­ken und ohne prä­zise Re­ak­ti­ons­kon­trolle nicht zu bio­lo­gisch sinn­vol­len Nu­cle­o­ba­sen­se­quen­zen führt.(…)“
    (Ross­mann, T. April 2000, S.36 – 39)

    Fa­zit 2: Der Ein­bau von Mo­le­kü­len glei­cher chi­ra­ler Struk­tur als Grund­vor­aus­set­zung für die Syn­these von bio­lo­gisch ak­ti­ven Ket­ten­mo­le­kü­len ist in prä­bio­tisch ab­lau­fen­den Kon­den­sa­ti­ons­pro­zes­sen nicht zu realisieren.

    Da sich die Theo­rie von Wäch­ters­häu­ser und Co im we­sent­li­chen in der Tief­see ab­spielt, ei­nige An­mer­kun­gen zu die­sem Öko­sys­tem.
    Der Tief­see­raum als Teil­sys­tem der Welt­meere er­streckt sich ab ei­ner Was­ser­tiefe von 1000m bis Mee­res­grund und ent­spricht in sei­ner Aus­deh­nung in etwa die Hälfte der Erd­ober­flä­che.
    Die hy­dro­ther­ma­len Quel­len der Tief­see neh­men da­ge­gen nur ei­nen win­zig klei­nen Raum ein. Ihr Vor­kom­men be­schränkt sich auf die Um­ge­bung der Erd­plat­ten­brü­che des mit­telo­zea­ni­schen Rü­ckens. Die Le­bens­dauer der „Black Smo­kers“ ist be­grenzt und liegt zwi­schen 10 bis 100 Jah­ren.
    Die Fauna ist auf den dort herr­schen­den Be­din­gun­gen zu­ge­schnit­ten mit der Ein­schrän­kung, dass sie ih­ren Le­bens­raum auf­grund ihre hoch­spe­zia­li­sier­ten An­pas­sung nie­mals ver­las­sen kön­nen.
    Ther­mo­dy­na­misch be­trach­tet ist die­ser Raum ein of­fe­nes Sys­tem, weil Aus­tausch­pro­zesse mit der Ober­flä­che, dem Mee­res­grund und den theo­re­tisch an­ge­dach­ten Sei­ten­wän­den statt­fin­den kön­nen. Die Pro­zesse fin­den fast nur an den Rand­zo­nen statt, das Sys­tem ins­ge­samt be­fin­det sich im qua­si­sta­ti­schem Gleich­ge­wicht. Als qua­si­sta­tisch wird ein Sys­tem be­zeich­net, das mit sei­ner Um­ge­bung Aus­tausch­pro­zesse durch­führt und trotz­dem im ther­mo­dy­na­mi­schem Gleich­ge­wicht bleibt. Die Zu­stands­ana­lyse be­sagt, das diese Sys­tem als ab­ge­schlos­se­nes Sys­tem be­trach­tet wer­den kann, denn be­fand sich der Raum mit sei­ner Pe­ri­phe­rie vor der an­ge­dach­ten Iso­la­tion im Gleich­ge­wicht, dann kön­nen nach­her auch keine spon­ta­nen Re­ak­tio­nen mehr statt­fin­den, weil dass mit ei­ner Zu­nahme der En­tro­pie ver­bun­den wäre. Da­mit kann ihm die En­tro­pie zu­ge­ord­net wer­den, die auch ein iso­lier­tes Sys­tem ge­habt hätte.
    Wenn wir die im La­bor durch­ge­führ­ten Ver­su­che ana­ly­sie­ren, fällt auf, dass die Ex­pe­ri­mente nach ei­ni­ger Zeit zum Er­lie­gen kom­men, die Selbst­or­ga­ni­sa­tion kommt nicht zu­stande. Nach der Theo­rie sollte we­nigs­tens in An­sät­zen eine Art von Selbst­or­ga­ni­sa­tion der Ma­te­rie statt­fin­den und ein so­ge­nann­ter Hy­per­zy­klus ent­ste­hen, der in der Lage ist, das ra­ce­ma­ti­che Ge­misch von Bau­stei­nen ste­reo­che­misch zu sor­tie­ren, dann die op­tisch ak­ti­ven En­an­tio­mere an­zu­la­gern, um da­nach die Po­ly­mer­ket­ten bil­den zu kön­nen. Als vor­läu­fi­ges End­pro­dukt stände dann ein funk­ti­ons­fä­hi­ges Bio­mo­le­kül zur Ver­fü­gung, dass mit der Fä­hig­keit aus­ge­stat­tet sein müsste, sich selbst zu re­pli­zie­ren. All diese Vor­gänge kön­nen nur auf der Ober­flä­che des Me­tall­sul­fids statt­fin­den, denn ein noch un­fer­ti­ges Bio­mo­le­kül wird vom Was­ser wie­der in seine Be­stand­teile zer­legt.
    Che­mi­sche Re­ak­tio­nen lau­fen meist nur in der Rich­tung ab, die von den äuße­ren Be­din­gun­gen wie Tem­pe­ra­tur, Druck und Kon­zen­tra­tion her be­stimmt wird. Bei ei­ner voll­stän­di­gen Um­set­zung der Aus­gangs­stoffe ist die Rück­re­ak­tion nicht oder nur un­ter ex­tre­men Re­ak­ti­ons­be­din­gun­gen mög­lich.
    Bei­spiel: FE+S=FeS
    Diese Re­ak­tion läuft spon­tan ab und kommt dann zum Er­lie­gen.
    Che­mi­sche Re­ak­tio­nen, die auch eine ent­ge­gen­ge­setzte Rich­tung ein­schla­gen kön­nen, be­sit­zen ein an­de­res Ver­hal­tens­mus­ter, ihre Aus­gangs­stoffe wer­den bei der Re­ak­tion nicht voll­stän­dig um­ge­setzt.
    Bei­spiel: N2+3H2=2NH3
    (Bei zirka 400°C und ei­nem Druck von 200bar +Ka­ta­ly­sa­tor ent­steht aus ei­nem Ge­misch von Stick– und Was­ser­stoff Am­mo­niak. Bei Er­hö­hung der Tem­pe­ra­tur zer­fällt es wie­der in seine Aus­gangs­stoffe.)
    Auch bei die­ser Re­ak­tion stellt sich ein Gleich­ge­wicht ein. Die äuße­ren Be­din­gun­gen be­stim­men dann seine Lage. Bei hö­he­ren Tem­pe­ra­tu­ren wird das Gleich­ge­wicht schnel­ler er­reicht.
    Wenn wir die bei­den Sei­ten der Re­ak­tion mit dem Ver­hal­tens­mus­ter von zwei Teil­sys­te­men, die mit­ein­an­der Teil­chen austauschen,vergleichen, stel­len wir eine weit­ge­hende Ana­lo­gie fest.
    Ein Teil­chen­aus­tausch zwi­schen den Teil­sys­te­men tritt dann ein, wenn bis­he­rige Be­din­gun­gen der Va­ria­blen in­ner­halb der Sys­teme so ver­än­dert wer­den, dass eine Frei­gabe der bis­her be­ste­hen­den Be­din­gun­gen er­folgt. Es kommt dann zu spon­tan ab­lau­fen­den Re­ak­tio­nen, die dann das Sys­tem zwangs­läu­fig in ein neues Gleich­ge­wicht mit ei­ner hö­he­ren En­tro­pie führt.

    Er­wei­tern wir un­sere bis­he­rige Be­trach­tungs­weise mit der An­nahme, dass sich auf der Me­tall­sul­fit­o­ber­flä­che be­reits or­ga­ni­sche Mo­le­küle ge­bil­det ha­ben, le­gen un­sere kor­rekte Be­weis­füh­rung ein­mal bei­seite und un­ter­su­chen ihre mög­li­chen Über­le­bens­stra­te­gien:
    Stra­te­gie 1: Sie lö­sen sich von dem Me­tall­teil und ver­tei­len sich im Was­ser. Auf­grund der Ei­gen­schaft des qua­si­sta­ti­schen Rau­mes ver­grö­ßert die En­tro­pie die Ver­tei­lung der ein­zel­nen Mo­le­küle und ver­hin­dert de­ren Ver­net­zung.
    Stra­te­gie 2: Um der Ver­nich­tung zu ent­ge­hen, wä­ren sie ge­zwun­gen, un­vor­stell­bar hohe Ent­wick­lungs­sta­dien auf die­ser Ober­flä­che zu durchlaufen.

    Fa­zit 3: Der von Ei­gen pos­tu­lierte Hy­per­zy­klus oder die von der Theo­rie be­schrie­bene Selbst­or­ga­ni­sa­tion der Ma­te­rie be­inhal­ten als Be­din­gung, dass sämt­li­che Pro­zeß­ab­läufe au­ßer­halb des che­mi­schen Gleich­ge­wichts statt­fin­den müs­sen. Nun ent­steht in den Räu­men, die hier­für in Frage kom­men, nach spon­tan ab­lau­fen­den Pro­zes­sen stets ein neues Gleich­ge­wicht mit ei­ner hö­he­ren En­tro­pie. Ein of­fe­ner Raum, der sich au­ßer­halb des ther­mo­dy­na­mi­schen Gleich­ge­wichts be­fin­det, wie freie Erde un­ter freiem Him­mel, wäre al­lein schon auf­grund der un­ge­hin­der­ten Son­nen­ein­strah­lung fülr eine Po­ly­kon­den­sa­tion un­brauch­bar. Bei der Kon­den­sa­tion von Ket­ten­mo­le­kü­len stellt sich das ther­mo­dy­na­mi­sche Gleich­ge­wicht dann ein, wenn die An­zahl der Bin­dun­gen die glei­che Grö­ßen­ord­nung ein­nimmt wie die der Spal­tun­gen. Diese Un­ver­ein­bar­keit zwi­schen Theo­rie und Rea­li­tät ver­hin­dert den er­war­te­ten au­to­ka­ta­ly­tisch ein­set­zen­den evo­lu­ti­ons­fä­hi­gen Pro­zess.
    Was zu be­wei­sen war!

    Man muss sich mit dem Ge­dan­ken an­freun­den, Le­ben ist im Uni­ver­sum nicht vor­ge­se­hen, denn das ge­samte Uni­ver­sum ist in ag­gres­si­ver Weise le­bens­feind­lich ein­ge­stellt. Chemisch-physikalische Ge­setz­mä­ßig­kei­ten las­sen eine Selbst­in­sze­nie­rung von Le­bens­for­men nicht zu, im Ge­gen­teil, sie wir­ken wie Wäch­ter ge­gen eine Selbst­or­ga­ni­sie­rung von Le­ben. Das es auf der Erde, und nur auf der Erde, Le­ben gibt, ver­än­dert die Ge­setz­mä­ßig­kei­ten in keins­ter Weise, denn das Le­ben wurde der Erde im­plan­tiert, es wurde er­schaf­fen, eine Tat­sa­che, die die schöne ma­te­ria­lis­ti­sche Il­lu­sion von der Selbst­ent­ste­hung von Le­ben ad ab­sur­dum führt.
    Jede Sonde,die auf ei­nen au­ßer­ir­di­schen Pla­ne­ten lan­det, um Pro­ben zu entnehmen,wird ent­ge­gen der Theo­rie der prä­bio­ti­schen Evo­lu­tion be­stä­ti­gen, dass man zwar Was­ser, ein­zelne Ami­no­säu­ren etc. fin­den kann, doch nie­mals auch nur ein ein­zi­ges le­ben­des Bio­mo­le­kül, denn au­ßer­halb des Raum­schif­fes Erde gibt es nur tote Ma­te­rie, sonst nichts.

    Mit freund­li­chen Grüßen

    H.W. Spice

  2. Daniel sagt:

    Hier noch ein Sinn­spruch, der mir kürz­lich un­ter­ge­kom­men ist:

    Eine Re­li­gion, die sich vor der Wis­sen­schaft fürch­tet, schän­det Gott und be­geht Selbst­mord.
     — Ralph Waldo Emerson

  3. Andreas sagt:

    ei­gent­lich reicht schon der ge­sunde Men­schen­ver­stand um zu ver­ste­hen, daß evo­lu­tion gar nicht mög­lich ge­we­sen sein kann.
    kann sich ir­gend­je­mand , ich meine jetzt uns men­schen, flü­gel wach­sen las­sen ?. nein ! aber dem fisch soll das mög­lich ge­we­sen sein. ich meine jetzt nicht flü­gel, son­dern glied­ma­ßen wie beine und arme, ne­ben sei­nen flos­sen die er ja im­mer noch im was­ser braucht, aus­ser­dem bräuchte er an land eine lunge und eine niere und na­tür­lich auch ein mus­kel­sys­tem in ver­bin­dung mit ei­nem dazu ge­hö­ren­den ske­lett . das al­les müsste sich der fisch wach­sen las­sen um an land zu ge­hen… er müsste sich das aber al­les ne­ben sei­nen kie­men und flos­sen wach­sen las­sen, die er ja im was­ser im­mer noch braucht… wenn man sich jetzt fragt wie das ge­sche­hen soll, kommt ei­gent­lich nur die Mu­ta­tion als ant­wort in frage.
    nun, was sind denn ei­gent­lich , wis­sen­schaft­lich ge­se­hen , mu­ta­tio­nen ? mu­ta­tio­nen sind brü­che, die in der dns statt­fin­den, wel­che sich im kern ei­ner zelle be­fin­det. diese brü­che sind das er­geb­nis von ei­ner strah­lung oder ei­ner che­ni­schen ak­tion. da­durch wer­den die nu­kleo­ti­den, also die bau­teile der dns be­schä­digt oder ört­lich ver­setzt.
    bei­spiele für mu­ta­tio­nen sind zum bei­spiel die op­fer aus Hi­ro­shima, Na­ga­saki und Tscher­no­byl. Diese men­schen er­lit­ten ent­we­der den tod, star­ben an den fol­gen der be­strah­lung, ent­we­der lang­sam oder schnell, und die kin­der der op­fer wa­ren miß­ge­stal­tet.
    der grund da­für ist sehr ein­leuch­tend. die dns hat eine sehr kom­plexe struk­tur und plan­lose ein­flüsse kön­nen die­ser struk­tur nur scha­den zu­fü­gen.
    was gibt es sonst noch für bei­spiele ei­ner mu­ta­tion — bei men­schen — mon­go­lis­mus, down syn­drom, al­bi­nis­mus , zwer­gen­wuchs und krebs.
    gibt es auch po­si­tive bei­spiele für mu­ta­tio­nen ?
    in wi­ki­pe­dia wird da­bei von ei­ner lac­to­se­ver­träg­lich­keit be­rich­tet die vor etwa 10000 jah­ren statt­ge­fun­denh ha­ben soll, was be­deu­tet, daß auch er­wach­sene milch ver­tra­gen und nicht nur kin­der.
    wenn ich das rich­tig in­ter­pre­tiert habe :D
    durch die­sen vor­gang also soll dem fisch ein mus­kel­sys­tem, glied­ma­ßen wie arme und beine, eine lunge und eine niere ge­wach­sen sein ?

    meine mei­nung: auch wenn man noch so für die evo­lu­tion vor­ein­ge­nom­men ist, müsste ei­nem, bei ei­nem ge­sun­den men­schen­ver­stand ein­leuch­ten , daß die­ses bei­spiel be­legt, daß eine evo­lu­tion un­mög­lich ge­we­sen sein kann.

  4. Spielerin sagt:

    An­dreas, ganz vor­sich­tig mit dem ge­sun­den Men­schen­ver­stand, der geht dir ziem­lich ab.

    Ganz lang­sam und zum Mit­schrei­ben, der Fisch hat nicht ue­ber Nacht Beine be­kom­men und lief dann ue­bers Land, das dau­erte al­les eine ganz ganz lange Zeit!

  5. Fantasysportler sagt:

    Ich muss mei­ner Vor­red­ne­rin zu­stim­men, das die Evo­lu­tion ein sehr lan­ger Pro­zess ist.

  6. Martin sagt:

    Auch wenn die Evo­lu­tion ein sehr, sehr lan­ger Pro­zeß sein soll, er­klärt sich noch im­mer nicht, wie sich diese Ent­wick­lung vom Fisch zum Men­schen zu­ge­tra­gen ha­ben soll. Das ist der Punkt. Zel­len ent­wi­ckeln sich nun mal nicht selb­stän­dig. Und ge­rade die DNA des Men­schen ist der­art kom­plex, dass ich hier nicht an zu­fäl­lige Ent­wick­lun­gen glau­ben kann.

  7. DRECK sagt:

    hallo, erst­mal…
    @andreas und mar­tin: schon mal über­legt, dass die fi­sche mit (sich ver­än­dern­den) um­welt­be­din­gun­gen zu kämp­fen hat­ten? dass sich zb der sau­er­sa­toff­ge­halt der ge­wäs­ser in­ner­halb von 1000en von jah­ren im­mer wei­ter ab­ge­senkt hat, und die fi­sche da­durch ge­nü­gend zeit hat­ten, sich dar­auf ein­zu­stel­len? oder wie er­klärt ihr euch den Lun­gen­fisch, der ein kno­chenske­lett be­sitzt und eine funk­tio­nie­rende lunge aufweist…der ver­bud­delt sich in der tro­cken­zeit im grund und hat sich so op­ti­mal auf die ge­ge­ben­hei­ten sei­ner um­welt an­ge­passt (evo­lu­tio­niert)!
    ihr wollt mir jetzt doch nich wirk­lich er­zäh­len, dass gott selbst die­sen “un­na­tür­li­chen” fisch er­schaf­fen hat…
    die um­welt­be­din­gun­gen, der se­lek­ti­vis­mus und die von dir ge­nann­ten mu­ta­tio­nen ha­ben auf dauer die Bio­di­ver­si­tät un­se­res Pla­ne­tens geschaffen!!!

    @h.w. spice: mit dei­ner wahr­haf­tig fak­ti­schen und wiss­sen­schaft­li­chen dar­stel­lung hast du nur die Ur­sup­pen­theo­rie widerlegt.…jedoch nicht die evolutionstheorie!

    wie das “le­ben” als sol­ches ent­stan­den ist, kann ich auch nicht ge­nau sagen…ich bin mir je­doch si­cher, dass es in den ver­gan­ge­nen 4 mrd jah­ren be­stimmt si­tua­tio­nen ge­ge­ben hat, in de­nen die ent­ste­hung des le­bens mög­lich war.…nur weil ein paar ex­pe­ri­mente von wis­sen­schaft­lern in den letz­ten 50 jah­ren nicht er­folg­reich wa­ren, heißt das noch lange nicht, al­les gleich ab­zu­leh­nen und sich für die “ein­fa­chere” Al­ter­na­tive zu entscheiden!

    In mei­ner naturwissenschaftlich-aufgeklärten Sicht­weise
    “glaube” ich an die Grund­aus­sage ei­nes, von der Kir­che lange zeit be­hel­lig­ten, Physikers:

    Ac­tio ge­gen­gleich reactio!

    in die­sem sinne, Evolve on!

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